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Ende einer Ära

Wanderverein Neunburg wird zum 31. Dezember aufgelöst.

Neunburg vorm Wald.Am 31. Dezember dieses Jahres gehen beim Wanderverein Neunburg endgültig die Lichter aus. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag im Gasthaus Sporrer, die laut der Satzung des Vereins gleichzeitig die Auflösungsversammlung war, stimmten 29 der anwesenden Mitglieder bei einer Enthaltung für die Auflösung des Vereins. Vorsitzender Franz Tennert sowie Kassier Hans-Werner Habel betonten nochmals, dass dies kein schöner Anlass sei, aber laut Statuten gehe es nicht anders.

Tennert blickte nochmals zurück in die Vergangenheit und erinnerte an die Gründung im Dezember 1973. Gründungsvorsitzender war Alois Winklmann. Von 1976 bis 1988 führte Wolfgang Vetter aus Kröblitz den Verein, und seit 1988 ununterbrochen Franz Tennert. „Der Trend zum Wandern ist ungebrochen, das zeigen die Angebote an Wanderutensilien. Speziell die Jungen wollen sich lediglich in keinen Verein drängen lassen“, so Tennert.

Bei seiner Übernahme als Vorsitzender gab es 100 Vereine in der Oberpfalz, mit der Auflösung von Neunburg sind es gerade noch 22 aktive Vereine, wobei der Trend weiter nach unten zeige.

Die beschlossene Vereinsauflösung wird nunmehr nach deren Beschluss durch die bisherige Vorstandschaft bis zum 31. Dezember vorgenommen. Aufgrund kameradschaftlicher Verpflichtungen werden bis zu diesem Zeitpunkt noch die Gegenbesuche bei den Vereinen abgeleistet, die Gäste bei der – nunmehr auch letzten Silvesterwanderung im Dezember 2017 – waren.

Eine Veranstaltung im Jahr 2018 werde es definitiv in Neunburg nicht mehr geben. Für die Mitglieder wird im August noch das traditionelle Grillfest und im Dezember die Weihnachtsfeier abgehalten. Auch werden für die Helferinnen und Helfer der letzten Silvesterwanderung noch zwei Vereinsausflüge eingeplant. Das restliche Vereinsvermögen wird zu gleichen Teilen an drei Vereine übergeben, die gemäß Satzung festgelegt sind und die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige Zwecke zu verwenden haben.

Tennert versprach, bei entsprechender Resonanz den Stammtisch im Vereinslokal aufrecht zu erhalten. Außerdem sind kleinere Wanderungen in „ungezwungener Atmosphäre“ geplant. (ghs)

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