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Eine lange Nacht der Bildung mit der VHS

Seit 100 Jahren gibt es in Deutschland die VHS. Im Landkreis schlossen sich fünf Volkshuschulen zusammen. Das wird gefeiert.

Mitterauerbach liegt in der Mitte des Landkreises Schwandorf. Diesen Ort wählte der Verbund der fünf Volkshochschulen des Landkreises, um sich am Freitag, 20. September, offiziell vorzustellen.  Foto: Carolin Schmuck
Mitterauerbach liegt in der Mitte des Landkreises Schwandorf. Diesen Ort wählte der Verbund der fünf Volkshochschulen des Landkreises, um sich am Freitag, 20. September, offiziell vorzustellen. Foto: Carolin Schmuck

Mitterauerbach.Im Landkreis Schwandorf vollzog sich zum Anfang des Jahres recht unspektakulär die Verbundbildung der Volkshochschulen und Volksbildungswerke. Erstes augenfälliges Zeichen war kürzlich die Publikation des ersten gemeinsamen Programmhefts und die freigeschaltete gemeinsame Homepage, www.vhs-schwandorf-land.de.

Und nun geht der Verbund in dieser „Langen Nacht“ in Mitterauerbach an die Öffentlichkeit, und wird nicht in erster Linie Kursangebote auf kurzweilige Art vorstellen, sondern sich selber: die Volkshochschulen Nabburg, Neunburg und Städtedreieck, die Volksbildungswerke Nittenau und Oberviechtach-Schönsee. Das gab die VHS in einer Pressemitteilung bekannt. Vor und nach der Präsentation werden allerdings noch „Zuckerln“ von Kursleitern aus allen Volkshochschulen verteilt, heißt es weiter. Das erste ist eine „Historische Wanderung“, beginnend um 17 Uhr.

Lorna Simone Baier spürt alten Wegen nach, die entweder aus schriftlichen Quellen erschlossen sind oder aus den Gegebenheiten am Wegesrand. Um 19 Uhr erklärt Simon Steiner die romanisch-gotische Kirche von Mitterauerbach; ein besonderes Augenmerk muss man in dieser kurzen Führung auf die spätgotischen Fresken legen. Treffpunkt ist jeweils bei der Kirche „Unserer Lieben Frau“.

Kleiner Umtrunk und Imbiss

Bevor um 20 Uhr alle Gäste Platz genommen haben, gibt es einen kleinen „Umtrunk“, begleitet von einer Tischharfengruppe aus dem Städtedreieck. Auch Kostproben aus dem Nabburger Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten werden dort angeboten.

Der Verbund

  • Feier:

    Am Freitag, 20. September, findet in Mitterauerbach die „Lange Nacht“ der VHS statt, in der sich die fünf Volkshochschulen des Landkreises vorstellen.

  • Programm:

    17 Uhr Historische Wanderung rund um Mitterauerbach; 19 Uhr Kirchenführung; 19.30 Uhr Tischharfengruppe; 20 Uhr offizielle Vorstellung des Verbundes

  • Anmeldung:

    Wer sich für die Angebote der Langen Nacht interessiert, sollte sich am besten auf der Homepage www.vhs-schwandorf-land.de anmelden, dort kann man auch einzelne Punkte auswählen.

Musikalisch geht es auch nach den Grußworten und der Vorstellung der einzelnen VHS-Verantwortlichen weiter. Anna Narnhammer aus Neunburg kommt mit ihrem Gitarren-/Flöten-Ensemble und drei Musikstücken aus der Region, darunter eine „Polka aus Nabburg“, die überleiten wird zu Johanna Baumann (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) und das Programm für die „Generation 55 plus“.

Einige Einblicke in die Sprachkurse (Spanisch und Business-Englisch), und in die künstlerisch-praktische Technik des Quiltens werden abgeschlossen mit den Übungen zur „Life-Kinetik“, die direkt über Bewegungsabläufe die „kleinen grauen Zellen“ auf Trab bringt. Die Gemeinden und die Bürger im Landkreis Schwandorf haben über die Vernetzung des Angebots einen leichteren Zugang zu den Kursen; dies ist jetzt bereits nach den ersten Tagen mit dem neuen Kursprogramm spürbar.

Die Geschichte der Volkshochschulen in Deutschland geht übrigens weit zurück.

Recht in Verfassung verankert

Vor 100 Jahren erhielt die Erwachsenenbildung in Deutschland Verfassungsrang. In die Statuten der Weimarer Verfassung eingebettet war das verbriefte Recht, immer weiter dazuzulernen. Und dieses Recht nehmen immer noch und immer noch mehr Menschen in Anspruch. Weil das so ist, weil die Volkshochschulen diesen Anspruch aufnehmen und befördern, kann man durchaus von einer Erfolgsgeschichte sprechen.

Die Volkshochschulen haben das Jahr 1919 zum Ausgangspunkt für ihr Jubiläumsjahr erklärt, auch wenn sogar schon davor, etwa in Görlitz, die Erwachsenenbildung gefördert wurde. Und so ist nach 100 Jahren ein Recht auf Bildung längst in den Köpfen. Die Zahlen der Volkshochschulen, ob es nun um die Menschen geht, die das Angebot nutzen oder die Kurse, sprechen für sich.

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