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Bildung

Ein Feuerwerk der Kreativität

Musik, Theater, Jonglage – an der Hans-Scholl-Schule in Burglengenfeld geht es nicht nur um Pflichtunterricht.
Von Stefan Barte

Die Kinder der Arbeitsgruppe „Jonglienos“ präsentierten eine wundervolle Lichtshow, bei der verschiedene neonfarbene Requisiten, teilweise mit eigenem LED-Licht zum Einsatz kamen und so zu tollen farblichen Effekten führten. Foto: Barte
Die Kinder der Arbeitsgruppe „Jonglienos“ präsentierten eine wundervolle Lichtshow, bei der verschiedene neonfarbene Requisiten, teilweise mit eigenem LED-Licht zum Einsatz kamen und so zu tollen farblichen Effekten führten. Foto: Barte

Burglengenfeld. Das Motto der „Kreativen Arbeitsgemeinschaften“ der Hans-Scholl-Grundschule lautet: „Try Everything – probiere alles aus.“ Die dabei entstandenen Ergebnisse dieser künstlerisch-musikalischen Arbeitsgruppen waren heuer so umfangreich, dass sogar zwei Abende benötigt wurden, um alle Vorführungen präsentieren zu können. Die 73 Kinder, alle im Alter zwischen 8 bis 10 Jahren, waren überwiegend aus den dritten und vierten Klassen und übten für ihre Auftritte seit vielen Monaten.

Konrektorin Andrea Fritsch kündigte ein abwechslungsreiches, tolles und auch fetziges Programm, das sich vielfältig und hochwertig präsentieren werde, an – und versprach damit nicht zu viel. In der restlos überfüllten Aula wurden die Zuschauer zunächst durch die Arbeitsgemeinschaften AG Rhythmus und AG Chor unter Leitung von Manuela Patermann und Evelin Mahjour durch die Bremer Stadtmusikanten auf dem Weg nach Bremen in einem „Mini-Musical“ entführt und in die Märchenwelt verzaubert. Hier ließen sich trotz der jungen Jahre bereits deutliche Schauspieltalente unter den Schülern entdecken.

Nach einer Verschnaufpause, in der der Elternbeirat für eine kleine Stärkung sorgte, folgte die Arbeitsgruppe der Jonglienos unter Leitung von Stefan Rittger. Absichtlich seicht und reichlich unspektakulär begann die Inszenierung mit dem Schwenken bunter Tücher, bevor der zuvor durch die Kinder inthronisierte Theaterkönig Hans Doblinger von seinem Direktionsrecht Gebrauch machte und die Showeinlage als „zu langweilig“ und zur Freude aller Gäste aus der Aula verbannte.

Von da an war es mit der Ruhe vorbei. Unter Schwarzlicht und mit neonfarbenen Jongliergeräten aller Art kam der versprochene fetzige Teil der 1. Abendveranstaltung. Zum Song „Free Tibet“ wurde gewirbelt, was das Zeug hielt, wobei die glänzenden Augen der Kinder ihr Übriges taten. Die Zuschauer erlebten eine „Leuchtjonglage“ in der ganzen Pracht des Farbspektrums.

Die zweite Abendveranstaltung war geprägt vom Theaterspiel. Die Theater-AG der Grundschule, geleitet durch Hans Doblinger, präsentierte den Eltern „Die kleine Hexe“. Hier zeigten die Schüler beeindruckende schauspielerische Leistungen und Fähigkeiten. Es wurde ebenfalls mit viel Schwarzlicht, Neoneffekten und aufwendigen Kostümen gearbeitet, so dass das Märchen durch feine Details zu einem echten Erlebnis wurde.

Doblinger dankte daher auch all seinen Unterstützern und den Eltern, die in der Vorbereitung geholfen hatten. Rektorin Ingrid Donaubauer hatte die Aufgabe, Doblinger anlässlich seiner letzten Theateraufführung für sein Lebenswerk „Schulspiel“ Dank zu sagen. Dies tat sie im Namen des gesamten Kollegiums, indem sie den künftigen Ruheständler mit dem „Goldenen Hansi 2018“ würdigte und der Lehrerchor ein selbst gedichtetes Lied zur Melodie „I Did It My Way“ zum Besten gab. Der Abend endete damit sehr emotional für Doblinger – und das gesamte Publikum.

Grundschüler glänzen mit ihrer Kreativität

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