MyMz
Anzeige

Ehrenamt

FFW Bergham braucht neues Gerätehaus

Beim Haus wurden Sicherheitsmängel angezeigt. Die Feuerwehr nahm Ehrungen, Beförderungen und Neuaufnahmen vor.
von Ulrike Wolf

Das Gerätehaus der FFW Bergham ist viel zu eng geworden. Ein Neubau könnte die Platzprobleme lösen. Foto: Lorenz
Das Gerätehaus der FFW Bergham ist viel zu eng geworden. Ein Neubau könnte die Platzprobleme lösen. Foto: Lorenz

Nittenau.Am Dreikönigstag fand im Landgasthof Schmidbauer die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bergham statt. Schriftführerin Yvonne Käsbauer ließ das letzte Jahr Revue passieren. Anfang Februar wurde die alte Vorstandschaft verabschiedet. In fünf Vorstandssitzungen wurden Themen wie der Zustand des Feuerwehrhauses erörtert. Bei Festen oder Jubiläen anderer Vereine war die Feuerwehr stark vertreten. Beim Bürgerfest übernahm die Feuerwehr einen Weizenstand mit Ausschank und Grill. Derzeit zählt die Feuerwehr Bergham 423 Mitglieder, davon 13 in der Jugendfeuerwehr und 16 Kinder bei den Löschdrachen.

1. Kommandant Sebastian Bock berichtete von 95 Einsätzen, davon 21 Brände, 67 technische Hilfeleistungen und sieben Sicherheitswachen. Bei zwei Bränden wurde die Feuerwehr Bruck unterstützt. Zu den technischen Hilfeleistungen gehörten vor allem die Beseitigung von Unwetterfolgen und die Hilfe bei Unfällen. Eine ertrunkene Person musste aus dem Regen geborgen werden. Die Fahrzeuge wurden bewegt: der Caddy 2340 Kilometer, Bus „Bergham 11/1“ 3483 Kilometer, LF „Bergham 42/1“ 993 Kilometer und RW „Bergham 61/1“ 855 Kilometer.

Sicherheit

Die Herzstücke der Nittenauer Feuerwehr

Die Nittenauer Feuerwehrleute retten Leben und schauen dabei nicht aufs Geld: Viele bezahlen ihre Stiefel sogar selbst.

Um den Ausbildungsstand zu halten, wurden 42 Schulungsabende und zwei Einsatzübungen mit anderen Wehren abgehalten. Die Theoriestunden belaufen sich auf 680 und die Praxisstunden auf 1700 Stunden. Einige Feuerwehrleute legten Prüfungen ab und besuchten weiterführende Lehrgänge Auf zwei Aktivenversammlungen und vier Dienstgradbesprechungen tauschte man Neuigkeiten aus. Für die Fahrzeugpflege opferten die Mitglieder 784, für die Instandhaltung des Gerätehauses 194 Stunden.

Neues Fahrzeug für die Feuerwehr

Im Frühjahr wurde ein neues Fahrzeug P 250 beschafft. Die Stadt Nittenau investierte dafür 17000 Euro. 4500 Euro gab die Stadt für Ausrüstungsgegenstände aus. Bock bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.

Jugendwart Tobias Heuschneider gab Auskunft über die Arbeit mit der Jugendgruppe. Derzeit sind zwölf Jugendliche dabei, Zuwachs kam von den „Löschdrachen“. Zwei Jugendliche wurden volljährig und in den aktiven Dienst übernommen. Zusammen mit seinem Stellvertreter Daniel Reil meisterte Tobias Heuschneider die verschiedenen Kurse wie das Bayerische Jugendleistungsabzeichen, die Jugendflamme oder den Wissenstest. Auch Ausflüge wie ins Bad Palm Beach bereicherten die Aktivitäten der Jugendgruppe. Durch die Teilnahme am Ostbayerischen Feuerwehrpreis der Sparda-Bank konnten neue Helme angeschafft werden.

Menschen

Was den Chef der Feuerwehr umtreibt

Schwandorfs Kreisbrandrat Robert Heinfling ärgert sich über Gaffer. Im Interview verrät er auch, wo er abschalten kann.

