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Sport

Franz Pretzls Tipps für Radfahrer

Die Schwandorfer Natur lädt zum Radfahren ein. Zum Start in die neue Saison gibt der ehemalige Ausdauersportler Pretzl Tipps.
Von Renate Ahrens

Viele schöne Radwege, wie der Naabtalradweg, führen durch den Landkreis Schwandorf. Foto: Renate Ahrens
Viele schöne Radwege, wie der Naabtalradweg, führen durch den Landkreis Schwandorf. Foto: Renate Ahrens

Schwandorf.Im Urlaub in ferne Länder fahren? Das ist gar nicht nötig, erklärt Franz Pretzl und steigt auf sein Fahrrad. Der ehemalige Ausnahmesportler wohnt nur etwa 50 Meter vom idyllischen Naabtalradweg in Premberg entfernt, und von hier könne man auf einem riesigen Netz aus Radwegen durch den ganzen Landkreis und darüber hinaus radeln.

Immer mehr Menschen tun das auch und entdecken Fahrradfahren als preisgünstiges und schönes Hobby, sagt Pretzl. Diesen Trend erkennen auch die Tourismusfachleute. Vor zwei Jahren wurden die Beschilderungen der Radwege im gesamten Landkreis Schwandorf überarbeitet und auch neue Radkarten und Infotafeln erstellt, berichtet Alexandra Baier vom Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald. Die Nachfrage nach den Radkarten ist groß, sagt sie. „Jeder findet sich dadurch gut zurecht“, lobt auch Franz Pretzl.

Der Frühjahrs-Check beim Fahrrad ist wichtig

Im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „E-Bike-Region Oberpfälzer Wald“ wurden 85 neue Ladestationen aufgestellt. Im Landkreis Schwandorf gibt es etwa 50 Ladestationen. Foto: tre
Im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „E-Bike-Region Oberpfälzer Wald“ wurden 85 neue Ladestationen aufgestellt. Im Landkreis Schwandorf gibt es etwa 50 Ladestationen. Foto: tre

Überhaupt habe Fahrradfahren jede Menge Vorteile: Es eignet sich für jedes Alter, es macht Spaß und der Aktionsradius sei im Vergleich zum Wandern größer – vor allem seit es die E-Bikes gibt. Für Übergewichtige wäre es auch die ideale Sportart, da es nicht sehr anstrengend sei und man doch Kalorien verbrauche, erklärt Pretzl. Der 61-Jährige fährt selbst praktisch täglich Fahrrad. Gerade kommt er vom Langlaufen am Arber. Das würde sich besonders gut eignen, um sich im Winter fit zu halten. Auch Hallensportarten, Nordic Walking oder Skigymnastik wären dafür ideal. „Wichtig ist es, den ganzen Körper zu trainieren.“ Der Premberger muss es wissen. Unzählige Preise hat er schon bekommen, vor allem im Triathlon. Jetzt coacht er seine Tochter Helena, die die Crosstriathlonweltmeisterschaft in Dänemark gewonnen hat.

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„Fahrradfahren ist ein Sport, den man mit der ganzen Familie ausüben kann“, weiß der vierfache Vater aus eigener Erfahrung. Nach einem Herzinfarkt vor vier Jahren fährt er nur noch „gemäßigt“, wie er erklärt, aber auch für eingeschränkte Freizeitsportler sei es ideal.

Reifendruck und Bremsen testen

Über 80 Prozent aller Haushalte in Deutschland besitzen mindestens ein Fahrrad. Foto: tre
Über 80 Prozent aller Haushalte in Deutschland besitzen mindestens ein Fahrrad. Foto: tre

Wenn man das Fahrrad nach den Wintermonaten wieder aus dem Keller holt, sollte man es zunächst überprüfen. Passt der Reifendruck, funktionieren die Bremsen? Fachgeschäfte bieten diesen Check an. Auch wenn man plane, ein neues Fahrrad zu kaufen, sollte man zum Fachhändler gehen, empfiehlt Pretzl. So könne man sicher sein, das richtige Fahrrad für den angestrebten Zweck und vor allem die passende Größe zu bekommen. Dort gibt es auch die entsprechende Ausrüstung.

