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Wirtschaft

Die Digitalisierung schafft Arbeit

Die Woche der Ausbildung hat Spitzenvertreter der Agentur für Arbeit zur Firma F.EE nach Neunburg vorm Wald geführt.
Von Ralf Gohlke

Ausbildungsleiter Thomas Schmid (li.) und Geschäftsführer Hans Fleischmann (re.) vermittelten Ralf Holzwart und Markus Nietsch, den Geschäftsführern der Agentur für Arbeit Bayern und Schwandorf, einen Eindruck über die Robotik-Fertigung bei F.EE in Neunburg. Foto: Ralf Gohlke
Ausbildungsleiter Thomas Schmid (li.) und Geschäftsführer Hans Fleischmann (re.) vermittelten Ralf Holzwart und Markus Nietsch, den Geschäftsführern der Agentur für Arbeit Bayern und Schwandorf, einen Eindruck über die Robotik-Fertigung bei F.EE in Neunburg. Foto: Ralf Gohlke

Neunburg.Dass Ausbildung eines der wichtigsten Elemente der Fachkräftesicherung für die Zukunft ist, bedeutet für die F.EE-Unternehmensgruppe keine neue Erkenntnis. Schon von Beginn an stand für Firmengründer Hans Fleischmann fest, dass es die beste Lösung sei, Mitarbeiter aus den eigenen Reihen zu rekrutieren.

Mit diesem Erfolgsrezept konnte das Unternehmen seine Entwicklung vom „Drei-Mann-Betrieb“ zu einem weltweit agierenden Spezialisten für Roboter-Fertigungsstraßen, Hightech-Electronic-Steueranlagen sowie eigenen Software-Entwicklungen mit inzwischen über 1000 Mitarbeitern bewerkstelligen. Hinzu kommt, dass diese Arbeitsplätze im Wesentlichen auf Zukunftstechnologien beruhen.

F.EE ist mit Hightech erfolgreich

Junge Damen in Metallberufen sind bei der Firma F.EE keine Seltenheit. Allerdings liegt der Anteil im Bereich Produktdesign und Elektronik deutlich höher, ebenso im kaufmännischen Bereich, wobei Letztere nur einen kleinen Teil ausmachen. Foto: ggo
Junge Damen in Metallberufen sind bei der Firma F.EE keine Seltenheit. Allerdings liegt der Anteil im Bereich Produktdesign und Elektronik deutlich höher, ebenso im kaufmännischen Bereich, wobei Letztere nur einen kleinen Teil ausmachen. Foto: ggo

Welche beruflichen Wege junge Menschen gehen können, um später im Hochtechnologiesektor zu arbeiten, davon machten sich Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, und Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf, persönlich ein Bild. Den konkreten Anlass bot die von der Agentur initiierte „Woche der Ausbildung“.

In einem Statement erinnerte Ralf Holtzwart unter anderem daran, dass zum Beispiel die Stadt Nürnberg über eine der bedeutsamsten Fertigungsstätten für Eisenbahnwagons verfügte, ebenso über die Firma Grundig als traditionsreichen Hersteller von Unterhaltungstechnik oder Quelle als eines der ersten Versandhäuser. Sie alle seien verschwunden, ohne das etwas Neues nachgekommen sei. Es mache daher schon Sinn, rechtzeitig auf neue Technologien zu setzen.

Die beiden hochrangigen Vertreter der Agentur für Arbeit zeigten sich beeindruckt, wie beispielhaft die Ausbildungsmodelle bei F.EE umgesetzt werden und funktionieren. Personalleiter Udo Stark erläuterte Details. Foto: ggo
Die beiden hochrangigen Vertreter der Agentur für Arbeit zeigten sich beeindruckt, wie beispielhaft die Ausbildungsmodelle bei F.EE umgesetzt werden und funktionieren. Personalleiter Udo Stark erläuterte Details. Foto: ggo

Die Firma F.EE habe mit ihrer Entwicklung eindrucksvoll gezeigt, dass moderne Technik sehr wohl Arbeitsplätze schaffen könne. „Oft wird die Befürchtung laut, dass die Digitalisierung Arbeitsplätze kostet. F.EE ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass moderne Technologien im Gegenteil Arbeitsplätze sichern und schaffen“, betonte Holtzwart.

