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Kultur

Dokumentarfilmtage in neuem Format

Das „Zwickl“-Festival spielt in der Schwandorfer Spitalkirche, thematisiert ein „gemischtes Doppel“ und vergibt einen Preis.
Von Rudolf Hirsch

Sophia Hutzler, Anne Schleicher, Susanne Lehnfeld und Gerlinde Knobloch (von links) werben für die siebten Schwandorfer Dokumentarfilmtage vom 31. Oktober bis 10. November in der Spitalkirche.  Foto: Rudolf Hirsch
Sophia Hutzler, Anne Schleicher, Susanne Lehnfeld und Gerlinde Knobloch (von links) werben für die siebten Schwandorfer Dokumentarfilmtage vom 31. Oktober bis 10. November in der Spitalkirche. Foto: Rudolf Hirsch

Schwandorf.Nach einjähriger Pause sind die Schwandorfer Dokumentarfilmtage „Zwickl“ zurück auf der kulturellen Bühne der Stadt. „Alles wird neu sein“, versprach Anne Schleicher bei der Programmvorstellung im Rathaus. Sie hat das Format 2012 ins Leben gerufen und führt auch bei der siebten Auflage Regie.

Die Veranstalter wechseln den Spielort und schaffen in der Spitalkirche Kinoatmosphäre. Film- und Tontechnik, Leinwand, Verdunkelung – Anne Schleicher hat genaue Vorstellungen von der Ausgestaltung der profanierten Kirche, in der sie vom 31. Oktober bis 10. November über 20 Filme zeigen wird. Zweite Premiere: das „gemischte Doppel“.

Projekte

Zwischen WAA und „Zwickl“-Festival

Anne Madlene Schleicher aus Schwandorf begleitete das „Wackersdorf“-Projekt, machte ein Buch und hat schon wieder neue Pläne.

Anne Schleicher hat acht Leute aus ihrem Bekanntenkreis um Filmvorschläge gebeten und zu jedem einen thematischen Kontrapunkt gesetzt. Ein Beispiel: Der Film „B12 – gestorben wird im nächsten Leben“ spielt in einer Raststätte an der gleichnamigen Bundesstraße. Am Stammtisch philosophieren die Gäste über Liebe, Tod und die „Qualität eines Saukopfs“.

Drei Filme kämpfen um den „Schwandorfer Dokumentarfilmpreis“

Eine völlig andere Welt eröffnet sich dem Zuschauer bei „Schumanns Bargesprächen“. Die Arbeitsplätze der „Doppelpartner“ könnten unterschiedlicher nicht sein, und doch haben sie eines gemeinsam: Für die Gäste sind sie „Seelentröster“. Dritte Neuerung: Drei lokale Filme laufen im Wettbewerb um den „Schwandorfer Dokumentarfilmpreis“, der erstmals vergeben wird.

Tickets für „Zwickl“

  • Vorverkauf:

    Der Kartenvorverkauf beginnt am 1. Oktober im städtischen Tourismusbüro. Zu den Filmtagen erscheint ein Programmheft und ein „Timetable“ mit einer Übersicht.

  • Veranstalter:

    Die Stadt ist offizieller Veranstalter der Dokumentarfilmtage und beteiligt sich an den Kosten mit einem Betrag von 25 000 Euro. Der Rest kommt über Sponsoren- und Eintrittsgelder herein. Eine Kinokarte kostet einen „Zwickl“, also zwei Euro.

Eine Jury ermittelt den Preisträger. Neu im Programm ist auch die Dokumentarfilmschule. Ausgewählte Lehrkräfte aller Schularten analysieren im Rahmen einer Fortbildungsmaßnahme einen Dokumentarfilm nach Intention und szenischer Aufmachung. Die Lehrer sollen ihre Medienkompetenz an die Schüler weitergeben, so das Ziel von Schulamtsdirektorin Renate Vettori.

Kultur

Das „Zwickl“-Festival erfindet sich neu

Die 7. Schwandorfer Dokumentarfilmtage ziehen in die Spitalkirche um. Und zum ersten Mal wird ein eigener Filmpreis vergeben.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Oberpfälzer Künstlerhaus ist neu. Ausländische Künstler drehten während ihres Aufenthaltes zwei Filme, die während der Zwickl-Tage laufen. Die Siebdruckwerkstatt hat Siebdrucke des Festival-Plakats herausgebracht, die es an der Kinokasse zu kaufen gibt. Anne Schleicher denkt auch an die kleinen Zuschauer und nimmt zwei Kinderfilme ins Programm auf.

Charles Schumann kommt zum „Zwickl“

Das Zwickl-Team erwartet wieder Regisseure und Darsteller, die sich den Fragen der Besucher stellen. Sein Kommen zugesagt hat die „Bar-Institution“ Charles Schumann, der aus der Oberpfalz stammt und von hier aus aufbrach, um die Geheimnisse der Barkulturen in aller Welt kennenzulernen. Zu Gast vor der Leinwand ist auch Ingo Fliess, der Produzent des Films „Mein Weg nach Olympia“, in dem es um die Motivation behinderter Menschen für sportliche Höchstleistungen geht.

Kino

Drehort Schwandorf rückt in den Fokus

Nicht nur Til Schweiger stand im Oberpfälzer Seenland vor der Kamera – dank Filmförderung und einigen Branchen-Netzwerken.

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