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Gesellschaft

Der VdK ehrt treue Mitglieder

Der Sozialverband bietet den Menschen jetzt auch Lotsen für die Suche nach einem Weg durch den Bürokratiedschungel.
von Otto Rappl

Die geehrten Mitglieder mit Alfred Kerscher (hinten rechts), Evi Vohburger (hinten 2. v. r.) und VdK-Lotsen Alexander Runz (hinten 3. v. r.) Foto: Otto Rappl
Die geehrten Mitglieder mit Alfred Kerscher (hinten rechts), Evi Vohburger (hinten 2. v. r.) und VdK-Lotsen Alexander Runz (hinten 3. v. r.) Foto: Otto Rappl

Burglengenfeld.Bei der Jahreshauptversammlung des VdK Ortsverband Burglengenfeld stand die Ehrung von langjährigen Mitgliedern im Vordergrund. Von einem reichen Deutschland mit einer florierenden Wirtschaft sprach 1. Vorsitzende Evi Vohburger. Trotzdem werde die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer. Dies müsse sich ändern, und dafür setze sich der VdK ein, der sich stark für die soziale Gerechtigkeit mache.

Bei ihrem Rechenschaftsbericht sprach Vohburger von mehreren Ausschusssitzungen und dankte für eine harmonische Zusammenarbeit. Die Jahresabschlussfahrt nach Neumarkt zur Weißwurstakademie sei bei den Teilnehmern sehr gut angekommen. Weihnachtsfeier, Faschingsfeier und eine Fahrt ins Blaue standen genauso auf dem Programmzettel wie ein Muttertags- und Vatertagsausflug. Besonders wies sie darauf hin, dass der VdK seine Mitglieder in allen Fragen des Sozialrechts berät und sie vor den Behörden und Sozialgerichten vertrete. „Wenn es sein müsse, gehen wir sogar bis vor das Bundessozialgericht“, fügte sie noch hinzu. Dazu gebe es eine monatliche Sprechstunde im Bürgertreff von Burglengenfeld. Hier könne man sich jeden zweiten Dienstag im Monat von 8.30 bis 11.30 Uhr informieren.

Hinsichtlich der Ehrung sprach sie von einer der vornehmsten Aufgaben, langjährige Mitglieder für deren Treue und ihr solidarisches Mitwirken auszuzeichnen. Eine Solidargemeinschaft wie der VdK sei im ganz besonderen Maße auf das Einstehen ihrer Mitglieder für die Verbandsziele angewiesen.

Zur Demonstration in München

„Rente für alle“ heiße die aktuelle VdK-Kampagne, erklärte Alfred Kerscher, der Vorsitzende des Kreisverbandes Schwandorf. Der absolute Höhepunkt der Kampagne in Bayern finde am Samstag, 28. März 2020, in München statt. Dann rufe der VdK zu einer Demonstration in der Münchner Innenstadt auf. Daran werde man sich auch beteiligen und entsprechende Busse einsetzen. Er forderte die Mitglieder auf, sich an dieser Demo zu beteiligen. Je mehr teilnehmen, umso mehr wachse der Druck auf die Regierung, ein Rentensystem zu schaffen, das Altersarmut vermeide.

Ehrungen

  • 25 Jahre:

    Hildegart Eichenseher, Heidi Wenzl, Detlef Hartmann, Johann Fischer, Horst Ehmann, Rudolf Dechant, Johann Beck, Markus Würdinger, Michael Weiß, Michael Wein, Ludwig Semmler, Josef Schiessl, Manfred Oegl, Norbert Oegl, Paul Muck, Josef Hüttinger

  • 30 Jahre:

    Renate Utz, Maria Mulzer, Wilma Hofstetter, Johann Tauber, Siegfried Schneider, Siegfried Roidl, Günter Mutzke, Ludwig Lautenschlager, Hans Forster, Erwin Dworschak, Roland Bodner, Reinhard Birzer, Erich Pressl

  • 40 Jahre:

    Maria Birk, Heinz Steckel, Engelbert Rohrwild, Martin Dechant. (bor)

Der VdK fordere die Einführung einer Grundrente. Wer lange gearbeitet, Kinder erzogen und Angehörige gepflegt habe, darf nicht vom Sozialamt abhängig sein. Inzwischen habe der Sozialverband 715000 Mitglieder. So schön eine solche Mitgliederentwicklung ist, sei es doch traurig, dass so viele Menschen auf den Sozialverband angewiesen seien. Durch diesen Anstieg habe man in den Kreisverbänden einen enormen Arbeitszuwachs bekommen, den man fast nicht mehr bewältigen könne. Es fehlen neben notwendigen Sachbearbeitern auch die Räumlichkeiten dazu. Der VdK setze sich auf gesamtgesellschaftlicher und sozialpolitischer Ebene für seine Mitglieder ein. Es gebe noch etliche Baustellen in der Sozialpolitik. Der Sozialverband werde auch weiterhin den Finger in die Wunde legen, die Probleme klar benennen und für soziale Gerechtigkeit einstehen.

VdK-Lotsen installiert

Alexander Runz, Vorsitzender des Ortsverbandes Teublitz sprach auch von vielfältigen Problemen und vielen Fragen. Deshalb habe der VdK jetzt sogenannte VdK-Lotsen installiert. Auch er habe diese Schulungen absolviert und stehe den Mitgliedern, aber auch den Nichtmitgliedern, zur Seite. Es sei ein gemeinnütziger Auftrag, die betroffenen Menschen durch den sozialen Bürokratiedschungel zu begleiten und Hilfestellung bei den verschiedenen Anträgen zu geben. Die Lotsen verfügen über ein ausgezeichnetes Netzwerk. Es sei keine Rechtsberatung, sondern nur eine Hilfestellung. Dadurch sollen auch die hauptamtlichen Fachberater etwas entlastet werden. Jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat stehe er von 14 bis 16 Uhr im Rathaus Teublitz zur Verfügung.

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