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Hörgenuss

Feierliche Musik in der Kirche

Die Musikkapelle Schwarzenfeld gab ein Weihnachtskonzert in der Marienkirche. Es war das erste unter Leitung von Stefan Karl.
Von Rudolf Hirsch

Die Musikkapelle Schwarzenfeld ließ unter der Leitung von Stefan Karl beim Konzert in der Marienkirche konzertante Blasmusik und weihnachtliche Melodien erklingen.  Foto: Rudolf Hirsch
Die Musikkapelle Schwarzenfeld ließ unter der Leitung von Stefan Karl beim Konzert in der Marienkirche konzertante Blasmusik und weihnachtliche Melodien erklingen. Foto: Rudolf Hirsch

Schwarzenfeld.In der stimmungsvollen Atmosphäre der Marienkirche wünschte die Vorsitzende der Musikkapelle Schwarzenfeld, Kristina Betz, den Besuchern einen „friedlichen und besinnlichen Weihnachtsausklang“ und ermunterte die Zuhörer: „Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die Musik“. Mit dem anrührenden Choral „Liebster Jesu, wir sind hier“ eröffnete das Orchester unter Leitung von Stefan Karl das Weihnachtskonzert 2019.

Beim Weihnachtslieder-Potpourri „Die Winterrose“ erinnert der Komponist Kurt Gäble an das Wunder der Heiligen Nacht und mahnt zur Neubesinnung auf die weihnachtliche Botschaft. In einer nachdenklichen Betrachtung machte auch Vorsitzende Kristina Betz den Menschen Mut, aus Weihnachten „ein Fest des Friedens, der Freude und der Versöhnung“ werden zu lassen.

Die Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck wird gern zur Adventszeit gespielt. Stefan Karl nahm die von Andreas Schorer arrangierte Fassung ins Programm auf. Mit dem Flügelhorn eröffnete Solist Jürgen Probst die Ballade „Märchen von Moos und Farnkraut“ und gab die Melodie nach und nach weiter an die übrigen Instrumente. Bei der Symphonie „Aus der neuen Welt – Largo“ übernahm Kerstin Perry mit dem Englischhorn die Solostimme. Norbert Studnitzky arrangierte die Komposition von Antonin Dvorak für Blasorchester.

Die frohe Botschaft im Konzert

Es folgte mit „Aber Heidschi Bumbeidschi“ ein bekanntes Wiegenlied, das regelmäßig zur Weihnachtszeit erklingt. „Cantique De Noel“ ist ein französisches Weihnachtslied von Adolphe Adam aus dem 19. Jahrhundert, das in der Heimat des Komponisten so beliebt ist wie im deutschsprachigen Raum das „Stille Nacht“. Die Musikkapelle spielte die tief romantische Melodie in der englischen Fassung „O holy night“. Das Weihnachtslied verkündet die frohe Botschaft von der Geburt Jesu, dem Erlöser der Menschheit.

Statt einer sonst üblichen Gesangseinlage bekamen die Zuhörer diesmal Alphornklänge der Solisten Ursula Nückel, Sebastian Lindner und Stefan Karl zu hören. Dazwischen erzählte Kerstin Perry heitere Weihnachtsgeschichten. Jacob de Haan hat die Lieder „Zu Bethlehem geboren“, „O Jesulein süß“ und „Fröhlich soll mein Herze springen“ zu einer „kleinen Weihnachtsmusik“ arrangiert.

Die Trommel leitete mit triolischem Rhythmus den „Zapfenstreich“ ein. Komponist Thomas Berghoff nimmt im Stück „Hornblowers Farewell“ die militärische Zeremonie des Abschiedes auf. Das Thema erklingt in der Solotrompete, geht auf die anderen Instrumente über und klingt mit Abschiedsimpressionen aus.

Am Ende stimmten alle mit ein

Was wäre aber ein Weihnachtskonzert ohne ein abschließendes „Stille Nacht“? Bevor die Zuhörer in die Melodie mit einstimmten, bedankte sich Vorsitzende Kristina Betz beim Orchesterleiter, bei den Mitwirkenden und bei den Vertretern der Pfarrgemeinde für das Zusammenwirken und bat die 350 Besucher um eine kleine Spende zugunsten der Nachwuchsarbeit.

Das Weihnachtskonzert der Musikkapelle Schwarzenfeld hat eine lange Tradition. Der im vergangenen Jahr verstorbene langjährige musikalische Leiter Josef Lobenhofer gilt als Begründer der Veranstaltungsreihe. Seit 1997 findet das Konzert jeweils am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Marienkirche statt. Aus einem weiten Umkreis lockt die Musikkapelle die Freunde konzertanter Blasmusik an diesem Tag nach Schwarzenfeld.

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