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Fußball

Die ASV-Fans jubeln eine Stunde lang

Mit einem Sieg machen die Burglengenfelder den Aufstieg in die Bayernliga perfekt. Trainer Bösl preist seine Mannschaft.
Von Josef Schaller

  • Die Spieler des ASV Burglengenfeld jubeln am Sonntag nach dem Sieg in Kötzting. Foto: ctm
  • Für den Ehrenvorsitzenden des Vereins, Hans-Jürgen Mielke, war der Aufstieg ein schönes Geburtstagsgeschenk. Foto: bjs
  • Bürgermeister Thomas Gesche (Mitte) jubelt mit Trainer Matthias Bösl (rechts) und Abteilungsleiter Werner Besenhardt. Foto: bjs

Burglengenfeld.Die Sensation ist perfekt: Seit Sonntag, 17.54 Uhr, schweben die Fußballabteilung des ASV Burglengenfeld und die zahlreich mitgereisten Fans im „siebten Fußballhimmel“. Was sich zu Beginn der Saison niemand laut zu sagen getraut hätte, ist geschafft: Der ASV Burglengenfeld ist nach dem 2:1-Sieg beim 1. FC Bad Kötzting in die Bayernliga aufgestiegen. Das junge Team um Trainer Matthias Bösl hat damit Vereinsgeschichte geschrieben. Der ASV spielt nun in der fünfthöchsten Fußball-Liga Deutschlands.

Nach einer langen und anstrengenden Saison mussten die Spieler in die Relegation – und riefen jedes Mal ihre ganzen kämpferischen und spielerischen Fähigkeiten ab; und das bei teils hochsommerlichen Temperaturen. Alle vier Entscheidungsspiele wurden gewonnen: Wer alle vier Spiele gegen nun ehemalige Bayernligisten gewinnt, hat den Aufstieg wohl redlich verdient. Die Grundlage für diesen Kraftakt war der am Ende unbedingte Wille, sich und die zahlreichen Burglengenfelder Fans für eine tolle Saison zu belohnen.

Ein ganz besonderes Geschenk ist der geschaffte Aufstieg für den langjährigen Vorsitzenden und jetzigen Ehrenvorsitzenden des Vereins, Hans-Jürgen Mielke, der am Sonntag – am Tag der endgültigen Entscheidung – 89 Jahre alt geworden ist. „Das ist mein schönstes Geburtstagsgeschenk“ sagte er mit Tränen in den Augen. „Dass ich das noch erleben durfte!“

In den bisherigen Relegationsspielen bewies der Zweite der Landesliga-Mitte schon vor dem alles entscheidenden Finalspiel, dass er in der Lage ist, auch in der neuen Spielklasse mitzuhalten. Die Fußballer des ASV werden wohl auch künftig die Farben der Stadt Burglengenfeld weit über die Oberpfalz hinaus würdig repräsentieren. Jeder, der die Spiele in der Relegation verfolgt hatte, dürfte daran nicht den geringsten Zweifel haben.

Die gesamte Saison war das Team von Trainer Matthias Bösl in der Spitzengruppe der Landesliga Mitte vertreten. Schon zu Beginn der Rückrunde waren sich viele einig: der ASV würde im Kampf um den Meistertitel und um den Aufstieg ein Wörtchen mitreden. Am Ende hatte nur ein einziger Punkt für die direkte Qualifikation zur Bayernliga gefehlt.

Nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel am vergangenen Dienstag konnte die Bösl-Truppe dieses Ergebnis in Kötzting wiederholen. Nach einer starken Drangphase der Hausherren, die bei einem Distanzschuss das Lattenkreuz trafen, nutzte der ASV Burglengenfeld eiskalt eine seiner ersten Chancen. Nach einem Freistoß herrschte Verwirrung in der Kötztinger Abwehr und Alexander Fuchs nutzte dies zum 1:0.

Danach konnte der Gast aus Burglengenfeld das Spiel ausgeglichen gestalten und die Abwehr hatte die Kötztinger Stürmer gut in Griff. Nach der Pause bot sich den Burglengenfeldern mehrmals gegen die verunsicherten Hausherren bei Kontern die Möglichkeit, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Aber sie gingen zu nachlässig mit ihren hochkarätigen Chancen um. Es kam, wie es kommen musste: Der 1. FC Kötzting nutzte seine erste Chance in der zweiten Halbzeit zum 1:1-Ausgleich.

Doch die Burglengenfelder behielten die Nerven und schlugen postwendend zurück. Danach war das Spiel entschieden. Geprägt von zum Teil überharten Zweikämpfen brachte der ASV Burglengenfeld das 2:1 über die Zeit. Nach dem Schlusspfiff gab es im Stadion am Roten Steg in Bad Kötzting für die Fans dann kein Halten mehr.

Schier endlos lange 95 Minuten Hoffen und Bangen wichen dann aber einem unbeschreiblichen Freudentaumel. „Ohh wie ist das schön“-Gesänge und lautstarkes „Bayernliga, Bayernliga, hey, hey“ schallten über den Platz. Jeder, der dem ASV-Team die Daumen gedrückt hatte, wurde angesteckt. Eine ganze Stunde lang genossen die Spieler, Trainer Matthias Bösl und alle, die an diesem unglaublichen Erfolg mitgewirkt hatten, diesen Trubel.

Trainer Bösl sagte nach dem Spiel: „Unglaublich, was diese Mannschaft geleistet hat, das kann man nicht in Worte fassen.“ Vor allem die Temperaturen hätten viel von den Spieler gefordert. Und nun? „Jetzt genießen wir das“, sagte der 33-Jährige lachend.

ASV-Aufstieg in Bayernliga

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