MyMz
Anzeige

Kommunalpolitik

Freie Wähler nominieren Benjamin Boml

Die Freien Wähler in Nittenau haben sich für die Kommunalwahl positioniert. Die Stadt müsse endlich weiterentwickelt werden.
Von Max Schmid

Die Freien Wähler in Nittenau haben ihre Kandidaten für die Stadtratswahl im März 2020 nominiert. Benjamin Boml (Bildmitte) wurde als Bürgermeisterkandidat aufgestellt. FW-Kreisvorsitzender Dieter Jäger (links neben Boml) gratulierte. Foto: (smx)
Die Freien Wähler in Nittenau haben ihre Kandidaten für die Stadtratswahl im März 2020 nominiert. Benjamin Boml (Bildmitte) wurde als Bürgermeisterkandidat aufgestellt. FW-Kreisvorsitzender Dieter Jäger (links neben Boml) gratulierte. Foto: (smx)

Nittenau.Die Freien Wähler haben im Gasthaus Schmidbauer in Muckenbach ihren Kandidaten für die Kommunalwahl am 15. März 2020 nominiert. Bürgermeisterkandidat und Listenführer ist FW-Vorsitzender und Stadtrat Benjamin Boml. Der 36-jährige Bewerber um den Bürgermeistersessel ist ledig, arbeitet als Berater bei der Sparkasse, engagiert sich bei der Feuerwehr Stefling und bei Kolping.

Sicherheit

Winter ist für die Regenbrücke riskant

Das 70 Jahre alte Bauwerk in Nittenau muss dringend ersetzt werden. Jetzt hat das Projekt eine weitere Hürde genommen.

FW-Kreisvorsitzender Dieter Jäger aus Schwandorf freute sich über die Nominierung Bomls, damit könnte Nittenau nun „Bley-frei“ werden. Verschiedene Probleme in Nittenau wie die Brückenproblematik könnten nur mit einem neuen Bürgermeister gelöst werden, die Stadt werde derzeit nur verwaltet. Nittenau brauche jemanden, der die Richtung vorgebe und für die Weiterentwicklung sorge. Die Stadtratsliste bezeichnete Jäger als sehr ausgewogen, die Ortsteile seien gut vertreten.

Fünf FW-Stadträte seit 2014

Vorsitzender Benjamin Boml gab vor der Nominierung einen kurzen Rückblick auf die letzte Kommunalwahl. Seit dem Mai 2014 seien die Freien Wähler mit fünf Mitgliedern im Stadtrat vertreten. Dennoch habe es damals einen Wermutstropfen für die FW gegeben. Das erfolgreiche Abschneiden habe Bürgermeister Karl Bley anscheinend solchen Angstschweiß auf die Stirn getrieben, dass die fast 20-jährige Zusammenarbeit mit der SPD-Fraktion nicht weitergeführt wurde. Bley habe sich damals zu einer „Verbrüderung“ mit der CSU entschlossen. Boml zeigte sich davon überzeugt, dass die FW von allen Fraktionen mit Abstand dennoch die meisten Anträge an das Gremium eingebracht hätten.

FW-Kandidaten 2020

  • Bürgermeister:

    Benjamin Boml

  • Stadtratskandidaten:

    Benjamin Boml, Michael Prasch, Dr. Roland Gebhard, Karl-Heinz Stich, Birte Schramm, Florian Doll, Waldemar Kojda, Jürgen Hildebrand, Christine Steinert, Dieter Weber, Gunther Stangl, Georg Schmidbauer, Manuela Schuierer, Georg Lanzl, Stefan Zwicknagl, Sebastian Bock, Maria Weber, Bernhard Fürst, Stefan Jobst, Dr. Alois Hofstetter

Während in den anderen Fraktionen nur auf die Vorgaben aus der Verwaltung gewartet wurde, sei bei den FW bearbeitet worden. Als Beispiele nannte er den Einsatz dafür, dass keine Bescheide für Straßenausbaubeiträge mehr versendet, die Geschwindigkeit in der Thanner Straße reduziert und für das Vogelschutzgebiet in der Buign Verbesserungen erreicht wurden. Im Zusammenhang mit dem „Brücken-Gau“ habe sich die FW für eine schnelle Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs stark gemacht und eine Machbarkeitsstudie zum Bau einer Fußgängerbrücke von Bergham zum Schulzentrum beantragt. Dem jüngsten FW-Antrag, das marode Schreiner-Haus in Fischbach zu verkaufen, sei vom Stadtrat mehrheitlich zugestimmt worden. Nun gelte es nach vorne zu schauen und bei der Kommunalwahl 2020 mit einem starken Team anzutreten.

Ziel ist ein sechstes Mandat

Die Leitung der Nominierung wurde auf Andreas Weigl übertragen und in geheimer Abstimmung durchgeführt. Nach seiner Nominierung sagte Boml, dass die Freien Wähler im Stadtrat nach der Wahl noch ein Stück besser werden sollen. Beruflich komme er sehr viel mit Bürgerinnen und Bürgern zusammen und wisse deshalb um deren Sorge und Nöte. Das zeige, dass ein Wechsel im Rathaus dringend gebraucht werde, 18 Jahre Karl Bley seien nun genug. Als Themen für die Zukunft Nittenaus nannte Boml den Dauerbrenner Angerinsel, es sei an der Zeit, damit aufzuhören, hier Luftschlösser bauen zu wollen. Dieser Schandfleck müsse endlich zu einem Filetstück umgestaltet werden. Eine weitere Herzensangelegenheit sei ihm das Thema Jugendarbeit, die Stadt müsse jugendfreundlicher werden. Auch fehle es an der Neuansiedlung von Gewerbe und der Ausweisung von Bauland. Die Schule platze aus allen Nähten und müsse ausgebaut werden.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Schwandorf lesen Sie hier!

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht