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Region Schwandorf
Donnerstag, 19. Juli 2018 27° 1

Pädagogik

Die Ganztagsschule bietet Vorteile

Die Grundschule Neunburg stellte den Eltern und Kindern ihr umfassendes Konzept für die gebundene Ganztagsbetreuung vor.
Von Ralf Gohlke

Mit einem gekonnt vorgetragenen „Rhythmical“ hießen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3g die Besucher willkommen. Foto: Gohlke
Mit einem gekonnt vorgetragenen „Rhythmical“ hießen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3g die Besucher willkommen. Foto: Gohlke

Neunburg.Wo einst die Benennung der Klassen der einzelnen Jahrgangsstufen nur mit a, b, c, als Zusatz erfolgte, ist jetzt auch bei der Grundschule in der Ledererstraße ein neuer Buchstabe hinzugekommen. Das „G“ hinter der Drei kennzeichnet eine neue Ära. Seit Beginn des neuen Schuljahres 2017/2018 verfügt nun auch die Grundschule über eine gebundene Ganztagsklasse. Im Rahmen eines kleinen „Tages der offenen Tür“, stellten Rektorin Sabine Bauer, ihre Stellvertreterin Birgit Koholka und die beiden Lehrerinnen Kathrin Fichtl und Sabrina Schoyerer den Eltern und ihren Kindern im Grundschulalter die Besonderheiten des Konzepts vor.

Lernen allein oder im Team

In einer Powerpoint-Präsentation erläuterte Sabrina Schoyerer unter anderem den Unterschied zwischen der offenen und gebundenen Ganztagsschule. Der bestehe im Wesentlichen darin, dass auch die Nachmittagsbetreuung von Lehrern begleitet wird und dabei auch Lerninhalte vermittelt werden können. Während der gesamten Zeit seien immer zwei Lehrer anwesend.

Kathrin Fichtl, Sabrina Schoyerer und Ewa Gubernat (v. l.) betreuen die 3G. Foto: Gohlke
Kathrin Fichtl, Sabrina Schoyerer und Ewa Gubernat (v. l.) betreuen die 3G. Foto: Gohlke

Außer freitags seien die Kinder von 8 Uhr bis 16 Uhr durchgehend in der Schule. Neu sei das Lernkonzept, in dem nicht mehr „Frontalunterricht“ den Schwerpunkt bildet, sondern sogenannte Lernwege beschritten werden. Dies gelte besonders für die Fächer Mathematik, Deutsch, Heimat- und Sachkunde. Die Kinder könnten weitgehend selbst entscheiden, ob sie den Stoff allein, in der kleinen oder großen Gruppe erarbeiten möchten.

Keine Hausaufgaben

Ein Vorteil sei es, dass an den Tagen mit Unterrichtsschluss 16 Uhr, keine schriftlichen Hausaufgaben mehr hinzukämen, an Freitagen allerdings schon. Ebenfalls positiv sah Sabrina Schoyerer die Projektarbeit oder die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften, wie aktuell der „AG Musik“, die von Romy Börner von der städtischen Musikschule begleitet wird. Auch besondere Ausflüge seien möglich.

Rektorin Sabine Bauer wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass erst das bauliche Konzept im Neubau und später auch im Altbau diese Lernform ermögliche. So böten die Räumlichkeiten viel mehr Möglichkeiten für das individuelle Lernumfeld. Schon jetzt gäbe es einen Raum für die Teamarbeit, einen Raum für „stilles Lernen“ und daneben das Freizeitzimmer. Letzteres biete Rückzugsmöglichkeiten zum Lesen, zur Beschäftigung mit dem Computer oder zum Spielen. Als gern genutzt hätten sich bereits die Sitzmöglichkeiten im Gang erweisen, die ebenfalls über Fenster mit den übrigen Räumen verbunden seien.

Leitidee der Grundschule

  • Erziehung und Unterricht

    an der Grundschule Neunburg zielen darauf ab, die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler zu stärken, ihre Dialogkompetenz zu steigern und deren Kooperationsfähigkeit zu fördern.

  • In einer ansprechenden und motivierenden Lernumgebung

    werden die Schulkinder an ein zeitgemäßes Lernen in einer technisierten, leistungsorientierten und multikulturellen Gesellschaft herangeführt.

Für das nächste Schuljahr sei die Bildung einer zweiten Ganztagesgruppe geplant, die Jahrgangsstufe sei dabei abhängig von den Anmeldungen. Sabrina Schoyerer geht davon aus, dass dies voraussichtlich erneut in der dritten Klasse der Fall sein werde. Bei einem Rundgang konnten die Eltern das Konzept „in Betrieb“ erleben. Zunächst ging es in die derzeit noch provisorische Mensa, wo „Fischpflanzl mit Kartoffelsalat und Fruchtjoghurt“ angeboten waren. Verbunden sei das Essen mit einer kulinarischen Weltreise, bei der immer donnerstags ein anderes Land und dessen Eigenheiten vorgestellt werden. Es wurden aber auch die „Lesezeit“ im Freizeitzimmer und ein „Lernweg Mathematik“ aufgezeigt.

Bürgermeister Martin Birner erwähnte die positiven Effekte, die bereits an der Mittelschule durch die Ganztagsschule erkennbar wären. Für ihn war jedoch entscheidend: „Es nützen die schönsten Räume nichts, wenn das Personal nicht dahinter steht, aber bei uns ist das vorbildlich.“

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