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Freizeit

Elf Touren führen durch das Naabtal

Gerhard Besenhard stellte seinen Wanderführer vor. Zwischen Kallmünz und Naabeck lassen sich Burgen und Wälder entdecken.
Von Josef Schaller

Die Wandertouren mit dem Natur- und Landschaftsführer Gerhard Besenhard sind für Naturliebhaber eine besondere Attraktion. Foto: Bastian Winter/dpa
Die Wandertouren mit dem Natur- und Landschaftsführer Gerhard Besenhard sind für Naturliebhaber eine besondere Attraktion. Foto: Bastian Winter/dpa

Burglengenfeld.Die Wandertouren mit dem Natur- und Landschaftsführer Gerhard Besenhard sind für alle Naturliebhaber, die die schöne Oberpfalz auf weitläufigen Wanderwegen zu Fuß entdecken wollen, immer wieder eine besondere Attraktion.

Bei seinen Touren auf den einsamen Pfaden durch die wilden Flusstäler und Steinlandschaften der Oberpfalz vermittelt er den Ausflüglern wissenswerte Einblicke in die Geschichte der Region sowie in zahlreiche Sagen, Mythen und Legenden, die im Oberpfälzer Wald beheimatet sind. Seine schönsten Routen hat Besenhard inzwischen in zwei Wanderführern in Zusammenarbeit mit dem „battenberg gietl verlag“ zusammengefasst.

Zweiter Wanderführer-Band ist erschienen

Gerhard Besenhard präsentierte im Buch- und Spielladen Nörl seinen zweiten Wanderführer. Foto: Josef Schaller
Gerhard Besenhard präsentierte im Buch- und Spielladen Nörl seinen zweiten Wanderführer. Foto: Josef Schaller

Nachdem er bereits 2017 im „Wanderführer Regental“ elf Touren zwischen Regenstauf und Nittenau in einem Taschenbuchformat veröffentlicht hatte, ist nun auch ein „Wanderführer Südliches Naabtal“ erhältlich. Jetzt hat er sein neues Büchlein im Buch- und Spielladen Nörl der Öffentlichkeit präsentiert.

Das südliche Naabtal zwischen Kallmünz und Naabeck ist ein wahres Wanderparadies mit einer sehr beeindruckenden Landschaft. Vorbei an Burgen und Schlösser geht es an den Hängen des Oberpfälzer Jura entlang. Durch dichte Wälder mit Naturdenkmälern, über Berge mit Gipfelkreuzen oder am idyllischen Ufer der Naab, fällt es einem nicht schwer, in die traumhafte Landschaft einzutauchen. Mit Hilfe dieses Wanderführers steht der Erkundung dieser wunderbaren Gegend nichts mehr im Wege.

Vier von elf Wanderstrecken

  • Die Hutberg-Runde:

    Die Tour bei Fischbach ist leicht und auch bestens für Senioren und Kinder geeignet. Auf den sieben Kilometern hat man nur einen einzigen Anstieg auf einem Trampelpfad zum Kreuzfelsen am Hutberg zu bewältigen. Von dort aus hat der Wanderer einen wunderbaren Ausblick auf das Naabtal in Richtung Kallmünz. Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der St. Georgimühle in Schirndorf.

  • Vom Burgensteig zum Jurasteig:

    Anspruchsvolle Strecke, die in einer Sechs-Kilometer- und einer Zehn-Kilometer-Variante beschrieben wird.

  • Katzdorfer Wanderweg:

    Leichte Strecke über zehn km, die auch mit Kinderwagen zu bewältigen ist.

  • Rund um Wiefelsdorf:

    Mittelschwere Strecke über 8,5 km, viele Aussichtspunkte.

Auf 120 Seiten stellt der zertifizierte Natur- und Landschaftsführer elf Strecken vor, einige sogar in zwei Varianten, je nach Kondition des Wanderers. Die „Malerwinkeltour von Burglengenfeld“ ist mit 10,5 Kilometern die längste. Besenhard plant hierfür eine Gehzeit von drei Stunden ein. Besonders beeindruckend auf dieser Tour ist der Blick vom „Malerwinkel“ auf das Naabtal mit dem Ortsteil Wölland. Die kürzeste Strecke (2 KM) verläuft um den Kunstwaldgarten im Waldgebiet „Raffa“, zwischen Burglengenfeld und Holzheim gelegen. Das ist auch die Einzige, bei der man der Naab nicht begegnet. Besenhard war es aber wichtig, diese Tour trotzdem in seinem Wanderführer aufzunehmen, weil es hier viel zu endecken gebe, wie er der MZ sagte. „Vor allem Kinder öffnen hier die Schatzkammer ihrer Fantasie.“

Alle Strecken werden an Hand detaillierter Karten beschrieben und sind zahlreich bebildert. Und alle sind Rundtouren, die wieder zum Ausgangspunkt zurückführen. Dazu gibt es wichtige Tipps, wie man seinen Rucksack richtig packt. Denn auch das richtige Einstellen und Anpassen des Rucksacks kann den Spaßfaktor auf einer Wanderung um Einiges steigern.

Gerhard Besenhard ist an der Naab aufgewachsen

„Eigentlich sollte der Wanderführer Regental eine einmalige Sache sein“, wie Besenhard bei der Buchpräsentation sagte. In so einem Büchlein stecke nämlich eine Menge Arbeit. Aber schließlich habe er sich doch „breitschlagen“ lassen, ein weiteres Exemplar zu schreiben. „Die Naab ist der Fluss meiner Kindheit. Was liegt also näher, als den zweiten Wanderführer dem Naabtal zu widmen“, so Besenhard. Den ganzen Fluss in einen einzigen Wanderführer zu packen, sei allerdings unmöglich. Deshalb habe er sich für das südliche Naabtal entschieden. Hier sei er aufgewachsen. Hier kenne er sich gut aus.

Aufstieg zum Gipfelkreuz am Hutberg bei Fischbach Foto: Josef Schaller
Aufstieg zum Gipfelkreuz am Hutberg bei Fischbach Foto: Josef Schaller

„Normalerweise kommen die Autoren mit Manuskripten zu uns und wir entscheiden, ob wir die Arbeit veröffentlichen“, sagte Manuela Bonfissuto vom „Battenberg Gietl Verlag“ im Gespräch mit der MZ. Bei Gerhard Besenhard sei es anders gewesen. „Wir hatten ein Thema, aber keinen Autor.“ Die Nachfrage zu Wanderführern sei sehr groß, so die Programmleiterin und Verlagsrepräsentantin.

Es ist die Liebe zur Natur und zur Heimat, die Besenhard dazu inspiriert, mit anderen Menschen auf Wanderschaft zu gehen. Die schöne Gegend und die vielen Orte, die Zeitzeugen der Vergangenheit sind, seien etwas sehr Schönes. Das sollte man in seinen Gedanken bewahren und anderen, die es nicht wissen, weitersagen. Musikalisch untermalt wurde die Buchvorstellung mit passenden heimatlichen Klängen der „3 Andern“.

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