mz_logo

Region Schwandorf
Freitag, 21. September 2018 25° 3

Lokalpolitik

„Ein Anbau ist erforderlich“

Der Maxhütter Stadtrat zeigt in Sachen Rathaus Geschlossenheit. SPD-Fraktionschef Viertlmeister fordert Tempo.
Von Norbert Wanner

Was sich in nicht-öffentlichen Sitzungen schon abgezeichnet hatte, bestätigte sich nun: Die Pläne des Architekturbüros Koller für die Erweiterung des Maxhütter Rathauses bleiben der Favorit. Diese Ansicht veranschaulicht, wie der öffentliche Innenhof aussehen könnte.
Was sich in nicht-öffentlichen Sitzungen schon abgezeichnet hatte, bestätigte sich nun: Die Pläne des Architekturbüros Koller für die Erweiterung des Maxhütter Rathauses bleiben der Favorit. Diese Ansicht veranschaulicht, wie der öffentliche Innenhof aussehen könnte.

Maxhütte-Haidhof.Zum Ende der Jahresabschlusssitzung des Stadtrats gingen im Sitzungssaal die sprichwörtlichen Lichter aus. Der Grund waren keine harten politischen Kämpfe. Vielmehr war es die Premiere des ersten „Weihnachtstrailers“, ein knapp zweiminütiger Film, der Lust auf den traditionellen Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus machen soll, verantwortet von Anita Alt, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit.

Auf den Film reagierten die Mitglieder des Gremiums wieso oft in diesem Jahr: einhellig. Von allen Plätzen gab es Applaus und auch einige spontane Lobesworte. Insofern passten die friedlichen Bilder, unterlegt mit der englischen Version von „O Tannenbaum“, gut zu diesem Jahr, in dem das Gremium immer wieder Kompromisse für gemeinsame Arbeit gefunden hatte.

Wer soll das bezahlen?

Exemplarisch zeigte das der Tagesordnungspunkt „Erweiterung des Rathauses; Beschluss zur weiteren Vorgehensweise“, mit dem das Vorhaben einmütig ins Rollen gebracht wurde, auf Basis eines Vorschlages von CSU-Sprecher Josef Stadlbauer, der den vorliegenden Verwaltungsvorschlag etwas ergänzte.

Ein Projekt, das in seinen Dimensionen, auch finanzieller Art, durchaus Konfliktpotenzial in sich berge. Aber die Stimmungslage war so entspannt, dass SPD-Fraktionssprecher Horst Viertlmeister bei seiner Wortmeldung in Richtung seines CSU-Gegenübers Stadlbauer feststellte: „Das ist fast genauso wie die Gedanken unserer Fraktion.“ Da passte es auch ins Bild, dass der SPD-Sprecher auf den ungeschriebenen Grundsatz verzichtete, dass die erste Wortmeldung immer vonseiten der zahlenmäßig stärksten SPD/SBM-Fraktion komme.

So trug zunächst Stadlbauer die Stellungnahme der CSU vor, deren Kern war: „Ein Anbau ist erforderlich.“ Weiter plädierte er dafür, weitere Planungen, basierend auf den Vorschlägen des Büros Koller, Burglengenfeld, fußen zu lassen. Vor weiteren genauen Vorgaben dafür sei freilich ein genauer Raumbedarfsplan zu erarbeiten, der neben der Frage zusätzlich notwendigen Büroraums auch klären müsse, ob für mögliche Stadtwerke (wir berichteten) Bedarf bestehe.

Da das Ganze viel Geld kosten wird, sprach sich die CSU dafür aus, zunächst nur den Umbau des bestehenden Rathauses in Angriff zu nehmen. Praktisch heißt das, dass der jetzige Sitzungssaal zur Gewinnung zusätzlicher Flächen aufgegeben wird. Die Lösung von Stadlbauer dafür: Sitzungen bis zu einer möglichen Anbaulösung mit neuem Saal bis auf weiteres im Mehrzweckraum der Stadthalle.

„Nicht auf lange Bank schieben“

Das alles unterstrich Viertlmeister mit seinen Worten. In einem persönlichen Statement forderte er abschließend eine rasche Umsetzung. Da, wo akuter Bedarf bestehe, „will ich das nicht auf die lange Bank schieben“. Zustimmung gab es auch von UWM-Fraktionssprecher Rudolf Seidl: „Es ist alles richtig gesagt“, und seitens der Freien Wähler schloss man sich den Wortmeldungen an.

Die Einmütigkeit blieb auch bei den Beschlüssen zur Ausschreibung weiterer Projekte unter der Überschrift „Sanierungspakt Kanal und Wasser 2018“ bestehen. Dabei wurde beschlossen, jeweils die Wasser- und Abwasserleitungen zu erneuern, samt Verlegung von Breitbandleerrohren für die „Richterskellerstraße/Am Neuhäusl (Kosten rund eine Millionen Euro brutto)“, die „Ludwig-Thoma-Straße (380 998 Euro)“ und der „Hubertusstraße 432 933 Euro)“.

Noch für das aktuelle Jahr erfolgten die Beschlüsse zur Vergabe der Kanalsanierung per Inliner für die Regensburger Straße (173643 Euro, Firma Kuchler, München) und Hauptstraße sowie Kürnbergerstraße in Pirkensee (118 500 Euro, Firma Aarsleff, Hallbergermoos).

Hier lesen Sie weitere Nachrichten aus Maxhütte-Haidhof

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht