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Pastoralbesuch

Diözesanbischof spendet den Segen

Das barocke Kleinod, die Nepomukkapelle, ist nach fast vier Jahren Arbeit saniert. Dr. Voderholzer kommt nach Fischbach.
Von Albert Herzog

Die renovierte Kapelle ist ein Schmuckstück geworden. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer wird das sanierte Gebäude am Sonntag in Fischbach weihen. Foto: tah
Die renovierte Kapelle ist ein Schmuckstück geworden. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer wird das sanierte Gebäude am Sonntag in Fischbach weihen. Foto: tah

Nittenau. Zu einem Pastoralbesuch kommt am Sonntag Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in die Pfarrei Fischbach. Bei dieser Gelegenheit wird der Bischof die nach dem Heiligen Johannes von Nepomuk geweihte Kapelle anlässlich der Renovierung segnen. Ein solcher Termin musste schon zweimal verschoben werden, da wegen Durchfeuchtung die Inneneinrichtung und der Altar mit der Heiligenfigur des Johannes Nepomuk nicht installiert werden konnte.

Die Scheibe wurde einfach eingeworfen. Foto. tah
Die Scheibe wurde einfach eingeworfen. Foto. tah

Die architektonisch dem Barock zuzuordnende Flurkapelle mit Volutengiebel wurde von der Witwe Antonie des 1746 verstorbenen Grafen Josef von Thürheim zum Andenken an ihren Mann errichtet. Sie steht nordöstlich von Fischbach am Ortseingang an der alten Straße nach Nittenau und gilt als selten in ihrer Bauart. Schon lange stand fest, dass die Kapelle, von der Kreisstraße SAD 1 kommend nach Fischbach und den Ort prägend, grundlegend sanierungsbedürftig war. Im Jahre 2013 liefen die Planungen für die Kernsanierung der aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammenden Kapelle an. Aufgrund von Spendenaufrufen durch die Pfarrei gingen u.a. die Feuerwehr, der Frauenbund sowie die Jagdgenossen in Vorleistung, da die Kirchenverwaltung Fischbach trotz öffentlicher Zuschüsse einen Eigenanteil von 60 bis 80 000 Euro zu leisten hatte.

Gottes Mühlen mahlen langsam

Doch Gottes Mühlen mahlen bekannlich langsam. Verantwortliche der Diözese, die Münchener Denkmalschützer und Fachleute der unteren Denkmalbehörde am Landratsamt Schwandorf hatten sich zwar verständigt, noch in 2013 mit der Sanierung mit einem Kostenaufwand von 197550 Euro zu beginnen, aber der Ausführungszeitraum zog sich noch bis zum Jahre 2015 hin.

Ausblähungen an der neu verputzten Innenseite Foto: tah
Ausblähungen an der neu verputzten Innenseite Foto: tah

Die Bausubstanz wurde von Sachverständigen genauestens untersucht und bestimmte das weitere Vorgehen. Bei der Bevölkerung herrschte bald der Eindruck des Stillstands. Doch Durchfeuchtung und Ausblähungen im neu angebrachten Putz lehrten die Sachverständigen und Spezialisten trotz mehrfachen Ausbesserns der schadhaften Stellen anderes.

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer bei einem früheren Besuch in Nittenau anlässlich einer Taufe. Foto: Schöls/MZ-Archiv
Bischof Dr. Rudolf Voderholzer bei einem früheren Besuch in Nittenau anlässlich einer Taufe. Foto: Schöls/MZ-Archiv

Kirchenpfleger wollte Klarheit

Im Rahmen mehrerer Ortstermine wurde von der Fachbauleitung, Kirchenpfleger Gerhard Lang und den Ratsmitgliedern versichert, dass sich die Ausblähungen im Putz trotz mehrfacher Ausbesserung (innen und außen) von selber reduzieren würden und dies auch ganz normal sei. Doch der Geduldsfaden des Kirchenpflegers Gerhard Lang reichte eben auch nicht ins Unendliche, und so drohte er schließlich in Absprache mit der Kirchenverwaltung rechtliche Schritte an. Eine Nachfrage bei Lang ergab, dass sich die Beteiligten demnächst nochmals zum Ortstermin treffen würden, um doch noch zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Dann waren da auch noch gedankenlose Vandalen unterwegs, die nun bereits zum zweiten Mal das Glas im Kapellenfenster zerstörten.

Kirchenpfleger Gerhard Lang sieht sich besorgt die Schäden an. Es wird deshalb noch einen Ortstermin geben. Foto: tah
Kirchenpfleger Gerhard Lang sieht sich besorgt die Schäden an. Es wird deshalb noch einen Ortstermin geben. Foto: tah

Nichtsdestotrotz will man optimistisch nach vorne schauen und sich zumindest auf den Besuch des Bischofs freuen.

Der Festgottesdienst beginnt um 10 Uhr. Treffen aller beteiligten Vereine und Organisationen sowie der Gläubigen zum Kirchenzug ist um 9.30 Uhr am Vereinsheim bei der Grundschule. Anschließend ist Umzug unter Beteiligung aller Vereine, Organisationen und der Bevölkerung zur kirchlichen Segnung der Johannes-Nepomuk-Kapelle.

Die völlig entkernte Kapelle im Sommer 2014. Der Baubeginn zog sich bis 2015 hin. Foto: tah
Die völlig entkernte Kapelle im Sommer 2014. Der Baubeginn zog sich bis 2015 hin. Foto: tah

Im Gasthaus Roidl ist dann ein gemeinsames Essen mit Bischof Dr. Voderholzer geplant. Wer dort zu Mittag essen möchte, soll sich bei Wirtin Paula Roidl anmelden. Um 14 Uhr wird dann noch eine Segensfeier für Kinder sein.

Kaplan Eldivar besichtigt Schäden an der Außenwand der barocken St. Nepomukkapelle. Foto: tah
Kaplan Eldivar besichtigt Schäden an der Außenwand der barocken St. Nepomukkapelle. Foto: tah

Zu diesem außergewöhnlichen Ereignis sind alle Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft Fischbach-Nittenau und alle Interessierten willkommen.

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