Ausbildung sichert Arbeitsplätze

Allerdings bedürfe es für diese Arbeitsplätze eine Ausbildung, die junge Menschen auf die konkreten Anforderungen im Unternehmen vorbereite. Er empfahl den Jugendlichen, Kontakt zu den Firmen aufzunehmen und in Praktika den Arbeitsalltag kennenzulernen.

Im Verlauf ihrer Ausbildung werden die künftigen Maschinenbauer und Mechaniker bereits in die Teilefertigung eingebunden. Dazu stehen auch moderne CNC-Maschinen zur Verfügung. In den ersten Wochen ist aber auch noch die Handfeile gefordert. Foto: ggo
Im Verlauf ihrer Ausbildung werden die künftigen Maschinenbauer und Mechaniker bereits in die Teilefertigung eingebunden. Dazu stehen auch moderne CNC-Maschinen zur Verfügung. In den ersten Wochen ist aber auch noch die Handfeile gefordert. Foto: ggo

Im Verlauf des Gesprächs stellte Markus Nitsch die Problematik der Jugendlichen dar, für sich selbst den richtigen Beruf zu finden. „Für die Frage, was ist ein guter Beruf, ist leider keine generelle Aussage möglich“, betonte der Schwandorfer Agenturchef. Daher sei die Beratung für viele ein wichtiges Hilfsmittel für die Beantwortung ihrer Fragen. Die Problematik läge häufig in den Ratschlägen der Eltern, die es den künftigen Auszubildenden nicht gerade erleichterten, die eigenen Stärken und Kompetenzen richtig einzuschätzen.

„Sind die jungen Leute erst einmal weg, ist es schwer, sie zurückzuholen.“

Hans Fleischmann, Unternehmer

Hans Fleischmann verwies auf die Ausbildung als Garanten für einen entsprechend qualifizierten Facharbeiternachwuchs. Dass dies im Unternehmen praktiziert werde, beweise der Anteil von 100 Auszubildenden an den 1000 Mitarbeitern. Jährlich erfolgten zwischen 35 und 40 Neueinstellungen. Einen besondern „Schub“ habe das Unternehmen zusätzlich durch das Angebot dualer Studiengänge erhalten. Dadurch werde eine frühe Verbindung zu späteren Fachkräften noch stärker ausgeprägt. „Sind die jungen Leute erst einmal weg, ist es schwer, sie zurückzuholen“, sagte der Unternehmer.

Serie

Die Neunburger Firmenkantine mit Pfiff

Bei F.EE kommt täglich alles frisch auf den Tisch. Eine regionale Lieferkette sorgt für eine bodenständige, gesunde Küche.

Als Ansprechpartner von der Seite der Auszubildenden hatten sich Lilian Beier und Alexander Richter zur Verfügung gestellt, die zwei verschiedene Ausbildungsrichtungen vertraten. Bei beiden stand der Spaß an der Technik im Vordergrund ihrer Berufswahl. Von Hans Fleischmann erging dazu der Hinweis, dass die Firma immer offen und flexibel sei, was das berufliche Fortkommen betraf.

Ständige Weiterbildung, auch in den Führungs- und Leitungsebenen, ist ebenfalls ein Merkmal des Erfolges von F.EE. Wie das funktioniert, erklärte unter anderem der Ausbildungsleiter für den Bereich Mechanik, Thomas Schmid, anhand vieler erfolgreicher Abschlüsse. Foto: ggo
Ständige Weiterbildung, auch in den Führungs- und Leitungsebenen, ist ebenfalls ein Merkmal des Erfolges von F.EE. Wie das funktioniert, erklärte unter anderem der Ausbildungsleiter für den Bereich Mechanik, Thomas Schmid, anhand vieler erfolgreicher Abschlüsse. Foto: ggo

„Wir bieten diesbezüglich ein Delta an Möglichkeiten in unseren momentan bis zu acht Berufsgruppen umfassenden Ausbildungsprogramm an“, ergänzte Personalleiter Udo Stark und vermittelte gleichzeitig die Wege, die das Unternehmen beschreitet, um Nachwuchs für eine Ausbildung zu interessieren. Nicht umsonst ist F.EE ständig unter den besten Ausbildungsbetrieben vertreten.

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