MyMz
Anzeige

Festschrift zu Burglengenfelds Jubiläum

Veranstaltungen und Vorträge zu „475 Jahre Burglengenfeld“ sind nun dokumentiert. Viele Facetten werden sichtbar.

2017 wurde das Jubiläum 475 Jahre Stadt Burglengenfeld groß gefeiert. Jetzt gibt es dazu eine Festschrift. Symbolfoto: Thomas Rieke
2017 wurde das Jubiläum 475 Jahre Stadt Burglengenfeld groß gefeiert. Jetzt gibt es dazu eine Festschrift. Symbolfoto: Thomas Rieke

Burglengenfeld.Festspiel, Konzerte, Feste, Ausstellungen: 2017 wurde das Jubiläum 475 Jahre Stadt Burglengenfeld groß gefeiert. Dazu ist laut einer Pressemitteilung der Stadt nun eine reich bebilderte Festschrift erschienen, in deren Mittelpunkt die Beiträge von ausgewiesenen Experten zur Burglengenfelder, pfalz-neuburgischen und bayerischen Geschichte stehen.

Leider verhindert die Corona-Krise zurzeit alle öffentlichen Veranstaltungen der Stadt Burglengenfeld. Auch die für Ende April geplante Vorstellung der jüngst fertiggestellten Festschrift „Burglengenfeld 1542 – 2017“ musste abgesagt werden. Dafür ist die Broschüre mit 136 Seiten nun im Bürgerbüro im Rathaus zum Preis von acht Euro erhältlich.

Lokalpolitik

Neue Harmonie im Burglengenfelder Rat

Fruchtbare Gespräche im Vorfeld führen zur reibungslosen Wahl der Gesche-Stellvertreter. Sie heißen Gruber und Bösl.

Die 475-Jahrfeier 2017 ist mit einer ganzen Reihe von großartigen Festen und Veranstaltungen begangen worden – vom historischen Festspiel und Festzug über Jubiläumsfestakte, Konzerte, Volks- und Straßenfeste bis zu großen Ausstellungen und Führungen. Zum Programm gehörten ferner vier historische Vorträge von ausgewiesenen Expertinnen und Experten.

Diplom-Ingenieur Architekt Franz Peter (München und Riedering), Dr. Maria Rita Sagstetter (Staatsarchiv Amberg), Dr. Barbara Zeitelhack (Stadtarchiv Neuburg a.d. Donau) und Dr. Wolfgang Janka (Universität Regensburg und Bayerische Akademie der Wissenschaften München) haben sich bereit erklärt, ihre Vorträge in eine Druckfassung mit zahlreichen Illustrationen zu bringen, die eine Vielzahl neuer, oft spektakulärer Erkenntnisse zur Burglengenfelder Stadt- und Baugeschichte beinhalten.

Festschrift-Themen

  • Franz Peter:

    325 Jahre Johann Michael Fischer

  • Maria Rita Sagstetter:

    Fürstliche und städtische Bautätigkeit in Burglengenfeld in pfalz-neuburgischer Zeit nach Quellen aus dem Staatsarchiv Amberg

  • Barbara Zeitelhack:

    Strategische Entscheidungen – Heiratspolitik der Fürsten von Pfalz-Neuburg

  • Wolfgang Janka:

    Zur Ersterwähnung der Stadt Burglengenfeld und zur sprachlichen Entwicklung des Ortsnamens

Dazu gehört unter anderem ein Entwurf von Sigmund Doctor aus dem Jahr 1600 für eine „Vorstadt vor dem Oberen Tor“, etwa im Bereich des heutigen Parkhausgeländes. Pfalzgraf Philipp Ludwig schwebte „eine Planstadt mit rechtwinklig geführten Gassen und Plätzen sowie mit Bürgerhäusern in einheitlicher Bauweise“ vor, schreibt Maria Rita Sagstetter.

Ferner regte der Pfalzgraf das Anlegen eines „Krautgartens“ zu jeder neu erbauten Behausung an. Die Begeisterung der Burglengenfelder über diese Pläne hielt sich in Grenzen. Bebauungsplanänderungen sind also keine Erfindungen der Neuzeit, die gab es auch schon im 17. Jahrhundert, wie aus Sagstetters Beitrag eindrucksvoll hervorgeht.

Infektionsschutz

Keine Geldbuße wegen Händeschüttelns

Das Landratsamt stellt das Verfahren gegen den Burglengenfelder Bürgermeister ein. Auch 50 andere Bürger können aufatmen.

Der große Vorteil einer solchen „kleinen Chronik“ aus Anlass des halbrunden Stadtrechtsjubiläums ist zweifellos, dass neue, interessante Themen aus der Stadtgeschichte aufgearbeitet werden und dass sich interessierte Leserinnen und Leser anhand der umfangreichen Anmerkungen und weiterführenden Hinweise auch selbst weiter in Archiven und Museen damit beschäftigen und dort weiterforschen können.

Erster Entwurf von Sigmund Doctor für eine Vorstadt vor dem Oberen Tor, 1600. Foto: Staatsarchiv Amberg
Erster Entwurf von Sigmund Doctor für eine Vorstadt vor dem Oberen Tor, 1600. Foto: Staatsarchiv Amberg

Zudem haben Kultur- und Pressereferent Michael Hitzek, Museumsleiterin Dr. Margit Berwing-Wittl, Ortsheimatpfleger Günther Plößl und Fotograf Werner Binder vier Abschnitte mit Bildern aus den großen Sonderausstellungen „Burglengenfeld einst und jetzt“ im Rathaussaal und „Die Stadt von A bis Z“ im Volkskundemuseum sowie Impressionen von den verschiedenen kulturellen Highlights des Jahres 2017 zusammengestellt, die die Stadt in allen denkbaren Facetten in Geschichte und Gegenwart zeigen und der Grund dafür sind, wie Bürgermeister Thomas Gesche in seinem Vorwort schreibt, dass „die Lengfelder ihre schöne Stadt lieben und stolz sind auf ihre Vergangenheit“.

Landrat Thomas Ebeling hat ein Grußwort beigesteuert. Sehr ansprechend gestaltet wurde die Festschrift von der Graphikerin Ruth Ibañez, Regensburg, die seit vielen Jahren immer wieder für die Stadt arbeitet und auch das Logo für das Jubiläumsjahr gestaltet hatte. Die Festschrift „Burglengenfeld 1542 – 2017“ im Format DIN A 4 hat 136 Seiten, ist durchgehend farbig bebildert und kostet je Exemplar acht Euro. Zu erwerben ist sie ab sofort im Bürgerbüro im Rathaus und im Oberpfälzer Volkskundemuseum.

Mehr Nachrichten aus Burglengenfeld lesen Sie hier.

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über den Facebook Messenger, Telegram und Notify direkt auf das Smartphone.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht