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Austausch

Digitale Medien können für Ältere hilfreich sein

Bei Fortbildung für Seniorenvertreter in Schwandorf wurden Grundlagen für bürgerschaftliches Engagement vermittelt.

Die Teilnehmer der Schulung mit dem Referenten Jürgen Griesbeck (rechts) und der Leiterin der Seniorenfachstelle am Landratsamt Schwandorf, Evi Seitz (Zweite von rechts). Foto: Landratsamt Schwandorf
Die Teilnehmer der Schulung mit dem Referenten Jürgen Griesbeck (rechts) und der Leiterin der Seniorenfachstelle am Landratsamt Schwandorf, Evi Seitz (Zweite von rechts). Foto: Landratsamt Schwandorf

Schwandorf.. Die Seniorenakademie Bayern, beauftragt vom Bayerischen Sozialministerium, führte in Kooperation mit der LandesSeniorenVertretung Bayern e.V. (LSVB) ihre diesjährige Grundlagenschulung für kommunale Seniorenvertretungen in der Oberpfalz am Landratsamt in Schwandorf durch. Referent Jürgen Griesbeck von der pme Akademie gGmbH zeigte im Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit Seniorenbeiräten, -sprechern und -beauftragten Eckpunkte zur Gründung, Funktion und Arbeitsweise von Seniorenvertretungen auf.

Der Erfahrungsaustausch wurde von den teilnehmenden Seniorenvertretern rege in Anspruch genommen. Nachdem der Referent ausführlich dargestellt hatte, welche Methoden zur Gewinnung von Ehrenamtlichen hilfreich sind und was in der praktischen Arbeit zu beachten ist, wurde an vier Themen erarbeitet, wie diese in die Praxis umgesetzt werden können. „Gesundheit im Alter“, „Digitalisierung“, „Wohnen im Alter“ und „Pflege“ waren den Anwesenden wichtig.

Im Handlungsfeld „Gesundheit im Alter“ hoben die Seniorenvertreter die Möglichkeiten von sportlichen Angeboten wie Wanderungen, Tanzveranstaltungen oder Turnstunden hervor. Darüber hinaus gelte es, Angebote zur gesunden Ernährung oder generationenübergreifende Projekte anzubieten. Hinsichtlich der „Digitalisierung“ sollte den Senioren der damit verbundene Zugewinn aufgezeigt und Ängste abgebaut werden. Neue technische Möglichkeiten können dazu genutzt werden, bestehende Defizite in der Versorgung auszugleichen, wie z.B. durch Assistenzsysteme im Haushalt und bei der Pflege. Hier steht den Seniorenvertretungen ein weites Tätigkeitsfeld offen, um beizutragen, dass Seniorinnen und Senioren informiert werden und ihnen so der Zugang, z.B. durch eine Grundlagenvermittlung zur Nutzung des Internets oder Smartphones, erleichtert wird. Durch den Gebrauch der neuen Medien wie Skype oder von Netzwerken wie facebook könne der Vereinsamung entgegengewirkt und die Teilhabe älterer Menschen gefördert werden.

So lange wie möglich selbstbestimmt zu Hause leben zu können, ist Wunsch der meisten Menschen. Die Arbeitsgruppe des Handlungsfeldes „Wohnen zu Hause“ sah hier Möglichkeiten, um nicht nur Senioren, sondern auch die Jüngeren für barrierefreies und seniorengerechtes Wohnen und Bauen durch Infoveranstaltungen über mögliche Baumaßnahmen zur Verbesserung der Wohnsituation und deren finanzielle Fördermöglichkeiten zu sensibilisieren. Neue Wohnformen wie Betreutes Wohnen oder Mehrgenerationenwohnen sollten bekannt gemacht und genutzt werden.

Für den Themenbereich „Pflege“ ging Griesbeck auf die Neuerungen und den Einfluss der Pflegestärkungsgesetze PSG II und III ein. Insbesondere erwähnte er die damit neu geschaffenen Möglichkeiten der Inanspruchnahme von Leistungen für Tagespflege und der Ergänzungsleistungen. Tätigkeitsfelder bestehen hier für Seniorenvertreter im Bereich der ambulanten Versorgung und der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Ambulante Wohngruppen oder Quartierskonzepte stellen ebenfalls Aufgabenfelder dar.

Bewertung

  • Ausbeute:

    Alle Teilnehmer waren sich einig, dass diese Schulung der Seniorenakademie Bayern und des LSVB gelungen war und viele Informationen mitgenommen werden konnten.

  • Teilnehmer:

    Die Leiterin der Seniorenfachstelle, Evi Seitz, freute sich, dass auch einige Teilnehmer aus dem Landkreis Schwandorf dieses vom Sozialministerium ermöglichte Schulungsangebot wahrgenommen haben. „Die Aktiven vor Ort in der Seniorenarbeit zu unterstützen, ist eine der Aufgaben der Fachstelle. Daher haben wir gerne die Organisation zur Durchführung der Schulung im Landkreis übernommen.“ so Seitz.

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