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Soziales

Ein Langfinger trübt die Sammelaktion

Das BRK entsorgte in Nittenau 320 Christbäume. Der Erlös wurde durch Diebstahl geschmälert. Einige Spender zahlten doppelt.

Kevin Teutsch (links) und Sebastian Roth sind zwei der Helfer, die die Sammelaktion ermöglichten. Die Bäume wurden gehäckselt und dienen nun als Brennstoff. Foto: Schillinger
Kevin Teutsch (links) und Sebastian Roth sind zwei der Helfer, die die Sammelaktion ermöglichten. Die Bäume wurden gehäckselt und dienen nun als Brennstoff. Foto: Schillinger

Nittenau. Am Samstag ging die vom Nittenauer Roten Kreuz bereits zur Tradition gewordene Christbaumsammelaktion über die Bühne. Hierbei konnten die freiwilligen Helfer des BRK einen neuen Sammelrekord verbuchen. 320 Nittenauer Haushalte wurden von ihrem grünen Weihnachtsüberbleibsel „befreit“. Niemals zuvor wurden mehr Bäume eingesammelt, freut sich BRK-Bereitschaftsleiter Wilhelm Klein.

Mindestens 80 Euro fehlten

Doch es gibt einen Wermutstropfen: Leider wurde der Erlös, erstmals nach über 30 Jahren Sammelerfahrung, geschmälert, da viele Haushalte das Geld für die Entsorgung am Baum deponiert hatten und dieses Geld gestohlen wurde. Mindestens 80 Euro Schaden sind dadurch nach einer Schätzung Kleins entstanden.

Der Diebstahl wurde bereits zur Anzeige gebracht. Die Polizei Burglengenfeld konnte dazu am Sonntag aber noch keine näheren Angaben machen. Hinweise auf einen Tatverdächtigen gebe es keine, so ein diensthabender Beamter.

Das Rote Kreuz setzte insgesamt sechs Helfer und zwei Sammelfahrzeuge ein, berichtet Bereitschaftsleiter Klein. Die Fahrzeuge wurden kostenlos vom Brauhaus Nittenau und Michl Maler zur Verfügung gestellt. Außerdem wurden die Sammler kostenlos von der Metzgerei Graml verpflegt.

Die Ehrenamtlichen hatten jede Menge zu tun. Erst nach über sechs Stunden war die Aktion abgeschlossen, und man stellte, trotz des Diebstahls fest, „dass sich die Aktion wieder gelohnt hat“, beteuert Klein.

Die ausgedienten Christbäume erfüllen nun auch noch einen guten Zweck. Alle eingesammelten Bäume wurden kostenlos von der Familie Eberwein aus Kölbldorf gehäckselt und werden nun als Brennstoff weiter verwendet.

Reinerlös dient dem BRK vor Ort

Der Reinerlös dieser Aktion komme, so Bereitschaftsleiter Wilhelm Klein, der Arbeit des Bayerischen Roten Kreuzes und somit wieder indirekt der Nittenauer Bevölkerung zugute. Unter anderem sind die Verantwortlichen darauf bedacht, die Ausrüstung weiter zu vervollständigen.

Man hoffe, so Klein abschließend, dass sich die Bevölkerung auch im nächsten Jahr wieder so engagiert an dieser Aktion beteiligt und sich wegen des Diebstahls heuer nicht abschrecken lässt. Die Abwicklung der Bezahlung werde natürlich neu überdacht. Besonders bedankt sich das BRK bei allen, die ihren Obolus noch einmal entrichteten, nachdem der Diebstahl bemerkt worden war. (ht)

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