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Kommune

Dreiseithof bildet Zentrum des Dorfes

Aus dem verfallenen Aiherlhof in Mitterauerbach entstand ein Gemeinschafts- und Feuerwehrhaus. Nun wurde es eingeweiht.
von Helga Probst

Pfarrvikar Pater Binu Kureekattil segnete den renovierten Dreiseithof in Mitterauerbach. Foto: Helga Probst
Pfarrvikar Pater Binu Kureekattil segnete den renovierten Dreiseithof in Mitterauerbach. Foto: Helga Probst

Neunburg v. Wald.Fast sieben Jahre hat es gedauert, bis aus dem fast verfallenen Aiherlhof mitten in Mitterauerbach wieder ein schmuckes Anwesen geworden ist. Am Sonntag wurde das gewaltige Engagement der Dorfgemeinschaft mit der Einweihung des Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrgerätehauses Mitter- und Oberauerbach gekrönt. Viele Ehrengäste würdigten die Renovierung des Dreiseithofes als Zeichen von Aufbruch und Optimismus. Am Samstag und am Sonntag feierten die beiden Ortschaften mit Musik, guter Laune und vielen Besuchern.

In der Filialkirche „Zu unserer lieben Frau“ in Mitterauerbach zelebrierte Pfarrvikar Pater Binu Kureekattil den feierlichen Festgottesdienst. Von da waren es nur ein paar Schritte zum neu gestalteten Dreiseithof, den er im Anschluss segnete und offiziell einweihte. Pater Kureekattil besprengte die Räume mit Weihwasser und die Blaskapelle Auerbachtal begleitete den Gottesdienst und die kirchliche Einweihung mit festlicher Blasmusik.

Zeremonie im Freien

Sieben Jahre lang haben die Einwohner Beeindruckendes geleistet. Es wurden über 15 000 ehrenamtliche Stunden aufgebracht. Laurenz Lorenz hat davon alleine über 4000 Stunden gestemmt. Bürgermeister Birner dankte mit „einheimischer Medizin“. Foto: Probst
Sieben Jahre lang haben die Einwohner Beeindruckendes geleistet. Es wurden über 15 000 ehrenamtliche Stunden aufgebracht. Laurenz Lorenz hat davon alleine über 4000 Stunden gestemmt. Bürgermeister Birner dankte mit „einheimischer Medizin“. Foto: Probst

Die Zeremonie konnte im Freien stattfinden, da Petrus sein schönstes Sommerwetter geschickt hat. Den Festakt eröffnete Bürgermeister Martin Birner. „Wir sind fertig und ihr habt es vollendet“, brachte es Birner auf den Punkt. Die Maßnahme nannte er einen „Meilenstein in der Geschichte des Auerbachtals“. „Viele haben jahrelang mit Ausdauer und Engagement darauf hin gearbeitet und viele Generationen werden künftig davon profitieren“, sagte der Bürgermeister. Zahlreiche Details seien wirklich beeindruckend. Als Beispiel nannte er die von Mathias Lorenz gesammelten historischen Lampen, die dieser selbst um- und eingebaut hat.

Architekt Michael Steidl überreichte symbolisch den Schlüssel für den Aiherlhof an Bürgermeister Birner. Für seine Arbeit erhielt der Architekt großes Lob. Mit fachlicher Kompetenz sei es ihm gelungen, dem denkmalgeschützten Bauwerk neues Leben einzuhauchen. Foto: Probst
Architekt Michael Steidl überreichte symbolisch den Schlüssel für den Aiherlhof an Bürgermeister Birner. Für seine Arbeit erhielt der Architekt großes Lob. Mit fachlicher Kompetenz sei es ihm gelungen, dem denkmalgeschützten Bauwerk neues Leben einzuhauchen. Foto: Probst

Birner zollte besonders dem Stadtrat Anerkennung, der das Vorhaben auf den Weg gebracht habe. Er dankte allen Fördergebern vom Land, Bezirk und Landkreis, den Mitarbeitern vom Amt für ländliche Entwicklung, dem Landesamt für Denkmalpflege, dem Architekt, den Bauunternehmern und den Handwerkern für die erfolgreiche Durchführung. „Alle Generationen, die hier aus- und eingehen, sollen viele schöne Stunden verleben“, wünschte Birner – und dadurch solle das Miteinander im Auerbachtal bereichert und gestärkt werden.

