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Region Schwandorf
Sonntag, 24. Juni 2018 16° 3

Jubiläum

Frauenbund für seine Arbeit gelobt

Der Zweigverein des Katholischen Frauenbundes in Neunburg feierte sein 50-jähriges Gründungsjubiläum mit Ehrungen.
Von Ralf Gohlke

  • Unter den zu ehrenden „50-Jährigen“ befanden sich auch Gründungsmitglieder und ehemalige Vorsitzende des Ortsvereins. Ihnen gratulierten die Vorsitzenden Elisabeth Blend (links) und Christiane Schmid (rechts) sowie Pater Dr. Jakob Seitz und Pfarrer Stefan Wagner. Fotos: R. Gohlke
  • Die zu ehrenden „40-Jährigen“ erhielten ebenfalls großen Beifall. Foto: ggo
  • In Konzelebration hielten die Geistlichen Pfarrer Andreas Hanauer, Stefan Wagner, Pater Dr. Jakob Seitz, Pfarrer Karl-Dieter Schmidt und Pfarrvikar Benny Joseph Kochumundammalayil (von links) die Jubiläumsmesse. Foto: ggo
  • Das Saxophon-Quartett der Stadtkapelle umrahmte gekonnt den Festabend im Pfarrheim. Foto: ggo
  • Ein erlesenes Büfett krönte die Jubiläumsfeier des KDFB. Foto: ggo
  • Pater Dr. Jakob Seitz überreichte ein Präsent an Elisabeth Blend. Foto: ggo
  • 2. Bürgermeisterin Margit Reichl würdigte den Mut der Gründerinnen des Zweigvereins. Foto: ggo
  • Stadtpfarrer Stefan Wagner sprach ein Grußwort. Foto: ggo

Neunburg v. Wald.„Gott, der du uns Vater und Mutter bist, zu dir beten wir als Frauen in Familie und Beruf, in Freundschaften und Nachbarschaften, in Kirche und Gesellschaft“, so lautet der Beginn des Bundesgebetes des Katholischen Deutschen Frauenbundes, das auch bei den Jubiläumsfeierlichkeiten des Neunburger Zweigvereins nicht fehlen durfte. Den Auftakt bildete ein Festgottesdienst, den der geistliche Diözesanbeirat Pater Dr. Jakob Seitz in Konzelebration mit Stadtpfarrer Stefan Wagner sowie seinen Amtsvorgängern Andreas Hanauer und Karl-Dieter Schmidt und Pfarrvikar Benny Joseph Kochumundammalayil gestaltete.

Grundlegender Wandel


In seiner Predigt bescheinigte Pater Seitz dem Zweigverein, mit Herzblut und Leidenschaft seine Aufgaben in der Pfarrei und der Gesellschaft wahrzunehmen. Dabei sprach er auch den gewissen Hang zur Perfektion an, der nicht unbedingt sein müsse. „Es muss auch noch etwas übrig bleiben für den Herrgott“, meinte der Geistliche mit einem Schmunzeln.

Christiane Schmid vom Vorstandstrio übernahm die namentliche Begrüßung der Jubiläumsgäste zum Festabend im Pfarrheim. Dabei bedankte sie sich auch bei Bastian Wagner für das Orgelspiel und beim Kirchenchor für den gelungenen Rahmen. Ein besonderer Gruß ging an die Abordnung der Schulschwestern sowie die Vertreter der kirchlichen Vereine und Gemeinschaften sowie allen Vorgängerinnen im Amt der Vorstandschaft.

Elisabeth Blend verzichtete in ihrem Vortrag auf einen Rückblick und verwies auf die vorbereitete Bilderschau.

Dafür betonte sie den grundlegenden Wandel des Frauenbildes in den vergangenen 50 Jahren, weg von den Frauen, die fast nur zu Hause gewesen seien, wenig oder überhaupt etwas sagen durften und kaum Rechte besaßen hin zu zur heutigen, selbstbewussten, aus der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenkenden Frau.

Der Frauenbund habe den oft steinigen Weg geebnet und den Frauen geholfen, ihre Ziele zu erreichen. Namentlich erinnert sie an Ellen Ammann (1870 bis 1932) als Mutter von sechs Kindern und Wegbereiterin der modernen Sozialarbeit, kirchliche Aktivistin und einer der ersten Frauen im Bayerischen Landtag.

Weitblick und nachhaltiges Denken hätten auch die Gründerfrauen bewiesen, die sich vor 50 Jahren einem Verband anschlossen, der von Beginn an über die eigen Kirchturm hinaus geblickt und immer in großen Netzwerken gedacht und gehandelt habe. Gelegentlich kritischen Untertönen sei mit dem Bewusstsein begegnet worden, einer guten Sache zu dienen. So habe sich der Zweigverein zu einem aktiven und interessanten Zusammenschluss für Frauen jeden Alters entwickeln lassen. Auch an der Ausrichtung zum christlichen Glauben habe sich seither nichts geändert, ebenso wie an den Zielen, am Aufbau einer Gesellschaft und Kirche mitzuwirken, in der Männer und Frauen partnerschaftlich zusammenleben.

Arbeit noch nicht zu End

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Pfarrer Stefan Wagner zitierte nur am Rande den Satz, der bei keinem Frauenbundjubiläum fehlen würde, den vom Pfarrer, der „ohne Frauenbund ein armer Hund“ sein würde. Besser gefiel ihm da ein Gedicht aus dem Oberbayerischen, das am Ende ein „Vergelt‘s Gott“ und den Hinweis enthielt „Ihr Frauen seid’s a’ riesiger Schatz.“

Dr. Jakob Seitz ging auf die große Bandbreite der Arbeit des Frauenbundes ein, die sich inzwischen bis in die Politik hinein erstrecke. Er erinnert an Zeiten, als Frauen noch die schriftliche Erlaubnis ihrer Ehemänner zur Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit bedurften und war sicher, dass der Weg in die Gleichstellung noch nicht zu Ende wäre. Es gäbe noch genügend Themen, welche die Aktivität des Frauenbundes bräuchten.

2. Bürgermeisterin Margit Reichl sprach vom großen Mut, den die Gründerinnen seinerzeit aufbringen mussten und der von der Männerwelt oft nur belächelt worden sei. Heute seien sich die Frauen ihrer tragenden Rolle bewusst, sonst wären sie in Beruf und Gesellschaft nicht so angekommen. Dafür seien 50 Jahre ständiger Präsenz und Arbeit erforderlich gewesen.

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