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Advent

EMMA beschenkte Senioren

Der gemeinnützige Verein ließ im Elisabethenheim in Schwandorf Präsente verteilen. Flüchtlingskinder sangen Weihnachtslieder.
Von Rudolf Hirsch

Flüchtlingskinder sangen für die Senioren und überreichten ihnen Geschenke. Begleitet wurden sie von Ingeborg Hierl, Klaudia Segmüller (von rechts) und Angela Fimmers (links). Foto: xih
Flüchtlingskinder sangen für die Senioren und überreichten ihnen Geschenke. Begleitet wurden sie von Ingeborg Hierl, Klaudia Segmüller (von rechts) und Angela Fimmers (links). Foto: xih

Schwandorf.„Einfach Mode mehrmals anziehen“ – kurz EMMA. Der Laden in der Breite Straße 6 bietet Second-Hand-Kleidung und unterstützt mit dem Erlös soziale Projekte. Diesmal durften sich 150 Bewohner des Elisabethenheims über vorgezogene Weihnachtsgeschenke freuen. Flüchtlingskinder überreichten den Senioren Toilettenbeutel mit Duschgel, Lippenstift und Shampoo sowie wärmende Schals. Außerdem trugen die Kinder Gedichte vor und sangen Weihnachtslieder.

Die Bewohner des Elisabethenheims bedankten sich für die nette Geste mit einem Lächeln und der einen oder anderen Geldspende. Den Kontakt hatte die ehrenamtliche Helferin Klaudia Segmüller hergestellt. Die siebenköpfige Kindergruppe begleiteten Angela Fimmers und Ingeborg Hierl, die im EMMA-Laden mithelfen. Der Shop wurde am 15. Juni eröffnet. Dahinter stecken der Service-Club Rotary, der für ein Jahr die Miete für den Laden übernimmt, der gemeinnützige Verein EMMA und die Initiative „Integration SAD“. Der Laden soll keinen Gewinn abwerfen. „Überschüsse werden sofort wieder investiert oder für soziale Zweck gespendet“, erklärt Klaudia Segmüller. Das teuerste Kleidungsstück kostet bei „EMMA“ 15 Euro. Bedürftige bekommen es sogar für die Hälfte.

Neue Qualität durch Laden

Der Kleiderladen für Flüchtlinge und sozial bedürftige Menschen war drei Jahre lang in einer städtischen Wohnung in Dachelhofen untergebracht. „Dort ist es zu eng geworden“, erzählt Klaudia Segmüller. Sie gehört zu den ehrenamtlichen Helferinnen, die sich um die Flüchtlinge kümmern und ihnen günstig Kleidung, Schuhe und Spielsachen besorgen.

Als EMMA-Gründerin Elke Reinhart mit einstieg und beim Umzug in die Innenstadt half, bekam das Projekt eine neue Qualität. Der Laden in der Breite Straße bietet Kleidung für Damen, Herren, Kinder und Babys, Gardinen, Vorhänge, Handtücher, Bettwäsche, Gürtel, Taschen, Accessoires und Spielsachen an. Dabei handelt es sich um Spenden von Privatleuten und Geschäften. „EMMA“ nimmt aber nicht alles. „Die Sachen müssen gewaschen, sauber und in einwandfreiem Zustand sein“, gibt Klaudia Segmüller zu verstehen. Die Ware kann am Montag von 10 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr angeliefert werden. Das sind auch gleichzeitig die Öffnungszeiten für den Verkauf. Wer einen SAD-Pass besitzt, Hartz-IV-Empfänger ist, Grundsicherung im Alter oder Hilfe zum Lebensunterhalt bezieht, sich in einer vorübergehenden finanziellen Notlage befindet oder Asyl beantragt hat, zahlt nur die Hälfte. Bei „EMMA“ kann aber grundsätzlich jeder einkaufen.

1000 Euro hat der gemeinnützige Verein nun der Kasse entnommen, um Toilettenartikel und Schals einzukaufen und sie an die Senioren des Elisabethenheims zu verschenken. Die Flüchtlingskinder, die die Linden- und die Kreuzbergschule besuchen, werden von der Initiative „Integration Schwandorf“ betreut. „Die Gesellschaft kann nur dann bestehen, wenn wir uns füreinander einsetzen“, gibt Elke Reinhart zu verstehen.

Beim zweiten Benefizabend am 10. November bei der Firma Horsch warben die Rotary Clubs Schwandorf und Oberpfälzer Wald/Oberviechtach sowie der Lions Club und Round Table Schwandorf für ihre Idee und sammelten Spenden zur Unterstützung der Initiative „Integration SAD“. Die Firma Horsch stellte das FITZentrum als Veranstaltungsort zur Verfügung und beteiligte sich an der Organisation. Cornelia Horsch und Axel Jakobitz führten durch den Abend.

Potenzial durch Zuwanderung

Den Gästen blieb der Hauptredner, Ali Mahlodji, in guter Erinnerung. Er referierte über seine eigene Lebensgeschichte und über das Potenzial, das in der Zuwanderung von Geflüchteten und Migranten stecke. „Es ist nicht das, was wir von einer Person erwarten, sondern das, was wir ihr zutrauen“. sagte der Buchautor und europäische Jugendbotschafter. Er ermunterte die Einheimischen, Flüchtlinge willkommen zu heißen und sie bei der Integration zu unterstützen. (xih)

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