Als Zeichen der Wertschätzung für die Initiative und die vorbildliche Umgestaltung des Dreiseithofs überreichte Baudirektor Werner Bachseitz das erste Exemplar einer Broschüre mit der Dokumentation über die örtliche Dorferneuerung an Bürgermeister Martin Birner. Foto: Probst
Als Zeichen der Wertschätzung für die Initiative und die vorbildliche Umgestaltung des Dreiseithofs überreichte Baudirektor Werner Bachseitz das erste Exemplar einer Broschüre mit der Dokumentation über die örtliche Dorferneuerung an Bürgermeister Martin Birner. Foto: Probst

Die Festrede hielt der ehemalige Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. „Alle Ämter und Ressorts haben hier zielführend zusammengearbeitet“, lobte Brunner. Der ländliche Raum sei dadurch für die Zukunft und die Jugendlichen attraktiv gestaltet worden. „Der Gemeinschaftsgeist ist die Grundvoraussetzung für so ein großes Projekt“, sagte der Landwirtschaftsminister a. D.. Der revitalisierte Dreiseithof habe dem Ort ein neues Gesicht gegeben und es sei ein kleines Zentrum für Treffen und Feiern entstanden. Brunner hob hervor, dass für Birner nicht nur der Hauptort Neunburg wichtig sei, sondern er auch in den Ortsteilen tätig geworden sei.

Antrag für Abbruch lag vor

Am Ende des Festaktes mit Grußworten aller Ehrengäste trug sich Festredner Helmut Brunner, Landwirtschaftsminister a. D., als Erster in das „Goldene Buch“ über den Aiherlhof ein. Den Bildband hat die Familie Schieder liebevoll zusammengestellt. Foto: Probst
Am Ende des Festaktes mit Grußworten aller Ehrengäste trug sich Festredner Helmut Brunner, Landwirtschaftsminister a. D., als Erster in das „Goldene Buch“ über den Aiherlhof ein. Den Bildband hat die Familie Schieder liebevoll zusammengestellt. Foto: Probst

Zusammen mit allen Ehrengästen trug sich Brunner in einen Bilderband über den Aiherlhof ein. Zur Wiederherstellung des ehemals weitgehend verfallenen Hofes, der Wiedererrichtung der verwahrlosten Scheune und zum stattlichen Neubau des Feuerwehrhauses gratulierte auch Baudirektor Werner Bachseitz vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz und sprach seine Anerkennung für das in unzähligen Stunden Geleistete aus. Der Unterstützung seines Amtes, der Stadt Neunburg als Träger, des Landesamtes für Denkmalpflege und der Mithilfe vieler Beteiligter sei es zu verdanken, dass in Mitterauerbach Geschichte lebendig geblieben sei.

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Gebietsreferent Raimund Karl vom Bayerischen Amt für Denkmalpflege erinnerte daran, dass für den Schiederhof ein Abbruchantrag vorlag, dem der damalige Landrat Volker Liedtke aber nicht statt gegeben habe. „So feiern wir heute Einweihung eines Vorbildes in vielerlei Hinsicht. Der Schiederhof ist auch ein Lernort geworden“, erklärte Karl. Mitterauerbach sei eine schöne Baustelle gewesen, weil „alle an einem Strang gezogen haben“.

Das Dorf schenkte Birner zum Dank ein T-Shirt vom Hof. Foto: Probst
Das Dorf schenkte Birner zum Dank ein T-Shirt vom Hof. Foto: Probst

Glückwünsche übermittelte auch der stellvertretende Landrat Joachim Hanisch. Architekt Michael Steidl erinnerte an den erfolgreichen Verlauf der Baumaßnahme und Georg Rieger bedankte sich im Namen der Dorfgemeinschaft bei Birner mit einem T-Shirt vom Aiherlhof für die immerwährende Unterstützung. „Martin du warst immer unser Rettungsanker“, sagte Rieger. (ghp)

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