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Projekt

F.EE hat große Pläne für Roßkopfgelände

Auf dem Areal in der Neukirchener Straße in Neunburg sollen bis 2022 unter anderem bis zu 60 Wohnungen entstehen.
Von Roland Thäder

Da, wo bis zum vergangenen Herbst die Gebäude der ehemaligen Gärtnerei Roßkopf standen, darf die Firma F.EE nun Wohnungen und Gewerbeflächen bauen. Archivfoto: Klaus Götze
Da, wo bis zum vergangenen Herbst die Gebäude der ehemaligen Gärtnerei Roßkopf standen, darf die Firma F.EE nun Wohnungen und Gewerbeflächen bauen. Archivfoto: Klaus Götze

Neunburg.Eine große Wunde in der Neunburger Innenstadt wird bald geschlossen werden. Der Stadtrat gab in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause einstimmig grünes Licht für das Projekt des F.EE-Versorgungswerks des gleichnamigen Unternehmens in Neunburg. Auf dem 1,4 Hektar großen Gelände der ehemaligen Gärtnerei Roßkopf an der Neukirchener Straße soll voraussichtlich bis 2022 das Projekt „Alte Gärtnerei – Stadtmarkt und Wohnen“ realisiert werden.

Der Stadtrat beschloss die Aufstellung eines qualifizierten Bebauungsplans mit frühzeitiger Bürgerbeteiligung. Der Bebauungsplan wird bis 19. September ausgelegt. Die Einwendungen der Bürger sollen in die weitere Planung mit einfließen.

Projektkoordinator Hans Eibauer stellte sich nun den Fragen der Stadträte. Er sagte, Wohnungen seien ganz wichtig für Unternehmen, um neue Mitarbeiter zu gewinnen. Es wurde bereits eine Schallschutzuntersuchung abgeschlossen. Auf 4500 Quadratmetern soll ebenerdig Einzelhandel entstehen, fürs Wohnen sind 6000 Quadratmeter eingeplant. 1000 Quadratmeter sind für Grünflächen vorgesehen, 8000 Quadratmeter für Parkplätze und Verkehrsflächen. Auf dieser Fläche sollen rund 50 bis 60 Wohnungen für Singles, Paare und Familien entstehen.

Noch ist das Roßkopf-Areal leer. Foto: Roland Thäder
Noch ist das Roßkopf-Areal leer. Foto: Roland Thäder

Die Landesplanung sieht Flächen für einen Vollsortimenter von bis zu 2055 Quadratmetern, für einen Discounter bis zu 1600 Quadratmeter und für ein weiteres Geschäft mit bis zu 800 Quadratmeter vor. Den Grünordnungsplan und den Umweltbericht erstellt das Büro Blank aus Pfreimd.

„Die Zeiten, in denen man eine Ladenfläche gebaut und ein Dach drauf gesetzt hat, sind vorbei.“

Hans Eibauer, Projektkoordinator

Auf Nachfrage der Mittelbayerischen sagte Eibauer, dass auf dem Gelände Gebäude bis zu maximal vier Stockwerke zulässig seien, es aber keinen monolithischen Block, sondern eine Staffelung geben werde. Die Details werden im Architektenwettbewerb geklärt werden. „Die Flächen sollen optimal genutzt werden. Die Zeiten, in denen man eine Ladenfläche gebaut und ein Dach drauf gesetzt hat, sind vorbei“, sagte Eibauer in Hinblick auf die Diskussion um Flächenfraß und die Ambitionen des Bauherren, etwas städtebaulich Hochwertiges zu schaffen. Dabei müsse auch die städtebauliche Anbindung berücksichtigt werden. Deshalb würden ja auch Städtebaufördermittel für das Projekt bewilligt werden. Die Zufahrt werde von der Neukirchener Straße aus erfolgen. Dafür wird eine Abbiegespur angelegt werden müssen.

Architektenwettbewerb wird im Herbst ausgelobt

Die ehemalige Gärtnerei ist im Herbst 2018 abgerissen worden. Foto: Thäder
Die ehemalige Gärtnerei ist im Herbst 2018 abgerissen worden. Foto: Thäder

Im Herbst wird dafür der Architektenwettbewerb ausgelobt. Nach der Realisierung des Projekts soll auf dem ehemaligen Roßkopf-Gelände ein neuer „Treffpunkt für Einkaufen und Wohnen“ in Neunburg entstehen, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Um einen gewissen gestalterischen Spielraum möglich zu machen, soll durch den Bebauungsplan ein möglichst flexibles Baurecht geschaffen werden.

Der Zeitplan sieht vor, dass bis Herbst 2020 Baurecht und eine Baugenehmigung vorliegen. Die Bauzeit soll rund eineinhalb Jahre betragen. Die Stadtratsfraktionen von CSU, Freien Wählern und SPD begrüßten das F.EE-Vorhaben und werteten es als ein positives Signal für die Neunburger Innenstadt-Entwicklung. Dies umso mehr, als sich „in den letzten 20 Jahren das Einzelhandelsangebot aus dem Altstadtkern heraus in Richtung Industriestraße und die Amberger Straße verschoben hat“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

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