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Region Schwandorf
Freitag, 20. Juli 2018 28° 2

Zukunft

Ein Ideenwerk für Schwarzenfeld

Entwurf für das Städtebauliche Entwicklungskonzept wird mit Bürgern diskutiert. Leitsatz: „Schwarzenfeld im Mittelpunkt“

Das ehemalige Brauereigelände könnte eine zentrale Rolle in der städtebaulichen Entwicklung von Schwarzenfeld spielen. Foto: smx
Das ehemalige Brauereigelände könnte eine zentrale Rolle in der städtebaulichen Entwicklung von Schwarzenfeld spielen. Foto: smx

Schwarzenfeld.Nach einem Jahr harter Vorarbeit wurde nun der Entwurf für das Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) von den Machern der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Die Umsetzung wird laut Bürgermeister Manfred Rodde bis 2030 dauern.

Rodde betonte bei der ISEK-Abschlussveranstaltung im Restaurant Miesberg vor zahlreichen interessierten Bürgern, dass das Ergebnis noch nicht beschlossene Sache sei, aber durchaus Handlungsanleitung für die Entscheidungen im Marktrat sei. Bürgermeister Rodde dankte allen engagierten Bürgern fürs Mitmachen: 2017 habe es zahlreiche Treffen wegen ISEK gegeben, sagte er, und verwies auf die Bürgerwerkstatt, Lenkungsgruppentreffen oder die ISEK-Sondersitzung im Marktrat.

60 Projekte erarbeitet

Rund 100 kluge Köpfe haben sich im Vorjahr Gedanken zur Weiterentwicklung der Marktgemeinde gemacht und dabei fast 60 zukunftsweisende Projekte und Aktivitäten erarbeitet. Mit dem Abschluss wolle der Marktrat aber kein fertiges Konzept vorlegen, sondern vielmehr die Möglichkeit eröffnen, dass sich nun jeder Bewohner einbringen und seine Lieblingsprojekte auswählen könne.

Städteplaner Jens Gerhardt Foto: smx
Städteplaner Jens Gerhardt Foto: smx

Stadtplaner Jens Gerhardt hob den Leitsatz hervor, der Philosophie für das ISEK-Verfahren sein soll: „Schwarzenfeld im Mittelpunkt“. Den ISEK-Entwurf werte er als Ideenwerk, das in unterschiedliche Teilbereiche aufgegliedert wurde. Als Handlungsfelder führte der Stadtstratege die Bereiche „Wohnoase Schwarzenfeld“, Schwarzenfelder Tatkraft, lebendiges und attraktives Zentrum und „unsere Heimat Schwarzenfeld“ an. Schlüsselprojekt-Thema im Bereich des Wohnens soll „Haus statt Lücke“ sein. Dazu brauche es Leitprojekte wie „Bauplatz Plus“, „Zukunft Miete“ und ein kommunales Förderprogramm zur Nutzung von Altimmobilien.

Baumpatenschaft

  • Städteplaner Jens Gerhardt

    informierte bei der Vorstellung des Entwurf für das Städtebauliche Entwicklungskonzept die Anwesenden über ein geplantes Baumpatenschaftsprogramm: Wer mit 250 Euro einen neuen Baum finanziere, soll ein „Baumpatenschaftszertifikat“ des Marktes Schwarzenfeld erhalten.

  • Zum Auftakt dieser Aktion

    wurden bei der Abschlussveranstaltung Lose verkauft. Der Hauptgewinn war dann die Patenschaft für „Baum Nummer 1“. (smx)

Schlüsselprojekt für das Handlungsfeld „Schwarzenfelder Tatkraft“ sei ein Stadt- und Standortmarketing: Es stehe für Unternehmensförderung, wobei Klein- und mittelständische Betriebe im Fokus stehen sollen, eine „Start-up-Förderung“, den Ausbau der Breitbandversorgung und soziales Engagement. Zur Schaffung eines lebendigen und attraktiven Zentrums habe man die Bereiche Brauereigelände und Top-Kauf-Laden sowie einen Bürgerbahnhof zu Schlüsselprojekten auserkoren.

Dabei strebe man ein Einzelhandelsbündnis und eine grüne Marktmitte an. Unter dem vierten Handlungsfeld „Heimat Schwarzenfeld“ stehen die Bereiche Jugend(t)räume, aktive Senioren, Hochwasserschutz, eine zukunftssichere Trinkwasserversorgung, Wege in die Natur, Bildung mit Zukunft und „Kultur dahoam“.

„Paten“ für alle Handlungsfelder

Gerhardt informierte, dass es für jedes Handlungsfeld „Paten“ gebe, die den Bürgern mit Rat und Tat zur Seite stehen. So stehen für den Bereich „Wohnen“ er selbst und zweiter Bürgermeister Peter Neumeier bereit, für den Tourismus und soziales Engagement Thomas Krapf (VG) und Markträtin Inge Bauer-Joswig, für ein lebendiges Zentrum 3. Bürgermeister Gerhard Peter und Architekt Markus Rösch (Amberg) sowie für den „Heimatgedanken“ wieder Jens Gerhardt.

An zahlreichen Plakatwänden haben die Macher der ISEK-Planungen ihre Vorstellungen zu Papier gebracht. Die Besucher der Abschlussveranstaltung konnten sich damit ein Bild von den Plänen machen und ihre Anregungen gegenüber den „Paten“ mit auf den Weg geben. Oftmals angesprochen wurden dabei die Bereiche Miesbergallee und das Bahnhofsgelände. (smx)

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