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Ice Bucket Challange

Eisdusche für den Schwandorfer OB

Für den guten Zweck ließ sich Andreas Feller mit Eiswasser übergießen. Auch andere Politiker im Raum Schwandorf stellten sich der Herausforderung.
Von Philipp Froschhammer, MZ

  • Für den guten Zweck springt OB Andreas Feller gerne – im wahrsten Sinne des Wortes – ins kalte Wasser. Foto: smx
  • Ganz nass
  • In banger Erwartung des Eiswasser-Gusses
  • Auch Landrat Thomas Ebeling hat es eiskalt erwischt. Foto: facebook

Schwandorf.Nach Georg W. Bush, Helene Fischer und dem Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wohlbergs hat es nun auch den Schwandorfer OB Andreas Feller eiskalt erwischt. Bei der Fahrzeugweihe der FFW Freihöls kam er der Nominierung zur ALS-„Ice Bucket Challange“ nach. Dem Befehl „Wasser marsch!“ folgten die beiden Feuerwehrlerinnen mit sichtlicher Freude und verpassten Feller eine kalte Dusche.

Was auf den ersten Blick aussieht wie eine sinnlose Blödelei, hat jedoch einen karitativen Charakter. Die „Ice Bucket Challenge“ ist eine Spendenaktion aus den USA, die sich über die letzten Monate hinweg vor allem durch Soziale Netzwerke in Europa und der ganzen Welt verbreitet hat. Die Herausforderung besteht darin, sich einen Eimer gefüllt mit Eiswasser über den Kopf zu schütten. Davon wird ein Video gemacht und ins Internet hochgeladen. Jeder, der die Challenge bestanden hat, darf weitere Kandidaten nominieren, die es ihm gleichtun müssen. Wer keine Lust auf eine Eisdusche hat, der soll 100 Euro an die ALS-Association, eine Organisation, die sich für die Bekämpfung der Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) einsetzt, spenden.

Erst kalt duschen, dann spenden

Doch die meisten Nominierten wollen, wie auch Feller, den karitativen Hintergedanken nicht dem Spaß unterordnen und machen einfach beides: erst sich einen Eimer Eiswasser über den Kopf schütten, dann spenden. So wird nicht nur Geld gesammelt, sondern die Zuschauer im Netz haben dabei etwas zu lachen: eine gute Voraussetzung, um potentielle Nachahmer zu finden, die ebenfalls bereit sind zu spenden.

Herausgefordert wurde der Schwandorfer Oberbürgermeister von Landrat Thomas Ebeling, der in der vergangenen Woche die kalte Dusche über sich ergehen ließ. Wie Ebeling betont hatte, gebe es für ihn keine bessere Möglichkeit, auf ein so heikles und gleichzeitig wichtiges Thema aufmerksam zu machen. Er nominierte neben Feller auch Dr. Susanne Plank, Bürgermeisterin von Maxhütte-Haidhof sowie den Burglengenfelder Bürgermeister Thomas Gesche. Doch im Gegensatz zum OB der großen Kreisstadt verzichteten die beiden auf die Eisdusche und beschränkten sich auf eine Spende an eine karitative Einrichtung. Gesche verkündete auf seiner Facebook-Seite, dass er die Einladung ausschlagen müsse. Als Antwort auf die Nominierung startete er die „Hilf-Dahoam-Challenge“, bei der er 100 Euro an den Verein Fanhilfe in Burglengenfeld überwies.

Und auch Plank entkam dem Kübel Eiswasser. Sie verkündete auf dem Sozialen Netzwerk, dass sie angesichts der aktuellen Wetterlage auf das kalte Vergnügen verzichte und sich auf eine Spende für den guten Zweck beschränke.

Feller nominiert FFW-Kommandant

Nachdem auf dem „Ice Bucket Challenge“-Video von OB Feller zuerst der Sinn der Aktion erklärt worden war, ging es an die Nominierungen. Zwischen den bedrohlich über ihm stehenden Eiswasser-Eimern forderte Feller seine beiden Stellvertreterinnen Ulrike Roidl und Martina Engelhardt-Kopf auf, es ihm gleichzutun. Als Dritten im Bunde nominierte Feller den Kommandanten der FFW Freihöls, Peter Bäuml, was unter den Teilnehmern der Fahrzeugweihe und den Mitgliedern der FFW zu Jubel führte.

Und schon ergoss sich das Eiswasser über den Schwandorfer OB. Nach der kalten Dusche wurde dem triefenden Andreas Feller ein Handtuch gereicht, denn krank werden soll bei der „Ice Bucket Challenge“ keiner – ganz im Gegenteil.

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