MyMz
Anzeige

Feiertag

Einmaliges Weihnachtsfest in der Stadt

Gut gefüllte Kirchen, ein Christkind im Krankenhaus und strahlende Kinderaugen: Schwandorf war im Weihnachtszauber.
Von Dietmar Zwick

Die Herz-Jesu-Kirche in Schwandorf war bei der Krippenfeier sehr gut gefüllt. Foto: Dietmar Zwick
Die Herz-Jesu-Kirche in Schwandorf war bei der Krippenfeier sehr gut gefüllt. Foto: Dietmar Zwick

Schwandorf.Die Weihnachtsfeiertage haben die Menschen in der Region Schwandorf zu den verschiedensten Veranstaltungen gelockt. Viele waren in der Christmette oder beim Kinderkrippenspiel. Auch am Weihnachtsmarkt war kurz vor dem Heiligabend nochmal einiges geboten. Wir zeigen sechs besondere Weihnachtsmomente.

Buben und Mädchen spielten die Geburt Jesu Christi nach

Wie in vielen anderen Gotteshäusern der Region, zeigten am Heiligabend auch Kinder in der Herz-Jesu-Kirche in Schwandorf ein Krippenspiel. So konnte sich Pfarrer Andreas Schinko bereits am Nachmittag über eine sehr gut gefüllte Kirche freuen. Sigrid Gradl und Volker Droge hatten mit den Buben und Mädchen ein Krippenspiel einstudiert, in dem es um die Geburt Jesu Christi vor über 2000 Jahren ging. Im Laufe des Stücks klopften Maria (Mia Hösl) und Josef (Markus Zeislmeier) an die Türen der Wirtstuben. Doch sie wurden immer wieder abgewiesen, weil die Zimmer bereits belegt waren. Letztendlich schlugen sie ihr Lager in einem einfachen Stall auf, in dem auch eine Krippe stand. Dort brachte Maria ihren Sohn Jesus zur Welt. Diese Geburt hatte dem Paar zuvor auch ein Engel (Luisa Schön) prophezeit. Der Kinderchor unter der Leitung von Organist Volker Droge umrahmte das Krippenspiel musikalisch. Die Gläubigen waren von dem Schauspiel begeistert und belohnten die Buben und Mädchen am Ende mit viel Applaus.

Schöne Klänge und der Sterntanz begeisterten

Der Heimat- und Trachtenverein Schwandorf führte zum 55. Mal den Sterntanz auf. Foto: Dietmar Zwick
Der Heimat- und Trachtenverein Schwandorf führte zum 55. Mal den Sterntanz auf. Foto: Dietmar Zwick

Die Glocken von St. Jakob in Schwandorf waren nach dem 17-Uhr-Geläut gerade erst verstummt, als sich das Fenster der Glockenstube in gut 30 Metern Höhe öffnete. Nach einer über zehnjährigen Pause haben Michael Zinnbauer, Tanja Ritz, Uwe Jäger und Wolfgang Prebeck erneut das sogenannte „Christkind-Anblasen“ übernommen. Mit Trompeten, Posaunen und einem Horn spielten sie weihnachtliche Lieder. So erklangen zum Beispiel „Stern über Bethlehem“ oder „Tochter Zion“. Kaum waren die Töne in der Dunkelheit verklungen, marschierten die Mitglieder des HTV Stamm zum Sterntanz auf. Dazu spielte die vhs-Jugendblaskapelle. Der Sterntanz hat in Schwandorf Tradition: Bereits 55 Mal wurde er in den zurückliegenden Jahren schon aufgeführt. Hunderte Schwandorfer hatten sich dazu am oberen Marktplatz eingefunden, um sich dort auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Immer wieder formierten sich die Tänzer neu und zeigten verschiedene Figuren, bis der Schriftzug „Weihnachten 2019“ zu lesen war. Abschließend spielte die vhs-Jugendblaskapelle unter der Leitung von Brigitte Schober noch einige weihnachtliche Lieder. Georg Spandl, Vorstand des HTV Stamm, wünschte allen Anwesenden ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr 2020. Die Schwandorfer applaudierten und für manche waren die guten Wünsche ein Grund, um die Sektkorken knallen zu lassen.

Familie Seidemann freut sich über ihr „Christkind“

Im Schwandorfer Krankenhaus St. Barbara kam „Christkind“ Felix zur Welt. Foto: Dietmar Zwick
Im Schwandorfer Krankenhaus St. Barbara kam „Christkind“ Felix zur Welt. Foto: Dietmar Zwick

Ein besonderes Geschenk gab es am Heiligabend für Familie Seidemann aus Wenzenbach. Kathrin und Fred wurden am 24. Dezember nämlich Eltern. Ihr gemeinsamer Sohn Felix ist ein waschechtes „Christkind“. Er kam um 10.52 Uhr im Krankenhaus St. Barbara in Schwandorf zur Welt. Felix war bei seiner Geburt 54 Zentimeter groß und wog exakt 3720 Gramm. Auch Paul, der große Bruder von Felix, freute sich sichtlich mit seinen Eltern. Die Geburt begleiteten Hebamme Sandra Wallner, Chefärztin Dr. Susanne Merl, Assistenzarzt Mohamed Essamedin und Schwester Inge Haneder. Für die Familie ging es nach der Geburt im Krankenhaus schnell nach Hause: Bereits den ersten Weihnachtsfeiertag konnten sie daheim feiern.

