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Regie

Ein Krimi aus dem Stodl in Klardorf

Der zweite Kurzfilm der Schwandorferin Julia Schnorrer mit dem Titel „The Hacker“ feierte im Lichtwerk-Kino Premiere.
Von Ingrid Hirsch

Julia Schnorrer, Alexis Schmid und Ethan Taylor (von links) freuten sich über den Premierenerfolg ihres Films „The Hacker“. Foto: xih
Julia Schnorrer, Alexis Schmid und Ethan Taylor (von links) freuten sich über den Premierenerfolg ihres Films „The Hacker“. Foto: xih

Schwandorf.An einem Tisch in einer alten Scheune sitzt der 17-jährige Hacker Colin der Regierungsbeauftragten Mrs. Marlowe gegenüber, die sein Leben ruinieren oder ihm eine zweite Chance gewähren kann. Der Kurzfilm von Julia Schnorrer lässt den Zuschauer die Verschwörungen und Machenschaften, die dahinter stecken, nur erahnen. Vier Tage hat die Regisseurin und Produzentin in einem Stodl ihres Heimatortes Klardorf gedreht und das Ergebnis am Donnerstag im Lichtwerk-Kino präsentiert.

„The Hacker“ ist nach „Acceptance/Akzeptanz“ der zweite Film von Schnorrer, die mittlerweile den Bachelor-Abschluss in Filmwissenschaften in der Tasche hat. An der Produktion des achtminütigen Krimis wirkten 20 Personen aus Deutschland, Großbritannien, Österreich und Mexiko mit. Finanziert wurde das Projekt aus privaten Mitteln und Crowdfunding. Zur Premiere kamen am Donnerstag auch Hauptdarsteller Ethan Taylor, der Komponist der Filmmusik, Hartwig Ross, und die Mitarbeiterin Alexis Schmid ins Lichtwerk-Kino. Unter dem Motto „The Hacker goes to school“ gingen Julia Schnorrer und Ethan Taylor auch ins Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium und zeigten den englischsprachigen Film mit deutschen Untertiteln im dortigen Englisch-Unterricht.

Das Drehbuch des Kurzfilms basiert auf Julias Bondlock Fanfiction „Loyal in Adversity“. Fanfiction bezeichnet von Fans geschriebene Prosa, die online mit anderen Fans geteilt wird. „Loyal in Adversity“ ist ein Crossover zwischen den fiktionalen Welten von BBC’s Sherlock und dem James-Bond-Universum von Daniel Craig. Der Fandom-Aspekt durchzieht jede Phase der Produktion von „The Hacker“. Viele Teammitglieder seien selbst in diversen Fandoms aktiv, erklärt Julia Schnorrer. Das Gefühl der Gemeinschaft, der „fandom spirit“, und die Leidenschaft des Filmens habe die Realisation dieser Low-Budget-Produktion ermöglicht.

Die Autorin und Filmemacherin kehrte für „The Hacker“ zu ihren Wurzeln zurück. Die als „Jay“ oder „JayEz“ im Online-Fandom bekannte Klardorferin fand über das Theater den Weg zum Film. Sie leitete den Drama-Workshop am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium und sammelte Erfahrung als Regieassistentin am Landestheater Oberpfalz in Leuchtenberg sowie bei den Hussenkrieg-Festspielen in Neunburg vorm Wald. Bevor sie nach Berlin ging, um dort Filmwissenschaften sowie Sozial- und Kulturanthropologie zu studieren, war Julia Schnorrer auch freie Mitarbeiterin der Schwandorfer MZ-Lokalredaktion.

Ein Interview mit Julia Schorrer lesen Sie hier.

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