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Kommunales

Ein neuer Dorfplatz für Thanstein

Der Gemeinderat stimmt dem vorgestellten Plan in vollem Umfang zu. Die Kosten liegen bei rund sechs Millionen Euro.
Von Ralf Gohlke

So könnte der Thansteiner Dorfplatz nach der Neugestaltung aussehen.  Visualisierung: Ingenieurbüro Sabine Wiederer
So könnte der Thansteiner Dorfplatz nach der Neugestaltung aussehen. Visualisierung: Ingenieurbüro Sabine Wiederer

Kulz.Die Sitzordnung für die Gemeinderäte im Kulzer Feuerwehrhaus wurde angesichts der Corona-Krise deutlich aufgelockert. „Es muss ja weitergehen, solange es möglich ist“, erklärte Thansteins Bürgermeister Walter Schauer am Beginn der öffentlichen Sitzung am Dienstag. Dementsprechend gab es zwei Schwerpunkte auf der Tagesordnung. Zunächst ging es um die Vorstellung und Genehmigung des Dorferneuerungsplanes für Thanstein. Auch sie musste quasi „unter Quarantäne“ erfolgen, da Baurat Martin Stahr vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) wegen eines Verbotes der Wahrnehmung von Außenterminen die Vorstellung nicht persönlich vornehmen konnte.

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So führte Bürgermeister Schauer durch die von Stahr ausgearbeitete Präsentation. Er erinnerte zunächst daran, dass die ersten Besprechungen bereits 2015 erfolgten. Bei der Addition der geplanten Maßnahmen ergaben sich eine Reihe von Kostensteigerungen. Sie summierten sich am Ende zu einem Gesamtbetrag von rund sechs Millionen Euro.

Pläne gebilligt

Aufgrund der hohen Förderungen aus unterschiedlichen „Töpfen“ würde sich ein Gemeindeanteil von rund 993 000 Euro, verteilt auf drei Jahre, ergeben. Mit dabei sind unter anderem die Umgestaltung des alten Schulhauses zu einem Dorfgemeinschaftshaus, die Neugestaltung des Umgriffs um die Burganlage, die Neugestaltung des Dorfplatzes sowie die Sicherung einiger Trockenmauern.

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Für Diskussionsbedarf sorgte der geplante „Dorfstadel“. Laut Schauer wurde er vor allem für die Unterbringung öffentlicher Toilettenanlagen vorgeschlagen, sollte aber auch für Veranstaltungen nutzbar sein.

Gemeinderat Michael Brandl bemängelte, dass die Gemeinde den Unterhalt dafür übernehmen solle. Er sah darin eine „Ungleichbehandlung“ der Kulzer Vereine, die den Unterhalt für ihr Gemeinschaftshaus selbst tragen müssten.

Eckdaten 2020

  • Verwaltungshaushalt

    : 1 703 650 Euro

  • Vermögenshaushalt:

    1 790 950 Euro

  • Kredite:

    Für Investitionen werden keine Kreditaufnahmen festgesetzt.

  • Gemeindesteuern:

    Hebesätze Grundsteuer A/B 450 Prozent; Gewerbesteuer 350 Prozent

Die Situation sei hier eine gänzlich andere, da so gut wie alle Vereine in Thanstein eigene Gebäude unterhielten, hielt ihm Josef Reitinger entgegen. Der Bürgermeister stellte klar, dass durchaus eine Nutzungsgebühr vorgesehen sei, die dann in den Unterhalt fließen würde. Er warnte davor, den Stadel aus der Planung zu nehmen und damit 80 Prozent Förderung aus dem Programm „Innen statt Außen“ zu verschenken. Der Rat stimmte dem Dorferneuerungsplan schließlich in vollem Umfang zu.

Haushalt beschlossen

Kämmerin Martina Held verdeutlichte im Detail das Investitionsprogramm von 2018 bis 2023 als Grundlage für den Haushalt. Dabei stellte sie heraus, dass zur Finanzierung aller anstehenden Investitionen keine Neuverschuldung nötig sei. Sie könnten derzeit aus den Rücklagen finanziert werden. Größter Brocken sei für heuer das Dorfgemeinschaftshaus Thanstein mit einem Anteil von 700 000 Euro.

Den Gesamthaushalt für 2020 bezifferte Held auf 3 494 650 Euro. Dies bedeute eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von zwölf Prozent.

Sie stellte die größten Einnahmen und Ausgaben in Relation zu den Ansätzen im Vorjahr. Erfreulich sei der kontinuierliche Schuldenabbau. Bis 2023 könnte die Millionengrenze unterschritten sein. Einstimmig beschloss der Gemeinderat den Investitionsplan und die Haushaltssatzung.

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