Die Gewinner der Engelsuche stehen fest

Das Christkind und die beiden Engel zogen die ersten Gewinner der Engelsuche. Foto: Dietmar Zwick
Das Christkind und die beiden Engel zogen die ersten Gewinner der Engelsuche. Foto: Dietmar Zwick

Zum Abschluss des Schwandorfer Weihnachtsmarktes erwartete die Besucher noch ein Höhepunkt. Die ersten zehn Gewinner der Engelsuche, die seit dem 23. November lief, wurden vom Christkind und zwei Engeln gezogen. Auch Oberbürgermeister Andreas Feller stand bei der Ziehung mit auf der Bühne. In 50 verschiedenen Geschäften und Lokalen konnten die Kunden zuvor farbige Engel sammeln. Über 700 vollständig ausgefüllte Karten wurden abgegeben. 220 Preise im Gesamtwert von über 8000 Euro gab es zu gewinnen. Die ersten Preise gingen an Marlies Otto, Nina Bauer und Michael Glatz. Zu gewinnen gab es unter anderem einen Tablet-Computer, verschiedene Gutscheine und auch eine Uhr oder eine Damenhandtasche waren unter den Preisen. Ab 30. Dezember werden alle Gewinner im Internet unter www.stadtmarketing-schwandorf.de veröffentlicht.

Advent

Willkommen in der Weihnachtsstraße

Die Steidls schmücken seit 30 Jahren ihre Häuser in Nittenau. Mit Figuren und Lichtern sorgen sie für eine Attraktion.

Viel Lob für den Weihnachtsmarkt

Der Musikverein Dachelhofen ließ den Weihnachtsmarkt musikalisch ausklingen. Foto: Dietmar Zwick
Der Musikverein Dachelhofen ließ den Weihnachtsmarkt musikalisch ausklingen. Foto: Dietmar Zwick


Am Tag vor Heiligabend schloss auch der Weihnachtsmarkt in Schwandorf seine Tore. 29 Tage lang herrschte am Marktplatz reger Betrieb. Citymanager Roland Kittel zog am letzten Markttag eine Bilanz. Die Stimmung sei wunderbar gewesen, die Betreiber der Buden hätten mit ihrem Angebot viele Menschen in die Innenstadt gelockt. Laut Kittel befinde sich der Weihnachtsmarkt am richtigen Platz. Der Citymanager dankte allen Besuchern und den Standbetreibern. Der Weihnachtsmarkt werde von Jahr zu Jahr schöner. Hierzu trage auch die Arbeitsgemeinschaft „Weihnachtsmarkt“ mit ihren Ideen bei. Das Christkind verabschiedete sich mit einem Gedicht. OB Andreas Feller sagte, dass es eine ereignisreiche Zeit am Schwandorfer Weihnachtmarkt war. Er wünschte allen ein friedvolles Weihnachtsfest. Der Musikverein Dachelhofen umrahmte den Abend musikalisch.

Katjas größter Wunsch geht in Erfüllung

Katja freute sich über ihre Geschenke. Foto: Dietmar Zwick
Katja freute sich über ihre Geschenke. Foto: Dietmar Zwick


Die fast vierjährige Katja aus Schwandorf hat jeden Tag das Türchen ihres Adventskalenders geöffnet. Nun endlich war er da, der 24. Dezember. Doch auch die junge Schwandorferin musste bis zum Abend auf die Bescherung und ihre Geschenke warten. Als dann das Wohnzimmer verschlossen ist und alles ganz still wird, kann es Katja kaum noch erwarten. Endlich erklingt das Glöckchen und der Christbaum erstrahlt in seiner vollen Pracht. Darunter liegen viele bunte Päckchen, alle schön eingepackt. „Und welches gehört mir?“, will Katja wissen. Schnell packt sie ihre Geschenke aus. Auch das größte Paket ist für sie bestimmt. Ihre Augen leuchten, als sie das Geschenkpapier abreißt. Katjas größter Wunsch geht in Erfüllung. Das Christkind hat ihr tatsächlich ein Playmobil-Krankenhaus gebracht. „Woher nur immer das Christkind weiß, was man will?“, fragt sie.

Weitere Artikel aus der Region Schwandorf lesen Sie hier!

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht