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Arbeitsmarkt

Fachkräfte auch im Ausland finden

Das Gesetz zur Gewinnung ausländischer Arbeitnehmer kommt. In Neunburg sagt der Innenminister, es hilft bei der Integration.
Von Ralf Gohlke

Zusammen mit Innenminister Joachim Herrmann (Mitte) erörterten Vertreter überörtlich tätiger Unternehmen sowie Landrat Thomas Ebeling (2.v.li.) und Bürgermeister Martin Birner (2.v.r.) die Möglichkeiten des neuen Einwanderungsgesetzes für Fachkräfte.  Foto: Ralf Gohlke
Zusammen mit Innenminister Joachim Herrmann (Mitte) erörterten Vertreter überörtlich tätiger Unternehmen sowie Landrat Thomas Ebeling (2.v.li.) und Bürgermeister Martin Birner (2.v.r.) die Möglichkeiten des neuen Einwanderungsgesetzes für Fachkräfte. Foto: Ralf Gohlke

Neunburg.Ab März gilt das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Essoll die Einwanderung qualifizierter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Drittstaaten erleichtern und damit einen Beitrag zum Abbau des Fachkräftemangels leisten. Dazu veranstaltete das Bayerische Ministerium des Innern, Sport und Integration in Zusammenarbeit mit dem Landkreistag, Migranet – IQ Netzwerk Bayern, dem Landkreis Schwandorf, der Stadt Neunburg und der Initiative „Integration Schwandorf“ in der Schwarzachtalhalle ein bayerisches Fachkräfteforum.

Prominentester Teilnehmer war der bayerische Innenminister Joachim Herrmann, der sich im Anschluss an sein Grundsatzreferat bei einer Podiumsdiskussion den Fragen der anwesenden Unternehmer und Kommunalpolitiker stellte.

Schwierige Anerkennung

Joachim Herrmann stellte heraus, das neue Gesetz sei ein wesentlicher Baustein für die Integration. Thema seien qualifizierte Fachkräfte, unabhängig davon, ob es sich um akademische oder Berufsfachkräfte handle. Voraussetzung sei die Anforderung durch einen Arbeitgeber, der unter anderem garantieren müsse, dass der Bewerber von seiner Tätigkeit leben könne.

Fachkräfteforum

  • Inhalt:

    Strategien zur Gewinnung von Auszubildenden und Fachkräften mit Migrationshindergrund im Landkreis Schwandorf

  • Referenten:

    Anne Güller-Frey, MigraNet – IQ Netzwerk Bayern; Dr. Martina Müller-Wacker, Global Competences; Manuela Dorsch, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte im Landkreis Schwandorf; Elke Reinhart, „Integration SAD“

„Es würde einfach keinen Sinn machen, jeden zu holen“, meinte der Minister. Neben der Sprache sei das Anerkennungsverfahren von Berufsabschlüssen, immer noch die besondere Herausforderung, an der sowohl staatliche Stellen als die zuständigen Kammern mitwirken. Der Vorteil sei, dass künftig der Arbeitgeber den Antrag stelle und die zuständige Behörde das Arbeitsvisum bei der jeweiligen Botschaft vorlege. Vorgesehen sei für das Visum eine Bearbeitungszeit von drei Wochen.

Herrmann betonte, das Thema Integration sei nicht nur auf Flüchtlinge bezogen, sondern beträfe auch den Bereich der regulär Beschäftigten, zum Beispiel aus EU-Staaten. Für die Integration seien die Kommunen verantwortlich, die aber dabei unterstützt würden. Wie das im Landkreis Schwandorf schon bestens funktioniere, erklärten Landrat Thomas Ebeling und Bürgermeister Martin Birner.

Infos an Thementischen

Udo Starck, Personalchef bei F.EE in Neunburg, stellte fest, dass im Unternehmen 28 Nationalitäten beschäftigt seien. Seine Erfahrungen für die Bearbeitungszeiten von Arbeitsvisa in Balkanstaaten lagen bei einem Jahr.

Michaela Dettmann vom Neunburger Bauunternehmen Steininger meinte, die Sprachbarriere für rein handwerkliche Berufe sollte nicht zu hoch angesiedelt sein. Cornelia Horsch sprach die Besonderheit ihrer Unternehmensgruppe an, dass hier die Fachausbildung für Mitarbeiter erfolge, die dann wieder in ihre Heimatländer zurückkehren.

Nach der Podiumsdiskussion konnten sich die Teilnehmer an drei Thementischen mit Experten detailliert zu dem Gesamtpaket informieren.

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