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Wahlkampf

Einzug in Stadtrat soll gelingen

Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen präsentiert das Wahlprogramm. Acht Themenfelder bilden den Kern.
Von Norbert Wanner

Verschiedene Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen Liste für den Stadtrat präsentierten die Themenfelder für den Wahlkampf.  Foto: Norbert Wanner
Verschiedene Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen Liste für den Stadtrat präsentierten die Themenfelder für den Wahlkampf. Foto: Norbert Wanner

(bxh) Maxhütte-Haidhof.Nicht nur die Folien, auf denen das Programm des Grünen-Ortsverbandes zur Kommunalwahl präsentiert wurde, leuchteten in Grün. Auch die Themenauswahl passte zur Farbe. Natur- und Artenschutz, Energie und Verkehr, Soziales und Kultur. Was in verschiedenen Arbeitskreisen erarbeitet worden ist, gehört zu den Kernthemen der Grünen.

Die konkreten Antworten für Maxhütte-Haidhof aus Sicht der Grünen vor Ort wurden am Freitagabend im Restaurant Nobless in der Stadthalle erörtert. Wahlziel ist, wie Listenführer und Ortsverbands-Sprecher Dr. Franz Schmidkunz im Gespräch mit der Mittelbayerischen sagte, der Einzug in den Stadtrat. Die Chance darauf sei angesichts des gesellschaftlichen Umfelds wohl vorhanden.

So stand vielleicht nicht von ungefähr das Thema „offene, ehrliche und bürgerfreundliche Kommunalpolitik“, das von Dr. Schmidkunz und Sigrid Markgraf-Rank präsentiert wurde, auf Platz eins der Präsentation. Schließlich seien es die Bürger, die gebraucht werden, um den Umgang mit der Umwelt zu ändern. Aus Sicht der Grünen führte das Verhalten der Stadtverwaltung, zu Vorschlägen, die aus den Reihen der Grünen eingebracht wurden, jedoch zum Schluss: „Die Arbeit der Bürger wird nicht gewürdigt.“ Klare Ansage dazu: „Wir wollen das anders machen“, sagte Dr. Schmidkunz.

Defizite bei den Grünflächen

Christa Bach und Gerda Kiener hatten sich dem Naturschutz angenommen. Bach monierte große Defizite im Umgang mit städtischen Grünflächen. Das weiterbreite Mulchen des Straßenbegleitgrüns zerhäcksle Insekten und Natur. Verschiedene Anträge der Grünen – beispielsweise auf den Erlass einer Baumschutzverordnung – zielten dagegen darauf ab, das Öko-System insgesamt zu verbessern. Auf dem Sektor Energie und Stadtplanung präsentierte Dr. Schmidkunz eine Fülle konkreter Vorschläge. Die neugegründeten Stadtwerke böten beispielsweise die Möglichkeit, aktiv auf die Bürger zuzugehen, um Photovoltaik zu fördern und eine Energieversorgung in kommunaler Hand aufzubauen. Nachhaltige Stadtplanung mit Blick auf ökologische Aspekte funktioniere nur, wenn die Planungshoheit bei Baugebieten von der Stadt ausgeübt werde. Ausführlich beschäftigten sich Christine Spörl und Johannes Feicht mit dem Thema Verkehr. Die Hauptforderung lautet: Ein „ökologisches Gesamtmobilitätskonzept“ wird benötigt. Wenn die Inhalte dieses Papiers umgesetzt würden, werde eine Umgehung ohnehin überflüssig, lautete die Botschaft. Denn das Konzept soll alle Verkehrsarten vom Fußgänger bis zum Auto in den Fokus rücken, ebenso Carsharing oder intelligente Verkehrsleitsysteme.

Ein Jugendzentrum für die Stadt

Jasmin Söllner-Härtl und Sonja Krenn hatten sich der Kultur und des Sozialen angenommen. Darin schlugen sie ein eigenes Jugendzentrum für Maxhütte-Haidhof oder eine bessere Gestaltung von Spielplätzen vor. Hier sei mehr Kreativität gefragt.

Reinhold Pritschet präsentierte die Ergebnisse auf dem Feld des Tierschutzes. Unter anderem sprachen sich die Grünen gegen die Intensivhaltung von Nutztieren aus. Der Umgang mit historischer Bausubstanz schloss die Liste. Laut Dr. Schmidkunz gebe es in der Stadt keine Wertschätzung für die Bewahrung identitätsstiftender Gebäude.

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