Ein Helm ist unverzichtbar, sagt Pretzl und empfiehlt auch Handschuhe. Die Schuhe sollten keine zu weiche Sohle haben. Wind- und regenfeste Kleidung nach dem Zwiebelprinzip ist ratsam, wie auch eine Brille gegen Fliegen und als Sonnenschutz. Foto: tre
Ein Helm ist unverzichtbar, sagt Pretzl und empfiehlt auch Handschuhe. Die Schuhe sollten keine zu weiche Sohle haben. Wind- und regenfeste Kleidung nach dem Zwiebelprinzip ist ratsam, wie auch eine Brille gegen Fliegen und als Sonnenschutz. Foto: tre

Anfänger sollten es „zunächst langsam angehen und den Radius nach und nach ausweiten“, sagt Pretzl. Hat man sich erstmals ein E-Bike zugelegt, sollte man dieses nicht unterschätzen und sich erst einmal daran gewöhnen. Zunächst könnte es sich nämlich etwas merkwürdig anfühlen, plötzlich mit einem Motor unterwegs zu sein. Daher eignen sich für Anfänger besonders sogenannte Pedelecs, also Räder, die höchstens 25 Stundenkilometer schnell werden und bei denen man treten muss, um voranzukommen. „Am besten fährt man am Anfang abgelegene Strecken mit wenig Verkehr.“ Mit wachsender Ausdauer könne man sich dann an weitere Strecken wagen.

Radsportgruppen der Vereine erleben einen Zulauf

Eine gute Alternative, gerade für Anfänger, sind die vielen Radsportgruppen der Vereine, erklärt Pretzl. Gemeinsam mache Radfahren noch mehr Spaß und man bekomme gute Tipps vom Trainer. Immer mehr Zulauf von Fahrradbegeisterten bekommt zum Beispiel der Rad- und Kraftfahrerbund Solidarität Klardorf (RKB). Im Jahr 1987 hatte dieser Verein eine Radwandergruppe (heute Trekkinggruppe) und etwas später eine Rennradgruppe ins Leben gerufen. Letztere, die etwa 20 aktive Fahrer zählt, absolviert wöchentlich zwei Trainingsfahrten, wie Vorstand Karlheinz Salzl berichtet. Auch die Geselligkeit fehlt hierbei nicht, so wird bei jeder Tour gemütlich eingekehrt.

Viele neue Radwege führen durch die Oberpfalz und ihre Nachbarregionen – mit speziellen Touren für E-Bikes, geübte Radler oder Familien. Ein Radmagazin und Radkarten gibt es bei kostenlos bei allen Tourismusbüros. Foto: tre
Viele neue Radwege führen durch die Oberpfalz und ihre Nachbarregionen – mit speziellen Touren für E-Bikes, geübte Radler oder Familien. Ein Radmagazin und Radkarten gibt es bei kostenlos bei allen Tourismusbüros. Foto: tre

„Das Radfahren kann bis ins hohe Alter ausgeführt werden, es hält sportlich und gesundheitlich fit und ist gut geeignet, den Stress des Alltags abzubauen“, weiß Salzl. Er würde sich nur mehr jüngere Mitglieder wünschen - vorwiegend Ältere fahren in Klardorf mit, während beispielsweise beim TSV Nittenau auch viele Kinder und Jugendliche in mehreren Gruppen dabei sind, wie Dirk Knapstein, Leiter der Radsportabteilung, erzählt. Anfänger sind immer willkommen, sagt auch er. Bedenken brauche man keine haben: „Wir fahren nach dem Motto: Jeder kommt mit. Man kann gar nichts falsch machen, sondern soll einfach nur Spaß haben!“

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