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Es heißt Abschiednehmen – doch „Heimat ist da, wo der Mensch sich selbst gehört!“

Johann-Michael-Fischer-Gymnasium.

98 Abiturienten wurden am JMFG verabschiedet. 14 von ihnen schafften einen Notenschnitt von 1,5 oder besser. Foto: J. Schaller
98 Abiturienten wurden am JMFG verabschiedet. 14 von ihnen schafften einen Notenschnitt von 1,5 oder besser. Foto: J. Schaller

98 Abiturienten wurden am Freitag am Johann-Michael Fischer Gymnasium in Burglengenfeld verabschiedet. 14 von ihnen erreichten einen Notenschnitt von 1,5 oder besser. Fünf bewältigten die Abi-Prüfung sogar mit der Bestnote 1,0. Warum der Festakt ausgerechnet mit der Titelmelodie der TV-Serie „Game Of Thrones“ begann, erklärte Oberstufenkoordinator Andreas Blaha. Er war es nämlich, der sich diesen Titel gewünscht hatte. Nicht die vielen Action-, Drachen- und Liebesszenen in der Serie hätten ihn dazu veranlasst, einen Bezug herzustellen. Die Wichtigkeit von Bündnissen, echten Freundschaften und Verbindungen untereinander, um die verschiedenen Gefahren und Herausforderungen meistern zu können, sei es gewesen, die ihn dazu animiert habe, wie er betonte. Denn auch das wahre Leben sei von Höhen und Tiefen geprägt. Deswegen wünsche er sich für die Schulabgänger, dass sie ihre bestehenden Freundschaften aufrechterhielten und offen für neue seien. „Heute macht ihr die Türe eurer Schule von außen zu, um endgültig wegzugehen und neue Wege zu beschreiten“, sagte Elternbeirat Rainer Böhm in seiner Abschiedsrede. Jedem Abiturienten hat er ein symbolträchtiges Geschenk überreicht: einen Schlüssel. Er sollte „das Visum für eine glorreiche Zukunft“ sein und „der Zugang zu den Toren dieser Welt“. „Auf Hunderte Türen werdet ihr treffen. Ihr könnt sie ignorieren oder öffnen, um zu schauen, was dahintersteckt.“ Hinter jeder Tür könne sich eine große, lebensverändernde Chance verbergen. „Hört daher nicht auf, neugierig zu sein!“, so sein Appell an die Absolventen.

Abitur bedeute in der Regel auch Abschied nehmen vom gewohnten Zuhause. Doch das müsse niemanden verunsichern. „Mit der besten Bildung, die das bayerische Schulsystem zu bieten hat, können Sie voller Zuversicht in die Zukunft schauen“, so die Schulleiterin Dr. Beate Panzer. Auch wenn man den vertrauten Lebens-, Erfahrungs- und Geborgenheitsraum verlasse, bedeute dies nicht den Verlust der Heimat. Sie appellierte, die neuen Herausforderungen mutig und kreativ anzupacken und selbstbewusst Ideen und Träume zu verwirklichen. „Heimat ist da, wo der Mensch sich selbst gehört!“

Schüler Maximilian Großmann hat in seiner Abiturrede das Abschiednehmen so begründet: „Die vorhandene Infrastruktur an der Schule ist nicht mehr ausreichend, um unsere hochgesteckten Ziele zu erreichen“. Passend zur Weltmeisterschaft, hat er die Fußballsprache benutzt, um die Zeit am Johann-Michael-Fischer Gymnasium zu beschreiben. „Aus einer Chaostruppe wurde ein Topclub geformt“, sagte er. Die Spieler hätten die verschiedensten Taktiken zum Einsatz gebracht. Manche hätten sogar volles Risiko gespielt. „Was zählt, ist das Ergebnis an der Anzeigetafel. Der Matchplan ist aufgegangen.“

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