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Kultur

Die Zwickl-Filmtage sind eröffnet

In der Schwandorfer Spitalkirche werden ausgewählte Dokumentarfilme gezeigt. Erstmals wird in diesem Jahr ein Preis vergeben.
Von Rudolf Hirsch

„Zwickl“-Organisatorin Anne Schleicher (Mitte) kann heuer erstmals den ersten Schwandorfer Dokumentarfilmpreis vergeben. Darauf freuen sich Oberbürgermeister Andreas Feller, Regierungspräsident Axel Bartelt, dritte Bürgermeisterin Martina Englhardt-Kopf und Landrat Thomas Ebeling (v.l.). Foto: Hirsch
„Zwickl“-Organisatorin Anne Schleicher (Mitte) kann heuer erstmals den ersten Schwandorfer Dokumentarfilmpreis vergeben. Darauf freuen sich Oberbürgermeister Andreas Feller, Regierungspräsident Axel Bartelt, dritte Bürgermeisterin Martina Englhardt-Kopf und Landrat Thomas Ebeling (v.l.). Foto: Hirsch

Schwandorf.Nach einjähriger Pause sind die Schwandorfer Dokumentarfilmtage „Zwickl“ zurück auf der städtischen Kulturbühne. „Fast alles wird neu sein“, versprach Anne Schleicher bei der Eröffnung am Mittwoch in der Spitalkirche. Der profanierte Sakralbau wird zehn Tage lang zum Kinosaal mit 70 Sitzplätzen. Anne Schleicher hat das Format 2012 ins Leben gerufen und führt auch bei der siebten Auflage Regie.

Die Veranstalter wechseln den Spielort und schaffen diesmal in der Spitalkirche Kinoatmosphäre. Rote Kinosessel, Film- und Tontechnik, Leinwand, Verdunkelung: Anne Schleicher und ihr Team haben die Location mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Schleicher bedankte sich bei ihren Mitstreitern Alexander Vogl, Eugen und Alexander Ubekin und Sophia Hutzler mit einem Geschenk.

Premiere feiert heuer auch das Format „Gemischtes Doppel“. Anne Schleicher hat Menschen aus ihrem Bekanntenpreis um Filmvorschläge gebeten und zu jedem dokumentarischen Beitrag einen thematischen Kontrapunkt gesetzt. Zum Film „B12 – gestorben wird im nächsten Leben“ zeigt der Veranstalter als Kontrast „Schumanns Bargespräche“. Doppelpartner für die Filmempfehlung „Eine unbequeme Wahrheit“ ist der Film über den Klimagipfel „Guardians of the Earth“.

Gleich mehrere Neuerungen

Zum ersten Mal wird diesmal auch der „Schwandorfer Dokumentarfilmpreis“ vergeben, der mit einer Geldprämie von 250 Euro und einem symbolischen Preis verbunden ist. Neu im Programm ist auch die Dokumentarfilmschule. Lehrkräfte analysieren im Rahmen einer Fortbildungsmaßnahme einen Dokumentarfilm nach Intention und szenischer Darstellung. Die Lehrer sollen ihre Medienkompetenz an die Schüler weitergeben.

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Im Archiv des „Zwickl“-Festivals gekramt

Neue Locations sind bei den Schwandorfer Dokumentarfilmtagen Programm: Die 7. Auflage startet jetzt in der Spitalkirche.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Oberpfälzer Künstlerhaus hat Premiere. Ausländische Künstler drehten während ihres Aufenthaltes zwei Filme, die während der Zwickl-Tage laufen. Am Sonntagvormittag wird im Künstlerhaus die Ausstellung „Ostkreuz“ eröffnet. Am Nachmittag ist in der Spitalkirche der Film über die Arbeit jener Gruppe von Berliner Fotografen zu sehen, die sich vor 30 Jahren diesen Namen gegeben haben. Die Siebdruckwerkstatt des Künstlerhauses hat Drucke des Festival-Plakats herausgebracht, die es an der Kinokasse zu kaufen gibt. Anne Schleicher denkt auch an die kleinen Zuschauer und nahm zwei Kinderfilme mit ins Programm auf.

Das Zwickl-Team erwartet auch diesmal wieder Regisseure und Darsteller, die sich den Fragen der Besucher stellen. Sein Kommen zugesagt hat die „Bar-Institution“ Charles Schumann, der aus der Oberpfalz stammt und von hier aus aufbrach, um die Geheimnisse der Barkulturen in aller Welt kennenzulernen. Zu Gast vor der Leinwand ist auch Ingo Fliess, der Produzent des Films „Mein Weg nach Olympia“, in dem es um die Motivation behinderter Menschen für sportliche Höchstleistungen geht.

Die Tickets sind gefragt

Zu den Filmtagen erscheint ein Programmheft und ein „Timetable“ mit einer Übersicht über die 20 Filme, die bis 10. November zu sehen sind. . Die Stadt ist offizieller Veranstalter und beteiligt sich an den Kosten mit einem Betrag von 25 000 Euro. Der Rest kommt über Sponsoren- und Eintrittsgelder herein.

Was beim Alten bleibt, ist der Preis. Eine Kinokarte kostet weiter einen „Zwickl“, also zwei Euro. Organisatorin Anne Schleicher ist angenehm überrascht von der Nachfrage auf die Tickets. Sie hat bereits jetzt 916 Karten verkauft.

Zwei Euro pro Ticket

  • Tickets

    Karten gibt es nur an der Kinokasse im Foyer der Spitalkirche täglich in der Zeit von 14 bis 20 Uhr. Kartenreservierungen sind nicht möglich. Jede Karte kostet einen Zwickel, also zwei Euro. Das Kino hat 70 Sitzplätze.

  • Programm:

    Zu den Dokumentarfilmtagen ist ein 30-seitiges Programmheft erschienen. Informationen über den Inhalt der Filme und die Spieltage gibt es auf der Website der Dokumentarfilmtage.

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