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Natur

Eichenprozessionsspinner in Schlag

Bei Pottenstetten wurde ein Eichenprozessionsspinner gesichtet. Die Brennhaare der Raupe können Raupendermatitis auslösen.

Ein Nest mit Eichen-ProzessionsspinnernSymbolfoto: Bodo Marks/dpa
Ein Nest mit Eichen-ProzessionsspinnernSymbolfoto: Bodo Marks/dpa

Burglengenfeld.Die Stadtverwaltung Burglengenfeld hat das Auftreten des Eichenprozessionsspinners im Ortsteil Schlag (Pottenstetten) bestätigt. „Die Raupenhaare des Eichenprozessionsspinners stellen eine akute gesundheitliche Gefährdung für Menschen dar“, heißt es auf der Internetseite der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. Am kommenden Montag (28. Mai 2018) sollen die Raupen an der Eiche in Schlag von einem fachkundigen Mitarbeiter des Bauhofes entfernt werden.

Raupen des Eichenprozessionsspinners Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa
Raupen des Eichenprozessionsspinners Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Am Donnerstagabend hatte eine aufmerksame Bürgerin auf Facebook ein Foto der Raupen des Eichenprozessionsspinners gepostet. „Wir sind diesem Hinweis am Freitag umgehend nachgegangen“, sagt Pressesprecher Michael Hitzek. Er habe Kontakt aufgenommen mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Kreisgartenamt am Landratsamt Schwandorf. Ordnungsamtsleiter Wolfgang Weiß, Bauhof-Leiter Jürgen Stegerer und Bauhof-Mitarbeiter Franz Süß, zertifizierter Baumkontrolleur, fuhren danach nach Schlag, um die Raupen unter die Lupe zu nehmen, so die Pressemitteilung der Stadt Burglengenfeld. Demnach handelt es sich bei den gemeldeten Raupen tatsächlich um die Raupen des Eichenprozessionsspinners.

Die Stadtverwaltung warnt daher außer den Anwohnern auch Spaziergänger und Waldarbeiter davor, am Wochenende den Wald bei Schlag zu betreten. Die vom Eichenprozessionsspinner befallene Eiche steht direkt am Waldrand beim Anwesen Schlag 19.

Allergische Reaktionen zu befürchten

Nach Kontakt mit den Raupenhaaren könne „die allergische Reaktion des Immunsystems individuell sehr unterschiedlich ausfallen“, so die Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. Zu den Symptomen gehören nach deren Angaben lokale Hautausschläge (Raupendermatitis), die sich in punktuellen Hautrötungen, leichten Schwellungen, starkem Juckreiz und Brennen äußern. Häufig bilden sich laut Landesanstalt Quaddeln am ganzen Körper. Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Haare können zu Bronchitis, schmerzhaftem Husten und Asthma führen. Begleitend treten Allgemeinsymptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung auf. In Einzelfällen neigen überempfindliche Personen zu allergischen Schockreaktionen, heißt es weiter.

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