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Energie

Diese Wertschöpfung bleibt im Landkreis

Mit beachtlichen Zahlen wartete die Bürgerenergiegenossenschaft auf. Eine regionale Stromvermarktung ist geplant.

AR-Vorsitzender Arnold Kimmerl, 2. Bürgermeister Kurt Koppmann, 2. Vorstand Ernst Bräutigam und AR Bernhard Werner (v. li.) berichteten von stetiger Aufwärtsentwicklung.  Foto: Schießl
AR-Vorsitzender Arnold Kimmerl, 2. Bürgermeister Kurt Koppmann, 2. Vorstand Ernst Bräutigam und AR Bernhard Werner (v. li.) berichteten von stetiger Aufwärtsentwicklung. Foto: Schießl

Nabburg.Die Bürgerenergiegenossenschaft Mittlere Oberpfalz (BEMO) ist weiter im Aufwind. Bei einem Pressegespräch im Rathaus wurde eine positive Bilanz berichtet mit einem aktuellen Bilanzgewinn von 84 000 Euro und einer dreiprozentigen Ausschüttung.

2. Vorsitzender Ernst Bräutigam berichtete von einer erfolgreichen Entwicklung und wartete mit beachtlichen Zahlen auf. Aus der 2011 mit 150 Mitgliedern gegründeten Genossenschaft ist eine Erfolgsgeschichte geworden. Inzwischen gehören ihr 350 Mitglieder an, davon acht Städte und Gemeinden. Die Bilanzsumme stieg in diesem Zeitraum von 500 000 auf fünf Millionen Euro und die Zahl der Geschäftsanteile von 1000 auf 5200. 98 Prozent der Mitglieder kommen aus dem Landkreis, die sich bisher über eine Dividende von drei Prozent freuen konnten. „Ein großer Vertrauenszuwachs“ so Bräutigam und warb für die Zeichnung von Geschäftsanteilen. Ziel sei, den Anteil der regenerativen Energien im Landkreis zu erhöhen.

„Wir sind weiter auf der Suche nach neuen Objekte und an einer breiten Beteiligung der Bürger interessiert und dass die Wertschöpfung im Landkreis verbleibt“, betonte Bräutigam. Die BEMO baut auf den Genossenschaftsgedanken, die ehrenamtliche Arbeit der drei Vorstände und der zehn Aufsichtsräte garantiere niedrige Verwaltungskosten hob er hervor. „Mit einem Drittel Eigenkapital-Anteil steht sie auf gesunden Füßen“, ergänzte Aufsichtsrat Bernhard Werner.

Mit drei Millionen produzierten Kilowattstunden 2018 leiste die Genossenschaft einen bedeutenden Anteil zur Energieversorgung im Landkreis. Ende 2018 wurde die 750 kW-PV Anlage „Stockerholz“ an der A 6 erworben, so dass es 2019 eine deutliche Steigerung erwartet wird. 200 Haushalte können durch sie versorgt werden. Gegenüber der Windkraft unterliege die Leistung der PV-Anlagen geringen Schwankungen, bedeutete Bernhard Werner.

Aus dem Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden Arnold Kimmerl ging hervor, dass nun geplant sei, mit Partnern auf eine regionale Stromvermarktung zu setzen. Aufgrund der Mitarbeit von Fachleuten in der Genossenschaft gebe es viel Kompetenz. Im überregionalen Prüfbericht habe es keine Beanstandungen gegeben. (sss)

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