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Erste Anliegen stecken in den Nischen

In der Saltendorfer Marienkirche wurde eine Klagemauer als achte Station eines ebenfalls neuen Meditationswegs gesegnet.
Von Werner Artmann

Pfarrer Michael Hirmer (links vom Kreuz) segnete die neue Gebets- und Klagemauer in der Wallfahrtskirche in Saltendorf; von rechts Pater John, Diakon Heinrich Neumüller, von links Kirchenpfleger Matthias Obermeier sowie Alexander und Alexandra Zeins.
Pfarrer Michael Hirmer (links vom Kreuz) segnete die neue Gebets- und Klagemauer in der Wallfahrtskirche in Saltendorf; von rechts Pater John, Diakon Heinrich Neumüller, von links Kirchenpfleger Matthias Obermeier sowie Alexander und Alexandra Zeins. Foto: Werner Artmann

Teublitz.„Das Schönste in meinem Leben ist, einen Gott an meiner Seite zu haben, der meine Sorgen, Nöte und Anliegen kennt“, fasste Pfarrer Michael Hirmer die neueste, pastorale Errungenschaft der Pfarrgemeinde Teublitz zusammen. „In der Saltendorfer Marienkirche wird es jetzt eine Gebetswand, eine sogenannte Klagemauer, geben, in welche die Gläubigen ihre Gebetsanliegen stecken können!“ Anlässlich des feierlichen Patroziniumsgottesdienstes zum Fest „Mariä Heimsuchung“ wurde die Gebetswand feierlich gesegnet.

„Als mich der Pfarrer bat, Ziegelsteine mit großen Löchern zu kaufen, wunderte ich mich“, berichtet Pfarrhaushälterin Alexandra Zeins über die Idee des Pfarrers. „Er hat mir dann erklärt, dass in die Löcher und Ritzen der Steine Zettel mit Gebetsanliegen gesteckt werden können.“ Gemeinsam mit ihrem Mann Alexander baute die Pfarrhaushälterin Zeins im Eingangsbereich der Saltendorfer Kirche eine ca. 1,20 Meter hohe Mauer. „Die Nische vor dem Kreuz erschien uns als passender Ort!“ Beim Betreten der Wallfahrtskirche werden die Besucher nun eingeladen, ihre Gebete und Anliegen zu formulieren. Dabei steht ein Stehpult mit Zettel zur Verfügung.

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Acht Stationen für die Kirche

Die Saltendorfer Gebetswand steht laut Pfarrer in einem größeren Zusammenhang. „Inspiriert durch die Corona-Pandemie war unserem Seelsorgeteam klar, dass wir intensiver zu den Menschen gehen müssen“, führte der Geistliche aus. „Deshalb soll zwischen der Franziskuskapelle und der Marienkirche ein Meditations-Weg mit sieben Stationen entstehen. Die Gebetswand in der Kirche wird als achte Station den Abschluss des Weges bilden.“

Klagemauer-Idee

  • Erläuterung:

    „Die Idee ist nicht neu,“ erklärte den Gottesdienstbesuchern am Sonntag Pfarrer Hirmer zur Aktion, die langfristig in der Marienkirche verortet sein soll.

  • Beispiele:

    „In Jerusalem beten die Juden vor der weltberühmten Klagemauer und stecken dort ihre Gebete und Anliegen auf Zettel in deren Ritzen. In vielen Kirchen und Kapellen laden solche Klagemauern zum persönlichen Gebet ein“, erklärte Hirmer. (bat)

Kirchenpfleger Matthias Obermeier freute sich über die Idee des Pfarrers und bot sofort die Unterstützung der Saltendorfer Kirchenverwaltung an. „Seit über 650 Jahren pilgern Menschen zur Gnadenmutter von Saltendorf mit ihren Sorgen und Anliegen. Der Meditations-Weg und die Gebetswand sind eine neue Form dieser Wallfahrt.“ Dass die Gebetsmauer angenommen wird, zeigten schon vor der offiziellen Einweihung die ersten Zettel, die Gläubige hinein gesteckt haben. „Es freut mich, dass die Gebetswand schon jetzt so gut von den Menschen angenommen wird“, freut sich Pfarrer Michael Hirmer und wünscht sich, dass die Klagemauer von Saltendorf in der Zukunft viele Menschen zum Gebet einladen wird.

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