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Musik

Ein groovendes Glaubensbekenntnis

Der große Chor Heavenbound spielt seit 24 Jahren Gospelsongs. Nun gab er erneut ein großes Konzert.
Dorothea Seitz-Dobler

Thomas Huber dirigierte den Gospelchor Heavenbound beim Auftritt in der evangelischen Erlöserkirche. Foto: sev
Thomas Huber dirigierte den Gospelchor Heavenbound beim Auftritt in der evangelischen Erlöserkirche. Foto: sev

Schwandorf.Gospelsongs in der Kirche: Das ist nicht nur flotte Musik und Mitsingen, sondern auch ein Glaubensbekenntnis. So hält es jedenfalls der große Chor Heavenbound – und das seit 24 Jahren.

Wohin der musikalische Zug rollt, zeigte sich am Samstag in der evangelischen Erlöserkirche recht schnell – in Richtung „Gospel pur“. So hatte Chorleiter Thomas Huber den Abend überschrieben, denn nach vielen Projekten mit anderen Chören in den vergangenen beiden Jahren entstand bei Heavenbound der Wunsch, wieder ein Konzert alleine zu bestreiten. So hatten Huber und seine Mitstreiter ein abwechslungsreiches Programm aus fast zweieinhalb Jahrzehnten Chorgeschichte zusammengestellt: von stimmungsvoll-ruhig bis schwungvoll-groovend. Das Repertoire, aus dem der Chor nach so langer Zeit schöpfen kann, ist riesig, es umfasst 286 Lieder.

Schwarz-rot sind die Farben von Heavenbound, in diesen Farben gewandet zogen die fast 40 Sängerinnen und Sänger Intro in die übervolle Erlöserkirche ein. Gut 300 Zuhörer waren gekommen, bei dem diesmal durch eine professionelle Lichtregie die Bühne in warme Farben getaucht wurde.

Dass es in den Liedern ausschließlich um Gott gehen würde, machten die Chorsänger Dr. Matthias Hofmann und Jürgen Weich deutlich, die in die Songs einführten und die englischen Texte vorab übersetzten. Die Zuhörer klatschten und sangen viele der Stücke mit. Es entwickelte sich eine ungeheure Dynamik, wenn der Chor gesanglich aufdrehte und der Funke auf die Konzertbesucher übersprang.

Bei anderen Liedern wurde es wiederum ganz still, denn sie erzählten in inniger Ergriffenheit, vom Behütetsein des verlorenen Menschen in den Händen des himmlischen Vaters, etwa bei „My Father“, das Heinz Ploss solistisch begann, bevor der Chor leise einsetzte. Die meisten Lieder begleitete Thomas Huber auf dem E-Piano, andere wurden a cappella dargeboten, etwa das beeindruckende „Down to the river to pray“, das ganz neu ist im Repertoire. Als Gesangs-Solisten taten sich neben Heinz Ploss Jasmina Jobst, Sonja Lehnfeld, Karl Bullemer, Susanne Huber, Roland Willecke sowie der Chorleiter Thomas Huber hervor. (sev)

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