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Dialyseverein: Nierenpatienten schöpfen neue Kraft

Gründungsmitglieder des Dialysevereins Schwandorf-Regenstauf (v.li.): Patientin Margarete Bruhnke, Lydia Leicht, Mitarbeiterin im Dialysezentrum, Frank Siegmund, Kassenwart, Helmut Bruhnke, 1. Vorsitzender und Manfred Greßl, 2. Vorsitzender. Foto: Faschingbauer

Vor zwölf Jahren hat das Leben von Margarete Bruhnke eine schicksalhafte Wende genommen: Nierenbeckenentzündung lautete die Diagnose für die Diabetespatientin. „Oh Gott – ich bin todkrank“, schoss Bruhnke als erster Gedanke durch den Kopf. Dass dem nicht so war, fand sie erst im Laufe eingehender Beratungsgespräche heraus. Dennoch: Bruhnke hängt seither an der Dialyse- Maschine. Dreimal pro Woche übernachtet sie im Dialysezentrum – und lässt ihr Blut waschen.

Gründungsmitglied des Dialysevereins Schwandorf-Regenstauf ist die Patientin zudem. Sie saß mit in der Runde als sich am 15. Mai 1999 15 Interessierte in einem „viel zu kleinen Raum“ im Pfarrheim St. Jakob trafen. Die Menschen suchten Hilfe – untereinander und bei Experten. Heute zählt der Verein 70 Mitglieder. Und Margarete Bruhnke engagiert sich ehrenamtlich. Sie gibt Ratschläge an Patienten, die vor demselben fassungslosen Gedanken wie sie damals stehen. „Sie nimmt neuen Patienten die Angst. Das kann sie fantastisch“, sagt Lydia Leicht, Mitarbeiterin im Dialysezentrum und ebenfalls Gründungsmitglied des Vereins.

Beratung ist eine Säule, auf welcher der Verein aufbaut. Außerdem tauschen sich Patienten untereinander aus und schließen auch bundesweit Netzwerke. Die Regionalgruppe ist Mitglied sowohl im Landes- als auch im Bundesverband Niere e.V. Sprich: Die Mitglieder sind vernetzt mit 80000 weiteren Betroffenen in Deutschland.

Aber auch Nicht-Betroffene wollen die Verantwortlichen ansprechen, sagt Vorsitzender Helmut Bruhnke. Beispielsweise bewerben sie die Organspende. Denn: „Eine Transplantation ist für jeden Patienten wünschenswert“, sagt Dr. Joachim Leicht, Arzt im Dialysezentrum.

Bruhnke hat allerdings einen anderen Weg gewählt. Sie verzichtet bislang auf eine Transplantation. „Ich habe meine Krankheit angenommen“, sagt sie. Dreimal pro Woche Dialyse, sowie strikte Diäten halten sie nicht davon ab, ihr Leben zu genießen.

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