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Glaube

Ein Seelsorger seit 60 Jahren

Pfarrer Andreas Renner feierte zusammen mit den Gläubigen in „seiner“ Expositur St. Peter und Paul in Haselbach.
Von Alfred Merl

Feierten gemeinsam die Eucharistie (von links): Diakon Hans-Dieter Göring, Pater Franz Gruber OFM, Pfarrer Andreas Renner, Dekan Hans Amann und Stiftskanonikus Konrad Dobmeier. Foto: sam
Feierten gemeinsam die Eucharistie (von links): Diakon Hans-Dieter Göring, Pater Franz Gruber OFM, Pfarrer Andreas Renner, Dekan Hans Amann und Stiftskanonikus Konrad Dobmeier. Foto: sam

Schwandorf.„Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen“, dieser berühmte Choral erklang am Sonntag in der festlich geschmückten Kirche St. Peter und Paul in Haselbach aus vielen Kehlen. Und das aus gutem Grund: der Ruhestandsgeistliche Andreas Renner, der die Expositur seit 18 Jahren betreut, konnte sein 60-jähriges Priesterjubiläum feiern.

„Danken müsse man Gott, dass er Menschen beruft für das Heilswerk der Liebe zu Gott und den Menschen“, sagte Dekan Hans Amann in seiner Ansprache. Auch Pfarrer Renner sei zum Priester berufen worden „und seitdem verkündet er die Frohe Botschaft mit dem Segen und dem Heil Gottes“. „Man habe zu danken, dass er im Ruhestand die Expositur Haselbach so gut versorgt und bei Bedarf sogar noch in St. Jakob aushilft“, so der Dekan weiter.

Pater Franz Gruber vom Orden der Franziskaner ging in seiner Festpredigt auf die gewaltigen Umbrüche ein, die in diesen 60 Jahren die Kirche – und damit auch jeder Priester – erfahren habe. Und er schlug einen Bogen vom Evangelium über die Aussendung der zwölf Jünger Jesu zum Priesteramt: „Die Aussendung findet seit 2000 Jahren ununterbrochen statt, damit die Botschaft von der befreienden Liebe Gottes weiter verkündet wird. Und diese Botschaft heißt Treue – Treue zu Gott, Treue zur eigenen Berufung und Treue zur Herde, die einem anvertraut ist“.

Geistlicher ist ein Glücksfall

PGR-Sprecherin Irmgard Bruckner, die auch die Feierlichkeiten koordiniert hatte, würdigte in herzlichen Worten die Seelsorgearbeit und die vielfältigen Impulse, die Pfarrer Renner dem kirchlichen Leben in Haselbach gegeben habe und wünschte ihm noch viele zufriedene Jahre in der Expositur.

Oberbürgermeister Andreas Feller überbrachte die Glückwünsche der Stadt Schwandorf für die 60 Jahre unermüdliche Arbeit im Ortsteil Haselbach und betonte: „Es ist ein Glücksfall, wenn ein Ort einen so engagierten Geistlichen wie Pfarrer Renner hat“.

Der Dankgottesdienst

  • Zelebranten:

    Den Festgottesdienst feierte Pfarrer Renner in Konzelebration mit Dekan Hans Amann, Stiftskanonikus Konrad Dobmeier, Pater Franz Gruber OFM und Diakon Hans-Dieter Göring.

  • Gestaltung:

    Die musikalische Umrahmung oblag dem Frauensingkreis unter Leitung von Irmgard Bruckner, die Orgel spielte Sabine Diller.

„Unser Dorf wird erst durch die Kirche und unseren Pfarrer ein vollwertiges Dorf“, sagte Ortssprecher Alfred Merl; er wies darauf hin, dass seit der Begründung der Expositur im Jahr 1912 kein Geistlicher so lange in Haselbach gewirkt hat, wie der Jubilar.

Der 1. Bürgermeister der Marktgemeinde Waldthurn sagte, „dass die Waldthurner noch immer mit ihrem ehemaligen Pfarrer sehr verbunden sind und zu den verschiedenen Jubiläen gerne nach Haselbach kommen“.

Nachdem die Ministrantin Anna Mändl ein Gedicht vorgetragen hatte, bedankte sich Pfarrer Renner bei allen, die sein Jubiläum mitgestaltet und mitgefeiert haben „mit dem, was ein bayerischer Christ sagt, nämlich mit einem herzlichen Vergelt’s Gott“ und lud zu einem Stehempfang auf dem Kirchplatz ein.

Stationen des Seelsorgers

Pfarrer Renner wurde am 30. August 1930 in Grafenwöhr geboren. Am 29. Juni 1958 wurde er in Regensburg von Weihbischof Josef Hiltl, einem gebürtigen Schwandorfer, zum Priester geweiht. Die erste Kaplanstelle führte ihn nach Vohenstrauß in die Pfarrei Maria Immaculata, 1964 kam er als Kaplan nach Herz Jesu, Schwandorf.

1970 wurde er Pfarrer von St. Sebastian in Waldthurn und blieb seiner ersten Pfarrstelle 30 Jahre lang treu. Hier betreute er auch die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung auf dem Fahrenberg. Im Jahr 2000, mit 70 Jahren, ging er offiziell in den Ruhestand. Seitdem versorgt er nicht nur die Expositur Haselbach mit etwa 450 Seelen, sondern hilft immer wieder in der Mutterpfarrei St. Jakob in Schwandorf aus.

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