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Region Schwandorf
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Jubiläum

Ein Fest für die Marienkirche

Im Jahr 1958 weihte Weihbischof Josef Hiltl das Gotteshaus in Blechhammer ein. Am 1. Juli erinnert die Pfarrei daran.
Von Albert Gleixner

Die Marienkirche in Blechhammer heute: Vor 60 Jahren wurde das Gotteshaus feierlich eingeweiht. Foto: Gleixner
Die Marienkirche in Blechhammer heute: Vor 60 Jahren wurde das Gotteshaus feierlich eingeweiht. Foto: Gleixner

Bodenwöhr. Die Marienkirche in Blechhammer wurde vor 60 Jahren feierlich eingeweiht. Mit einem Festgottesdienst am Sonntag, 1. Juli, um 9.30 Uhr wird an dieses Ereignis erinnert. Pfarrer Johann Trescher wird den Festgottesdienst zelebrieren, den der Kirchenchor gesanglich umrahmt.

Nach der Messfeier ist als weltlicher Teil ein Frühschoppen mit gemütlichen Beisammensein im Umgriff der Marienkirche geplant. Das Jubiläum wurde in diesem Jahr um zwei Monate verschoben, da der Jubiläumstag 31. Mai mit dem Fronleichnamsfest zusammenfiel.

Als großer Baumeister in der doch relativ jungen Geschichte der Pfarrei Bodenwöhr hat sich Pfarrer Isidor Haustein „verewigt“. Unter seiner Pfarrerzeit ist nach dem Krieg in den Jahren 1948 bis 1950 nicht nur die Pfarrkirche St. Barbara erbaut worden, sondern auch 1957/58 auch die Marienkirche in Blechhammer. Der Ortsteil Blechhammer war durch den Zustrom von Heimatvertriebenen aus dem Sudetenland nach dem Krieg schnell gewachsen. Die Taucherkapelle war zu klein geworden um die vielen Gläubigen bei den Gottesdiensten aufzunehmen. Darum wurde Anfang der 50er Jahre an einen Neubau einer Kirche gedacht, der dann an der Forststraße auch verwirklicht wurde.

Den Altar in die Mitte gerückt

Architekt Beckers aus Regensburg, der auch die Bauleitung der Pfarrkirche innehatte, hat das Konzept vom basikalen zum mehr zentrierten Kirchenraum weiterentwickelt und rückte den Altar mehr in die Mitte. Die Grundsteinlegung war am Sonntag, 8. September 1957, dem Fest Mariä Geburt.

Die Arbeiter der Baufirma Ellert und der Zimmerei Hasl arbeiteten fleißig, so dass die feierliche Konsekration am 31. Mai 1958, dem Fest Maria Königin, durch Weihbischof Josef Hiltl mit seinem damals jungen Sekretär Karl Flügel, erfolgen konnte. Das große Altarbild schaffte Erich Schickling aus Ottobeuren und weist auf die Verheißung und Hoffnung der lebensspendenden Fülle der Erlösung in Jesus Christus. Im Laufe der Jahre mussten auch an der Marienkirche Renovierungs- und Erhaltungsarbeiten ausgeführt werden. 1969 wurde der Zugang gepflastert und die Außenanlagen gestaltet. 1974 der Altarraum nach den Richtlinien der Liturgiereform umgestaltet. 1980 wurde der Turm mit Holz eingekleidet. 1988 erfolgte eine große Baumaßnahme. Das Eternitdach wurde ausgewechselt und alles mit Kupferblech abgedeckt und auch der Turm musste generalsaniert werden, da der Statiker Mängel ausgemacht hatte.

In der Marienkirche wird in der heutigen Zeit jedes Wochenende sowie dienstags um 8.30 Uhr Gottesdienst gefeiert. Weiter treffen sich die Gläubigen regelmäßig zu Rosenkranz und Maiandachten. Der große Andrang der Gläubigen, die damals den Bau der Marienkirche begründeten, ist kleiner geworden, denn auch dieser Zeitgeist ist an der Pfarrei Bodenwöhr nicht spurlos vorüber gegangen. Trotzdem haben sich die „Blechhammerer“ aufgemacht, an die Konsekration mit einem kleinen Fest zu erinnern.

Erlös fließt in die Renovierung

Nach der geistigen Erbauung können sich die Gottesdienstbesucher nach der Messe zum Frühschoppen bei der Marienkirche zusammensitzen. Der Erlös aus dem kleinen Jubiläumsfest wird für anstehende Renovierungsarbeiten der Marienkirche, die vermutlich erst 2020 erfolgen, verwendet.

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