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Natur

Familie entdeckt Giga-Schwammerl

Fast drei Kilogramm hat das Schwammerl, das Familie Nikomani in Bodenwöhr findet. Der Experte weiß, wie man es zubereitet.
von Annika Jehl

Chrysavgi Nikomani hat das Riesenschwammerl bei einem Spaziergang in Bodenwöhr entdeckt.  Foto: Annika Jehl
Chrysavgi Nikomani hat das Riesenschwammerl bei einem Spaziergang in Bodenwöhr entdeckt. Foto: Annika Jehl

Bodenwöhr.Endlich ist es soweit: Die Schwammerlzeit in der Region geht so richtig los. Steinpilze, Rotkappen, Pfifferlinge – im Wald und in den Wiesen findet man schon viele schöne Exemplare. Einen besonders großen und nicht alltäglichen Fund machte vor zwei Tagen die Familie Nikomani aus Bodenwöhr

Die Familie, die aus Griechenland stammt, war zu dritt im umliegenden Wald auf Pilzsuche, als sie plötzlich etwas Ungewöhnliches entdeckte. „Ich habe mich gefragt, was das für ein großes, weißes Ding ist,“ erzählt Evangelia Nikomani. Zuerst dachte die Bodenwöhrerin, es wäre Müll. Doch normalerweise liege davon nicht viel im heimischen Wald herum.

Beim näheren Betrachten stellte die Familie aus Bodenwöhr fest, dass es sich bei dem „großen, weißen Ding“ tatsächlich um ein einzelnes Schwammerl handelte. Evangelia Nikomani pflückte den Pilz vom Waldboden und nahm ihn mit nach Hause.

Fast drei Kilo Gewicht

Fast drei Kilo wiegt der Pilz, den Familie Nikomani gefunden hat. Foto: Annika Jehl
Fast drei Kilo wiegt der Pilz, den Familie Nikomani gefunden hat. Foto: Annika Jehl

Die Tochter der Familie, Chrysavgi, konnte den Riesenpilz fast nicht alleine tragen, weil er so schwer war. Evangelia Nikomani legte das Schwammerl auf die Waage, um zu sehen wie schwer es tatsächlich ist – und war überrascht, als die Waage fast drei Kilogramm anzeigte.

Familie Nikomani ist sich etwas unsicher, was sie denn nun mit dem Riesenpilz anfangen soll. Ist er giftig oder kann man ihn ohne Probleme essen? Wenn ja, wie bereitet man ihn zu? Und, wohl die wichtigste Frage: Um was für ein Schwammerl handelt es sich bei dem „großen, weißen Ding“ überhaupt?

Da kann Hans Mayer aus Steinberg am See helfen. Er ist Pilzliebhaber und er ist sich sicher: Bei dem Schwammerl handelt es sich um einen sogenannten Bovisten. „Was anderes kommt hier in der Gegend nicht in Frage.“ In Bodenwöhr finde man zwar öfters diese Pilzgattung, jedoch in wesentlich kleinerer Ausführung. „So ein Fund ist schon selten in dieser Größe,“ sagt Mayer.

Die Gattung der Bovisten ist bekannt für ihren mehr oder weniger kugelförmigen Fruchtkörper. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben. Die Champignons sind nahe Verwandte.

Rezepttipp vom Pilzexperten

Hans Mayer verrät der Mittelbayerischen, wie man den Pilz am besten zubereiten kann. Ist er noch frisch, verfügt er über ein mildes Aroma. Ein beliebtes Gericht ist das „Riesenbovist-Schnitzel“: Dazu das Schwammerl in zwei bis drei Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Danach mit Mehl, Eier und Semmelbröseln wie ein Schnitzel panieren. Anschließend in heißem Fett in der Pfanne ein paar Minuten anbraten. Zum Schluss das Fett des Bratlings von Küchenpapier etwas aufsaugen lassen. Eine Beilage nach Geschmack dazu – fertig.

In diesem Quiz können Sie testen, wie gut Sie sich mit Pilzen auskennen:

Ratgeber

So kommen die Schwammerl aufs Brot

Es muss nicht immer Brühe sein: Barbara Weiherer mischt ihre Schwammerl mit Käse – und schiebt sie in den Ofen.

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