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Wissenschaft

Ersten Spatenstich für Sternwarte getan

Für Dieterskirchen ist der Baubeginn für das Astronomiezentrum ein schönes Weihnachtsgeschenk. Die Teleskop-Brennweite beträgt 6300 Millimeter.

Der Spatenstich für das Dieterskirchener Astronomiezentrum unterstrich die Gemeinschaftsleistung. Foto: ggo

Dieterskirchen. „Wir wollen die Sterne nicht vom Himmel holen, sondern sie den Menschen nur etwas näher bringen“, sagte der Stiftungsgeber Dr. Hajo Steffens am Dienstag beim ersten Spatenstich zur Volkssternwarte Dieterskirchen. Die Anzahl der Beteiligten an der kleinen Feierstunde verdeutlichte das große Engagement, das hinter dem ehrgeizigen Projekt steht, für das nun endgültig die Bauphase begann.

Die Namensliste der Gäste, die Bürgermeister Hans Graßl zu begrüßen hatte, war lang. Mit dabei waren neben dem Stiftungsgeber Dr. Steffens Antonia Frey und Manuel Lischka für die beiden Lokalen Aktionsgruppen (LAG), für das Bauunternehmen Anton Steininger und Michaela Dettmann, die Planer/-in Regina von Wenz und Anton Thammer, 2. Bürgermeisterin Johanna Gückel (Neunburg) sowie Vorstandsmitglieder der „Sternenfreunde Dieterskirchen“.

Bürgermeister Graßl nannte den Akt „ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk“ für die Gemeinde, angesichts der des großen überörtlichen Interesses, welches das Vorhaben erkennen ließe. Hier solle etwas entstehen, das gleichermaßen den professionellen Ansprüchen, wie denen der Hobby-Astronomen genügt und vor allem den Schulen dienen soll. Es lasse sich in seiner Bedeutung noch gar nicht abschätzen. Nicht unerwähnt ließ Graßl „Nachbarn“ Thomas Köppl, durch dessen Zugeständnisse die Erschließungskosten deutlich gesenkt wurden.

Landrat Volker Liedtke lobte die Schaffung der Dr.-Hajo-und-Britta-Steffens-Stiftung als ein „vorbildliches Bürgerengagement“. Dass hier etwas Besonderes, mit Wirkung über die Region hinaus, entstehe, zeige das gemeinsame Engagement gleich zweier LAGs. „Damit erhält der ganze Landkreis einen Leuchtturm mehr“, sagte er und wünschte unfallfreie Umsetzung. Als Vorsitzender des Trägervereins vermittelte Hans Köppl „das Gefühl, wenn ein Traum wahr wird“. Die derzeit 64 Mitglieder sähen es als Auftrag und Herausforderung, das Projekt mit Leben zu erfüllen.

Dr. Hajo Steffens erneuerte die Hoffnung, dass vor allem viele junge Menschen und die Schulen das Angebot nutzen werden, da sich daraus auch viele berufliche Perspektiven für die Zukunft ergeben könnten. Sein Dank galt in erster Linie dem Verein aber auch allen Übrigen, die das Projekt schon jetzt begleiteten.

Die Ausstattung: Sternwarte: Teleskop mit 700 Millimetern Durchmesser und einer Brennweite von 6300 Millimetern, Blendenöffnung 1:9, Nachführgenauigkeit 0,1 Bogensekunden, Positionierung des rund 200 kg schweren Tubus erfolgt mit circa 15 Grad pro Sekunde.

Das Planetarium ermöglicht vor allem die Nutzung am Tage für Schulklassen, Reisegruppen u. Ä.; die Projektion von Sternbildern und Planetenlaufbahnen erfolgt computergesteuert in einer Kuppel mit sechs Metern Durchmesser. (ggo)

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