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Protest

Die Nachbarn wollen dazwischenfunken

15 Anlieger legen Widerspruch gegen die Mobilfunkanlage an der Osserstraße in Schwandorf ein. Die Bundesnetzagentur weist auf mögliche Gebühren hin.
Von Hubert Heinzl

Der umstrittene Mobilfunkmast an der Osserstraße steht direkt neben dem CFG-Gymnasium. Foto: Heinzl

Schwandorf.Das Tauziehen um den geplanten Mobilfunkmasten an der Osserstraße 14 geht weiter. Wie berichtet, hat die Deutsche Funkturm GmbH im Auftrag der Telekom auf dem Privathaus eine Anlage mit neun Einheiten errichtet – nur 30 Meter entfernt vom CFG. Doch unter den Anwohnern formiert sich Protest. Nach Angaben von Inge Heinzmann, die als Sprecherin der Interessengemeinschaft gegen den Mobilfunkmasten fungiert, haben jetzt 15 Grundstückseigentümer rund um die Osserstraße förmlichen Widerspruch gegen den Bescheid der Bundesnetzagentur eingelegt, mit dem die Mobilfunkanlage genehmigt wurde. Die Widersprüche haben aufschiebende Wirkung. Bis etwa Mitte September bleibt den Anwohnern, ihre Vorbehalte ausführlich zu begründen.

Sauer stößt ihnen laut Heinzmann ein Antwortschreiben der Bundesnetzagentur auf, in dem auf die Gebühren für erfolglose Widerspruchsverfahren hingewiesen wird. Sie reichen laut Agentur von „mindestens 73“ bis 901 Euro. Heinzmann sieht darin ein Einschüchterungsmanöver. „Man will wahrscheinlich erreichen, dass vor allem ältere Bürger ihre Einsprüche zurückziehen“, vermutet sie. Bei einem Treffen soll jetzt das weitere Vorgehen besprochen werden.

Das Landratsamt, Sachaufwandsträger für das CFG, wurde laut Pressesprecher Franz Pfeffer im Vorfeld nicht über das Telekom-Projekt informiert. Ein Schreiben vom 21. Juli an die Bundesnetzagentur, in dem Informationen angefordert wurden, blieb bis jetzt unbeantwortet.

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