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Ein Abschied aus dem Rat ohne Handschlag

Dankesworte für verdiente Stadtratsmitglieder und den Bürgermeister standen im Mittelpunkt der letzten Sitzung in Nittenau.
Von Cornelia Lautner

In der letzten Sitzung verabschiedete der Nittenauer Stadtrat um Noch-Bürgermeister Karl Bley (Mitte) acht seiner Mitglieder. Foto: Albert Meierhofer
In der letzten Sitzung verabschiedete der Nittenauer Stadtrat um Noch-Bürgermeister Karl Bley (Mitte) acht seiner Mitglieder. Foto: Albert Meierhofer

Nittenau.Kein Handschlag, keine persönliche Geschenkübergabe, aber viele lobende Worte: Die letzte Sitzung des Nittenauer Stadtrats am Dienstagabend, die wegen des Coronavirus in der Regentalhalle stattfand, lief anders ab als gewohnt. Trotzdem wurden die acht scheidenden Mitglieder des Gremiums nicht weniger herzlich verabschiedet, als das in vergangenen Jahren der Fall war.

Noch-Bürgermeister Karl Bley (SPD) berichtete über den politischen Werdegang der einzelnen Persönlichkeiten und hatte unter anderem Glasstelen und Urkunden für sie dabei. Zudem gab Bley einen Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre und erinnerte an Highlights aus dem Stadtgeschehen sowie größere Investitionen.

Die Geschenke und Urkunden für die acht scheidenden Stadtratsmitglieder lagen auf einem Tisch bereit. Eine persönlich Übergabe konnte coronabedingt diesmal nicht stattfinden. Foto: Albert Meierhofer
Die Geschenke und Urkunden für die acht scheidenden Stadtratsmitglieder lagen auf einem Tisch bereit. Eine persönlich Übergabe konnte coronabedingt diesmal nicht stattfinden. Foto: Albert Meierhofer

Auch dem scheidenden Bürgermeister selbst wurde durch 2. Bürgermeister Albert Meierhofer für 30 Jahre kommunalpolitische Arbeit in Nittenau gedankt – ab 1990 zunächst als Stadtratsmitglied, dann als 3. Bürgermeister und seit 2002 als Bürgermeister. Meierhofer kündigte an, dass „natürlich noch eine gebührende Verabschiedung“ Karl Bleys in der ersten oder zweiten Mai-Sitzung geplant sei. Die konstituierende Sitzung des neuen Nittenauer Stadtrats findet am 12. Mai statt.

Dank an die Vorzimmerperle

Karl Bley dankte dem gesamten Gremium, den Mitarbeitern der Stadt sowie ausdrücklich Renate Koller aus seinem Vorzimmer, die ihm immer zuverlässig Kaffee gebracht habe, wenn der Arbeitstag mal wieder etwas länger gedauert habe.

Kommunalpolitik

Stadtrat ist neu durchgemischt

Gleich acht Stadträte scheiden in Nittenau nun aus. Sie blicken auf eine spannende Zeit in diesem Gremium zurück.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschloss der Stadtrat am Dienstag eine coronabedingte Satzungsänderung für das Freizeit- und Erholungsbad, wonach Menschen mit ansteckenden Krankheiten das Bad nicht benutzen dürften. Eine ähnliche, bereits vorhandene Satzung dazu wurde laut Meierhofer nach den Vorgaben des Innenministeriums der aktuellen Situation angepasst. „Das Ganze geht natürlich nur auf freiwilliger Basis“, weiß Meierhofer. Sollte der Bademeister jedoch auffällige Symptome bei einem Badegast bemerken, könne er ihn des Bades verweisen.

Nittenauer Rathaus öffnet am 11. Mai

Des Weiteren entschied das Gremium, dass für die Angestellten und Beamten im Rathaus bis Ende des Jahres eine Beobachtungsphase laufen soll, inwieweit auch über die Coronakrise hinaus die Arbeit im Homeoffice möglich sei. „Momentan wird das angenommen, aber es findet auch kein Publikumsverkehr statt – wenn das Rathaus wieder geöffnet ist, wird das nicht mehr in allen Bereichen möglich sein“, sagt Meierhofer. Nach jetzigem Stand soll das Rathaus am 11. Mai wieder öffnen. Bis dahin können weiterhin für wichtige Angelegenheiten wie Sterbefälle oder Ausweise Termine vereinbart werden.

Zukunft am Anger

  • Bestand:

    Mit dem einstimmig gefassten Beschluss zum Abriss am Anger 1 und 3 verbleiben nur noch zwei Gebäude: Haus Nummer 11, in dem sich noch Mieter befinden, sowie die Leitlhalle. Diese wird laut Meierhofer derzeit als Lagerstätte für den Brückenneubau genutzt.

  • Pläne:

    „Solange dies der Fall ist, bleiben die Gebäude stehen“, sagt Meierhofer. Grundsätzlich sei jedoch beabsichtigt, auch die letzten alten Häuser zeitnah abzureißen.

Weiterer Tagesordnungspunkt war der Abriss der Anwesen am Anger 1 und 3 in Nittenau. Obwohl längst feststeht, dass das Bürogebäude der ehemaligen Konservenfabrik und der im Volksmund „Kirschengebäude“ genannte Bau abgerissen werden sollen, gab es laut 2. Bürgermeister noch nie einen offiziellen Beschluss dazu. Diesen fordere jedoch die Regierung der Oberpfalz, damit entsprechende Fördergelder abgerufen werden können. Einen Zeitplan zum Abriss gibt es bislang nicht.

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