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Eine Mischung aus Barock und Moderne

Molières „Der eingebildete Kranke“ wird 2020 in Oberviechtach inszeniert. Dr. Eisenbarth ist nicht ganz von der Bühne verbannt.
Von Georg Lang

Die Aufführungen des „Eingebildeten Kranken
Die Aufführungen des „Eingebildeten Kranken" sind in ein barockes Markttreiben eingebettet, bei dem das Eisenbarth-Figurentheater nicht nur die kleinen Besucher begeistert. Foto: Georg Lang

Oberviechtach.Auf zwei Wochen erstreckt sich heuer die Festspielzeit in Oberviechtach. Die Verantwortlichen haben das Thema „Barock“ ausgeweitet und warten mit einer spritzigen Inszenierung unter einer neuen Regisseurin auf. Julia Gruber hatte nach dem plötzlichen Tod von Michael Eckl im vergangenen Jahr die künstlerische Leitung im Festspielverein übernommen.

Im Zentrum des Oberviechtacher Festspiels steht heuer nicht der hier geborene berühmte Wanderarzt, sondern der „Wir wollen weitere Facetten der Barockzeit auf die Bühne bringen“, sagt Festspielleiterin Bianca Reil. Gleichzeitig soll der neuen Regisseurin die Möglichkeit geboten werden, sich in aller Ruhe in die Eisenbarth-Thematik einzuarbeiten.

„2021 steht aber definitiv die Wanderinszenierung mit Doktor Eisenbarth wieder auf dem Spielplan“, verkündete die Festspielleiterin bereits bei der Jahresversammlung des Vereins. Ganz von der Bühne verbannt ist der berühmte Sohn Oberviechtachs aber auch in diesem Jahr nicht. Er wird auch beim „Eingebildeten Kranken“ sein medizinisches Fachwissen einfließen lassen und beim reichen Programm der Festwoche Präsenz zeigen. Neben dem barocken Markttreiben stehen in der Zeit vom 16. Mai bis zum 6. Juni weitere themenbezogene Darbietungen und Angebote auf dem Programm.

Insgesamt vier Aufführungen des „Eingebildeten Kranken“ werden den Marktplatz wieder in eine Spielarena verwandeln. Premiere ist am Samstag, 23. Mai, um 20 Uhr. Der große Kirchenaufgang mit mehreren Spielebenen ist der ideale Schauplatz für das barocke Spektakel, das auch am Wochenende 30. und 31. Mai sowie am Samstag, 6. Juni, jeweils um 20 Uhr dargeboten wird.

„Die Zuschauer werden eine Mischung aus Barock und Moderne erleben“, verrät Julia Gruber, die zeigen will, dass Aussagen des barocken Klassikers auch für unsere heutige Zeit noch gelten. Erfahrungen aus ihrer Tätigkeit als Redakteurin werden in die Inszenierung einfließen. Die Ambivalenz zwischen Barock und Moderne wird auch bei der Musik oder bei den Kostümen ihren Niederschlag finden.

Die berühmte Komödie von Moliere handelt von dem Hypochonder Argan, der sich einbildet, krank zu sein. Die zu Rate gezogenen Ärzte nehmen ihm aus eigennützigen Gründen die Krankheit ab, während seine Umgebung versucht, ihn von der Arzt-Besessenheit zu heilen.

Dabei geben zahlreiche Verwicklungen Gelegenheit zum komödiantischen Spiel, während andererseits aber auch ernste Inhalte transportiert werden. „Das Publikum wird das Stück lieben“, prophezeit Florian Waldherr, der die Hauptrolle des vermeintlichen Kranken verkörpert.

Beschluss

  • Wechsel:

    Julia Gruber hatte nach dem plötzlichen Tod von Michael Eckl im vergangenen Jahr die künstlerische Leitung im Festspielverein übernommen. (glg)

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