Rudolf Bornas berichtete von der Kinderfeuerwehr „Löschdrachen“. Hier sind derzeit 15 Kinder ab sechs Jahren, davon zwei Mädchen, aktiv. Seit der Gründung wurden schon sechs Kinder, die an die Altersgrenze von zwölf Jahren gekommen waren, in die Jugendfeuerwehr übernommen. Höhepunkt für die Kinder ist immer die Winterwanderung mit Übungen und Lagerfeuer. Am 25. April ist zusammen mit der Kinderfeuerwehr Bruck eine „Kinderfeuerwehr-Olympiade“ am Jahnweg geplant.

Kassier Martin Griesbeck berichtete Positives und die gute Kassenführung wurde bestätigt. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Ortsbegehung am Gerätehaus

Die Landkreisführung gratulierte zu 25 und 40 Jahren aktiver Dienstzeit; Franz Schuierer (Mitte) erhielt das Ehrenkreuz in Silber. Foto: Ulrike Wolf
Die Landkreisführung gratulierte zu 25 und 40 Jahren aktiver Dienstzeit; Franz Schuierer (Mitte) erhielt das Ehrenkreuz in Silber. Foto: Ulrike Wolf

In allen Grußworten des stellvertretendes Landrats Joachim Hanisch, des Bürgermeisters Karl Bley und des Kreisbrandrats Robert Heinfling wurde das Engagement der Mitglieder gelobt, sei es bei der Ausbildung, der Gerätepflege oder bei Einsätzen. „Die Arbeit dieses Ehrenamts ist unbezahlbar“, stelle Hanisch fest. Der Landkreis Schwandorf sei bei der Feuerwehrausbildung bayernweit vorne dran, so Heinfling. Bley kündigte wegen der angezeigten schweren Sicherheitsmängel am Gerätehaus eine Ortsbegehung an. Diese Erkenntnisse sollen in die Entscheidung „Neubau“ einfließen.

Staatliche Ehrungen der Landkreisebene für 25 und 40 Jahre Dienstzeit nahmen Hanisch, Heinfling und Kreisbrandmeister Armin Jehl vor. Auch langjährige Vereinsmitglieder wurden geehrt, zwölf Neumitglieder aufgenommen und alle Jugendlichen bekamen ihre erworbenen Abzeichen. Die Beitragsanpassung von 16 auf 18 Euro wurde abgenickt. Der Mehrbetrag fließt in die Jugendarbeit.

Raimund Brunner (Mitte) ist 60 Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr Bergham.  Foto: Ulrike Wolf
Raimund Brunner (Mitte) ist 60 Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr Bergham. Foto: Ulrike Wolf

Im Rahmen der Ehrungen wurden auch Beförderungen ausgesprochen: Feuerwehrmann: Marcel Erdmann; Haupfeuerwehrmann: Manuel Ziegler; Oberlöschmeister: Daniel Reil; Hauptlöschmeister: Josef Bollwein.

Der ehemalige Kommandant Franz Schuierer wurde mit dem Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes in Silber ausgezeichnet. Die Laudatio hielt sein Nachfolger Sebastian Bock. Franz Schuierer war insgesamt 30 Jahre zunächst 2., dann 1. Kommandant und prägte die Wehr entscheidend. Zuvor war er Gerätewart. Im Landkreis Schwandorf ist Schuierer der erste Feuerwehrmann mit dieser hohen Auszeichnung.

Ehrungen

  • Für aktiven Dienst:

    Das Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre bekam von der Landkreisführung Christine Griesbeck. Das Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Dienst erhielten Josef Bollwein und Franz Schuierer. Für den aktiven Dienst wurde von Vereinsseite aus geehrt: Zehn Jahre: Mathias Markl, 20 Jahre: Martin Obermeier, Daniel Strahl, 30 Jahre: Markus Hildebrand, Roland Strahl.

  • Für Vereinsmitgliedschaft:

    25 Jahre: Christine Griesbeck, Andreas Riepl; 40 Jahre: Johann Bollwein, Josef Bollwein, Klara Fleischmann, Johann Dirnberger, Reinhard Hecht, Cornelia Hrabak, Karl-Heinz Klein, Eduard Kochherr, Gabriele Rapf, Johann Rapf, Georg Reisinger, Alois Schmalzl, Ramona Schmalzl, Franz Schuierer, Eduard Schwab, Brigitte Weber; 60 Jahre: Raimund Brunner.

Mehr Nachrichten aus Nittenau lesen Sie hier.

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über den Facebook Messenger, Telegram und Notify direkt auf das Smartphone.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht