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Region Schwandorf
Freitag, 17. August 2018 28° 2

Verkehr

Folgenschwerer Unfall bei Nabburg

Ein Lkw überholte einen Sattelzug, trotz Überholverbot. Das Manöver führte zu Kettenreaktionen – und schweren Verletzungen.

Der Unfallverursacher wurde im Führerraum des Lkw eingeklemmt und schwer verletzt. Er wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Symbolfoto: Baumgarten
Der Unfallverursacher wurde im Führerraum des Lkw eingeklemmt und schwer verletzt. Er wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Symbolfoto: Baumgarten

Schwarzach.Am Freitag kam es bei Nabburg im Landkreis Schwandorf zu einem schweren Unfall mit bösen Folgen. Ein 53-jähriger ukrainischer Lkw-Fahrer überholte auf der Staatsstraße 2151 zwischen Hohenirlach und Schwarzenfeld einen Sattelzug mit Anhänger – trotz Überholverbot. Es kam zu einer Reihe von folgenschweren Reaktionen: Der Lkw-Fahrer geriet ins Schleudern, der Sattelzug kam auf die Gegenspur und prallte mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Zwei Personen wurden bei dem Unfall schwer verletzt.

Zusammenprall auf der Gegenspur

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei Nabburg musste der Lkw-Fahrer das Überholmanöver wegen des Gegenverkehrs abbrechen und scherte zu früh wieder nach rechts ein. Dabei touchierte er den Sattelzug. Der Unfallversursacher kam ins Schleudern und blieb im angrenzenden Feld liegen. Der überholte Sattelzug geriet durch den Anstoß auf die Fahrspur in Gegenrichtung, wo ihm eine Audi-Fahrerin entgegenkam. Die 57-jährige Frau versuchte noch, auszuweichen, konnte den Zusammenprall aber nicht mehr verhindern. Hinter der Audi-Fahrerin war ein 55-jähriger VW-Fahrer, der nach rechts in ein Feld auswich und dort zum Liegen kam.

Der Unfallverursacher wurde im Führerraum eingeklemmt und schwer verletzt. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Der 47-jährige Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt. Die Audi-Fahrerin zog sich ebenfalls schwere Verletzungen zu und wurde mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Staatsstraße komplett gesperrt

Die Staatsstraße musste bis zur Bergung komplett gesperrt werden. Es waren mehrere freiwillige Feuerwehren der umliegenden Gemeinden im Einsatz. Zur Bergung des umgekippten Lkws und des ins Feld ausgewichenen VWs war ein Kran notwendig. Der Sachschaden beläuft sich nach groben Schätzungen auf 26 000 Euro. (jw)

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