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Einsatz

Feuer und Rauch in Asylbewerberheim

Über 100 Feuerwehrleute bekämpften einen Brand bei Teublitz. Zwei Menschen wurden verletzt. Die Kripo ermittelt.
Von Werner Artmann

In einer Wohnung im Obergeschoss brach der Brand aus. Foto: Werner Artmann
In einer Wohnung im Obergeschoss brach der Brand aus. Foto: Werner Artmann

Teublitz.Großeinsatz für die Feuerwehren, Polizei und Rettungsdienst am Sonntagvormittag gegen 9.40 Uhr in der Gemeinschaftsunterkunft Koppenlohe im Stadtgebiet von Teublitz: In einem Gebäude brach in einer Unterkunft im Obergeschoss ein Brand aus, der die ganze Wohnung zerstörte. Insgesamt 22 Personen mit verschiedenen Nationalitäten mussten nach dem Brand ihr Heim verlassen und wurden von der Heimleitung auf andere Notunterkünfte in der Koppenlohe verteilt.

Security-Mitarbeiter evakuierten das Haus

Zum Glück befanden sich beim Brandausbruch zwei Mitarbeiter einer Security-Firma zufällig im Haus, die hervorragend reagierten. Sie evakuierten eine Frau aus Äthiopien mit ihrem einjährigen Kind sowie drei weitere Familien, die in dem Haus leben. Zum Zeitpunkt der Rettung stand der gesamte Wohnblock bereits total unter Rauch. Ein Mitarbeiter der Security-Firma wurde dabei leicht verletzt. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr kam es im gesamten Unterkunftsbereich bis hin zur Kreisstraße nach Burglengenfeld zu enormer Rauchentwicklung.

Die Polizei war mit mehreren Beamten vor Ort. Foto: Werner Artmann
Die Polizei war mit mehreren Beamten vor Ort. Foto: Werner Artmann

Der erste „Angriff“ erfolgte durch mehrere Feuerwehreinsatzkräfte mit schwerem Atemschutz, die versuchten das Feuer zu löschen und die Rauchentwicklung einzudämmen. Von außen sicherte die Feuerwehr Burglengenfeld mit der Drehleiter das Obergeschoss des Hauses ab. Dies alles nahm längere Zeit in Anspruch. Im Anschluss konnte mit einem Ventilator die Wohnung der Brandleiderin rauchfrei gemacht werden. Der Rettungsdienst und die anwesenden Notärzte versorgten zwei Personen, welche eine Rauchvergiftung erlitten.

Technischer Defekt als Brandursache

Das Feuer wurde vermutlich durch einen technischen Defekt an einem elektrischen Gerät in der Küche ausgelöst. Das sagten Sprecher von Polizei und Feuerwehr der Mittelbayerischen vor Ort. Am Montagvormittag teilt die Polizei mit, dass als Brandursache nach derzeitigem Ermittlungsstand von einem technischen Defekt auszugehen ist. Während des Einsatzes wurde durch die Feuerwehr die am Wohnheim vorbeiführende Kreisstraße von Maxhütte ab Alexanderplatz bis nach Burglengenfeld mehrere Stunden total gesperrt.

Schussverletzung

Mann schießt sich selbst ins Bein

Ein 48-Jähriger verletzt sich an einem Schießstand in Maxhütte am Oberschenkel, als sich ein Schuss aus seiner Pistole löst.

Laut Tina Schmidt von der Polizeiinspektion Burglengenfeld, die vor Ort die Einsatzleitung für die Polizei übernommen hatte, sind alle vier Wohnungen im Haus nach dem Feuer unbewohnbar. Die Renovierung wird vermutlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen und mit enormen Kosten verbunden sein.

Die Höhe des Sachschadens bezifferte die Polizei auf mindestens 50 000 Euro. Die weiteren Ermittlungen wurden noch am Sonntagvormittag von der Kriminalpolizeiinspektion Amberg übernommen. Im Einsatz waren die Feuerwehren Burglengenfeld, Winkerling, Meßnerskreith, Teublitz, Leonberg, Saltendorf, Münchshofen und Premberg.

Retter im Einsatz

  • Feuerwehren:

    Am Einsatz beteiligt waren insgesamt 100 Kräfte der Feuerwehren aus Burglengenfeld, Saltendorf, Münchshofen-Premberg, Winkerling, Leonberg und Teublitz.

  • Einsatzleitung:

    KBM Markus Dechant, KBI Thomas Schmidt, BRK-Einsatzleiter Dominik Schmid mit drei Rettungswägen und einem Krankenwagen sowie Tina Schmid von der Polizei. (bat)

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