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FFW Bergham steht unter neuer Leitung

30 Jahre lang war Franz Schuierer Kommandant der Feuerwehr. Sebastian Bock wird fortan seinen Posten übernehmen.
Von Ulrike Wolf

Sebastian Bock (links) ist nun erster Kommandant der FFW Bergham. Christian Goos (rechts) wurde als zweiter Kommandant gewählt. Foto: Ulrike Wolf
Sebastian Bock (links) ist nun erster Kommandant der FFW Bergham. Christian Goos (rechts) wurde als zweiter Kommandant gewählt. Foto: Ulrike Wolf

NITTENAU.„Es ist erst die zweite Urkunde für 30 Jahre Kommandantentätigkeit, die ich in meiner Dienstzeit verleihen darf“, stellte Kreisbrandmeister Armin Jehl auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bergham fest.

„Eine Kommandantenära geht zu Ende“, meinte auch Bürgermeister Karl Bley. Insgesamt 30 Jahre war Franz Schuierer der zweite und schließlich der erste Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Nittenau. In einer eigenen Rückschau auf seine Kommandantenzeit sagte Schuierer, er habe „einen Lebensabschnitt der Feuerwehr gedient“. Während seiner Amtszeit wurde der gesamte Fuhrpark einmal ausgetauscht und zwei Schubboote beschafft. Für diese habe er lange bei der Stadt gekämpft, bemerkten er und Bley. Seine offiziell letzte Anschaffung war ein Pulvercontainer PC 250.

Franz Schuierers letzter Bericht auf der Jahreshauptversammlung fiel gewohnt ausführlich aus. Die 93 Einsätze setzten sich zusammen aus 13 Brandeinsätzen, 49 technischen Hilfeleistungen, 16 Sicherheitswachen, zwei freiwilligen Leistungen (Hydrantenreinigung) und fünf Einsatzübungen. Zu den Einsätzen rückten 736 Kameradinnen und Kameraden aus und leisteten 1910 Einsatzstunden. Bei den Einsätzen gab es vier Tote, davon drei Ertrunkene.

Die „Neuen“ der FFW

  • Sebastian Bock:

    Der neue erste Kommandant trat im Jahre 2005 als Mitglied bei der Jugendfeuerwehr Bergham ein. Seit 2012 ist er zweiter Gerätewart und Maschinist der Feuerwehr. 2018 machte er den Gruppenführerlehrgang.

  • Christian Groos:

    Der 37-Jährige trat 1997 in die Jugendfeuerwehr ein und kam mit 16 Jahren in den aktiven Dienst. Er war lange Zeit Jugendwart.

Die Einsatzfahrzeuge LF 8/6 und RW 2 wurden 1050 km und 980 km bewegt, das Mehrzweckfahrzeug 3789 km, der Caddy 3197 km. Die Schubboote waren 22 Stunden im Einsatz. In die Ausbildung wurden 21 praktische Übungen und zwölf Ausbildungsabende investiert. Vier der Übungen fanden mit anderen Wehren statt. Die Stunden der Ausbildung teilen sich in 1360 Stunden Praxis und 560 Stunden Theorie auf. Die Aktiven besuchten diverse Lehrgänge wie Digitalfunk, oder Technische Hilfeleistung bei LKW- und Busunfällen, Gruppenführer und Atemschutzträger. Auch die Leistungsabzeichen legten die Aktiven in den Stufen eins, drei, vier und sechs (gold-rot) ab, um sich immer weiterzubilden. Für die Instandhaltung des Gerätehauses und des Fuhrparks wendeten die Gerätewarte 728 Stunden auf.

Um Aktuelles zu vermitteln, hielt die Wehr zwei Dienstgradbesprechungen und drei Aktivenversammlungen ab. Kurz ging er auch noch auf die Jugendarbeit und den selbst ausgerichteten Florianstag ein. Auch die Partnerschaft zu Prestice wird gepflegt, beim Jubiläum war die Berghamer Feuerwehr der Gastgeber und auch beim Gegenbesuch beeindruckt. Die Stadt Nittenau stellte 4500 Euro zur Verfügung, der Feuerwehrverein 7328 Euro.

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