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Die Kartoffelernte hat begonnen

Für einen Landwirt aus Nabburg-Perschen haben sich die Mühen gelohnt. Stolz präsentiert er seine Frühkartoffeln.

Landwirt Anton Dobler freut sich über die guten Ernteerträge. Er hat auch viel Arbeit investiert.
Landwirt Anton Dobler freut sich über die guten Ernteerträge. Er hat auch viel Arbeit investiert. Foto: Ingrid Hirsch

Schwandorf.„Die Frühkartoffel will gehegt und gepflegt sein“, sagt Anton Dobler. Der 60-jährige Landwirt aus Nabburg-Perschen stellt schon im Februar die Vorkeimkisten im Hauskeller auf, schichtet die Keimlinge regelmäßig um, bringt sie schließlich mit einer halbautomatischen Maschine in die Erde und deckt das Pflanzgut zum Schutz vor Frost mit einem Vlies ab. Mit einer Beregnungsanlage fördert er das Wachstum des Saatguts. Die Mühen haben sich auch heuer wieder gelohnt. Stolz präsentiert der Landwirt die Ergebnisse.

Zur Eröffnung der Frühkartoffelsaison wählte der Kreisverband des Bayerischen Bauernverbandes diesmal den Hof von Maria und Anton Dobler, die auf 6,8 Hektar Ackerfläche Kartoffeln anbauen. Bei den „frühen“ Sorten sind es die „Valetta“ (vorwiegend festkochend) und die „Annabelle“ (festkochend). Die Familie betreibt einen Hofladen und hat einen Liefervertrag mit der Veredelungsfirma „Burgi“, wie die Verantwortlichen in einer Pressemitteilung bekannt geben.

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Der Wettergott meinte es bisher gut mit den Kartoffelerzeugern. Wenn Anton Dobler den „Kral“ ansetzt, kommen schöne große Knollen zum Vorschein. Die Stimmung wird durch die Corona-Krise allerdings getrübt. Es kam bei den Knödelteig- und Pommes-Herstellern zu Absatzproblemen, weil die Gastronomie und vor allem das Oktoberfest wegbrachen. Gewinner sind dagegen die Chips-Fabriken. „Die Leute sitzen jetzt viel mehr zu Hause und knabbern“, bemerkt der Vorsitzende der Erzeugergemeinschaft für Qualitätskartoffeln, Josef Reitinger.

„Die Leute setzen verstärkt auf regionale Produkte und holen sich die Lebensmittel beim Direktvermarkter.“

Josef Reitinger, Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft für Qualitätskartoffeln

Er zieht einen weiteren Vorteil aus der aktuellen Situation: „Die Leute setzen verstärkt auf regionale Produkte und holen sich die Lebensmittel beim Direktvermarkter.“ Zum Beispiel aus dem Hofladen der Familie Dobler, die ein Selbstbedienungskonzept entwickelt hat. „Die Leute sind ehrlich“, erklärt Maria Dobler. Und: „Wenn jemand Fragen hat oder Hilfe braucht, es ist immer jemand unterwegs auf dem Hof.“

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„Die eher kühleren Temperaturen und die Niederschläge haben den Erdäpfeln gutgetan“, stellt Sebastian Betz vom Erzeugerring Oberpfalz fest. Wichtig sei auch die Bodenbeschaffenheit. Anton Doblers Ackerböden sind lehmhaltig und speichern die Feuchtigkeit länger als sandiger Untergrund. In Deutschland werden auf 235000 Hektar Ackerfläche Kartoffeln angebaut. Bayern ist mit 45000 Hektar nach Niedersachsen das zweitgrößte Kartoffelland. Knapp 1100 Hektar entfallen dabei auf den Landkreis Schwandorf.

Nach dem Feldeinsatz und der Besichtigung des Hofladens lud die Gastgeberin zu „Kartoffelschmankerln“ ein und servierte gefüllte Kartoffeltaschen, Kartoffelpuffer und Kartoffelschmarrn. BBV-Kreisobmann Josef Irlbacher empfiehlt Kartoffelgulasch mit Zwiebeln, Paprika und Tomaten und, wenn es besonders deftig schmecken soll, mit grober roher Bratwurst vermischt.

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