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Kommunalwahl

Dieterskirchen: Anita Forster tritt an

Mit Anita Forster könnte erstmals eine Frau das Bürgermeisteramt übnehmen. Sie hat viele Unterstützer auf der Liste.
von Ralf Gohlke

Insgesamt 24 Kandidaten bewerben sich auf der Liste „CSU/Engagierte Bürger für Dieterskirchen“ um einen Platz im Gemeinderat. Foto: Ralf Gohlke
Insgesamt 24 Kandidaten bewerben sich auf der Liste „CSU/Engagierte Bürger für Dieterskirchen“ um einen Platz im Gemeinderat. Foto: Ralf Gohlke

Dieterskirchen.Die Gemeinde Dieterskirchen in der Vewaltungsgemeinschaft Neunburg gehört zu jenen, bei denen es bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 besonders spannend werden dürfte. Grund ist, dass der bisherige Bürgermeister Hans Graßl aus Altersgründen nicht mehr kandidieren wollte. Er war bei seiner Erstwahl vor 24 Jahren über die Liste „CSU/Engagierte Bürger für die Gemeinde Dieterskirchen“ ins Amt gewählt worden, die ebenfalls eine Besonderheit darstellt. Wie schon der Name sagt, ist eine Mitgliedschaft in der CSU für eine Kandidatur nicht notwendig. Auch Graßl trat der Partei erst später bei.

Für diese Liste strebt nun die Religionslehrerein Anita Forster (43) die Nachfolge Graßls an und wäre bei einem Sieg gegen Thomas Köppl von den Freien Wählern die erste Frau an der Spitze des Gemeindeparlaments in Dieterskirchen. Den Wahvorschlag dazu formulierte CSU-Vorsitzender Richard Brunner, der ihr „Herz, Verstand und Durchsetzungsvermögen“ attestierte.

Forster ist Religionslehrerin und Hauswirtschafterin

Mit einem beeindruckenden Statement stellte Forster bei der Nominierungsversammlung am Sonntag im „Hexenhäusl“ ihre Person sowie die Motive und Zielsetzungen für ihre Kandidatur vor. Dazu gehörte, ihre Kindheit und Jugend in Nabburg, ihre Bildung bis hin zum Studium der Religionspädagogik in Eichstätt. So „nebenbei“ absolvierte sie auch noch die Ausbildung zur Hauswirtschafterin.

Die Liste

  • Bürgermeisterin:

    Anita Forster

  • Gemeinderat;

    Richard Brunner, Anita Forster, Andreas Eckl, Andreas Rückerl, Thomas Gassner, Tobias Portner, Stefan Ebenschwanger, Sabine Schafbauer, Peter Schwendner, Erhard Fischer, Gerhard Albang, Stefanie Schwendner, Michael Ach, Walter Böckl, Jan Powalla, Sebastian Walbrun, Jonas Wagner, Gerald Scheitinger, Johann Fischer, Rainer Scheitinger, Ralf Bockenfeld, Jochen Freygang, Robert Lau, Jürgen Süß

Nach verschiedenen beruflichen Stationen als Gemeindeassistentin in Neunburg und Religionslehrerin an der Mittelschule in Rötz lehrt sie derzeit an der Mittelschule Neunburg. Inzwischen ist sie auch Beauftragte für Schulpastoral. Seit sie mit ihrer Familie und ihren drei Kindern in Dieterskirchen wohnt, engagiert sie sich in vielen Bereichen – unter anderem im Pfarrgemeinderat und seit sieben Jahren als Leiterin des Chors „Ganz&Gar“.

Zur Zielsetzung stellt sie fest, es werde „keinen Anita-Forster-Plan geben“. Was für die Gemeinde wichtig sei, werde in enger Zusammenarbeit mit den Kandidaten festgelegt. Als persönliche Ziele nannte sei unter anderem den Abschluss der Breitbanderschließung sowie die Weiterentwicklung von Kindergarten und Schule.

Forster bemüht sich um Rektorat für die Schule

Während es beim Kindergarten um die Fertigstellung ginge, sei es bei der Schule die Ausweitung der Ganztagsbeschulung, in Verbindung mit einem sinnvollen Betreuungsangebot. Die EDV-Ausstattung sollte ebenfalls ein Thema sein. Nicht unerwähnt ließ sie die weiterhin geltenden Bemühungen um ein eigenes Rektorat für die Schule. Nur ein „Anhängsel“ an Oberviechtach zu sein, erachtete sie nicht als erstrebenswert. Dafür sprach sie sich für einen umfassenden Dialog mit den Bürgern aus und würde auch Hand an die derzeit nicht sehr attraktive Homepage legen.

Kommunalwahl

Thomas Köppl will Bürgermeister werden

Köppl von den Freien Wählern will in Dieterskirchen das Ehrenamt stärken. Er sagt: Die Gemeinde steht gut da.

Es waren noch viele Punkte und Ideen, die ihr auf den Nägeln brannten, von Spielgeräten für Prackendorf bis zum Feuerwehrhaus in Bach. Um genügend Zeit für das Amt zu haben konnte sie sich eine Verkürzung ihrer Schulstunden vorstellen. Am Ende stellte sie fest, die Entscheidung sei ihr nicht leicht gefallen aber inzwischen finde sie immer mehr Freude an dem Gedanken, die Gemeinde zusammen mit den Bürgern gestalten zu dürfen.

90 Prozent Zustimmung

Bürgermeister Hans Graßl gratulierte Anita Forster zu ihrem beeindruckenden Wahlergebnis. Foto: Gohlke
Bürgermeister Hans Graßl gratulierte Anita Forster zu ihrem beeindruckenden Wahlergebnis. Foto: Gohlke

Die 47 Wahlberechtigten waren sichtlich beeindruckt und nominierten Anita Forster mit über 90 Prozent. Hans Graßl gratulierte als Erster. Die Bewerberliste für den Gemeinderat mit 24 Kandidaten wurde einstimmig gebilligt. Hans Graßl als Versammlungsleiter und Richard Brunner als CSU-Ortsvorsitzender zeigten sich beeindruckt von der Vorstellung der einzelnen Kandidaten, die eine gute Mischung zwischen etablierten Gemeinderäten und jungen Bürgern beinhaltet. Brunner unterstrich noch einmal, dass es in der Kommunalpolitik um Daseinsvorsorge und das Lebensumfeld ginge und nicht um Posten oder Macht wie in der großen Politik.

Alle Berichte rund um die Kommunalwahl in Schwandorf finden Sie hier.

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