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Region Schwandorf
Samstag, 21. Juli 2018 25° 8

Kultur

Fantasie freien Lauf gelassen

Der „Kunstverein Unverdorben“ präsentiert während des Neunburger Altstadtfests am Wochenende im Hirschenwirt die Ausstellung „Begegnungen.
Von Nicole Fröhlich

Anton Hantschel (links) erklärte bei der Eröffnung in Gegenwart von Kunstvereins-Vorsitzendem Martin Schmid seine Bilder und die Motivauswahl.Foto: Fröhlich

NEUNBURG. Seit drei Jahren besteht der Kunstverein Unverdorben. Jedes Jahr sorgt er dafür, dass auch Kunstfreunde während des Altstadtfestes auf ihre Kosten kommen. Dieses Mal begegnen sich im Hirschenwirt die Charaktere Anton Hantschel aus Nürnberg und Barbara Motlová aus Pilsen. Während der Ausstellungseröffnung am Donnerstagabend war Hantschel anwesend und erklärte den Kunstliebhabern seine Werke.

Existenzielle Geschichten

Bei der Vernissage mit dem Titel „Begegnung 2012“ reihen sich Fantasiegeschichten an Märchen, etwas Ironie und Kritik sind auch dabei. Die Künstler sind beide Grafiker und das sieht man auch. Hantschel liebt es, Geschichten über die menschliche Existenz zu erzählen. Viele seiner Bilder spielen in seiner Heimatstadt Nürnberg. Dorthin setzt der freischaffende Künstler, Illustrator und Designer Figuren, die scheinbar nicht hinein gehören. Hantschel arbeitet gerne thematisch. Einigen seiner Bilder liegt die Idee zugrunde, extreme Erholung darzustellen. Andere Bilder zeigen Alltagsvisionen, die Hantschel hatte, als er bestimmte Orte betrat. Er arbeitet gerne mit Materialien wie Acryl oder Pastellkreide, benutzt aber auch moderne Methoden wie digitale Bildbearbeitungsprogramme und Videotechnik. Neben satirisch verfremdeten Ortsgemälden finden sich auch Skizzen Hantschels, die die Härte des männlichen Lebens darstellen. Die Ausstellung zeigt ebenso eine Collage aus Korkplatten. Diese erinnern an Marienbilder, dargestellt sind aber auch Vorbilder aus den Medien. Hantschel produzierte ein Video an die Decke des „Hirschenwirts“. Es zeigt einen Menschen, der von Bildern gejagt wird.

Märchenhafte Eindrücke

Barbara Motlovà studierte Malerei und bildende Künste in Prag und Brünn. Ihr Talent fließt nicht nur in ihre Werke, sie unterrichtet auch Grafik und Kunstgeschichte in Pilsen. Die Werke Motlovás hinterlassen einen märchenhaften Eindruck. Ihr Arbeitselement waren die Größenverhältnisse. Sie lässt Menschen neben Tieren oder Pilzen unverhältnismäßig klein erscheinen. So erhalten auch ihre Bilder etwa unwirkliches und Fantasievolles. Das führte dazu, dass die Werke Hantschels und Motlovàs perfekt zusammenpassen.

Die Ausstellung „Begegnungen“ ist während des Altstadtfestes am 18./19. im Hirschenwirt, Hauptstraße 57, zu sehen. Geöffnet ist am Samstag von 16 Uhr bis 24 Uhr und am Sonntag von 10 Uhr bis 22 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Weitere Infos gibt es im Internet unter der Adresse www.kunstverein-unverdorben.de/

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