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Feuerwehr bildet sich jetzt online fort

19 Feuerwehrler im Landkreis Schwandorf haben den ersten digitalen Sprechfunklehrgang absolviert. Die Praxis wird nachgeholt.

Von zuhause aus absolvierten 19 Feuerwehrleute den ersten digitalen Sprechfunklehrgang. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Von zuhause aus absolvierten 19 Feuerwehrleute den ersten digitalen Sprechfunklehrgang. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Schwandorf.Die derzeitigen Situationen erfordern besondere Maßnahmen in allen Bereichen. So auch bei den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Schwandorf. Die Standortausbildungen, die die Kreisbrandinspektion jährlich anbietet, sind zwingend für die Aus- und Weiterbildung der örtlichen Feuerwehren erforderlich. Doch aufgrund des Ansteckungsrisikos haben die Verantwortlichen um Kreisbrandrat Robert Heinfling frühzeitig beschlossen diese entsprechen abzusagen.

Wie es in einer Pressemitteilung der Feuerwehren heißt, erfordern außergewöhnliche Situationen auch außergewöhnliche Maßnahmen. Der Fachbereich Information und Kommunikation um die beiden Verantwortlichen Kreisbrandmeister Christian Demleitner sowie Fachberater Christoph Beier haben überlegt, neue Wege zu gehen in Form einer digitalen Ausbildung. So startete vor einigen Wochen der erste digitale Sprechfunklehrgang des Landkreises Schwandorf.

Entscheidung

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Die 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Feuerwehren Schönsee, Niedermurach sowie Kühried absolvierten so die theoretische Grundausbildung. Dabei hatten die beiden Verantwortlichen besonders die kommenden Monate im Blick. Sollten sich Lockerungen ergeben, werden viele Termine nachgeholt werden. Was wir jetzt schon digital abbilden können, verschafft Freiraum für spätere Termine – so Kreisbrandmeister Christian Demleitner. Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehen diese Form als flexibler an.

Einsatzzahlen

  • Steigerung:

    Einen Anstieg zum Vorjahr erleben derzeit die Verantwortlichen im Landkreis Schwandorf bei den Einsatzzahlen der Feuerwehren. Seit dem 15. März steigerten sich die Einsatzzahlen innerhalb des Landkreises vergleichsweise deutlich. Seit Erklärung des Katastrophenfalles bis 1. Mai mussten 1 115 Einsätze abgearbeitet werden, so Pressesprecher Hans-Jürgen Schlosser.

  • Einsätze:

    Brandeinsätze 309; Technische Hilfeleistungen 722; ABC-Einsätze 14; Sonstige Tätigkeiten / Sicherheitswachen 70; gesamt 1 115

Sophia von der Freiwilligen Feuerwehr Niedermurach hat dazu gesagt: „Der Online Lehrgang hatte den Vorteil, dass man dem Vortrag bequem von zu Hause auszuhören konnte und somit auch die Zeit der Anreise sparen konnte.“ Auch für die Ausbilder war es eine ungewohnte Situation, die zu vermittelnden Inhalte wie Kartenkunde, Rechtsgrundlagen, Physikalische Grundlagen, Gerätekunde und den Sprechfunkbetrieb vor einer Kamera zu vermitteln.

Kreisbrandrat Robert Heinfling hatte sich kurz „online“ dazugeschaltet. Dabei sammelte er Erfahrungen für solche Modelle, die man auf Landkreisebene künftig prüfen wolle, so Heinfling. Auch die Prüfung fand online über ein Portal statt. Jedoch müssen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Nachgang noch ihre vorgeschriebenen Praxisstunden abhalten, um so der Qualität der Ausbildung gerecht zu werden, so Pressesprecher Hans-Jürgen Schlosser.

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